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    Bei der Fülle von Animationsfilmen ist es eigentlich beinahe unumgänglich, dass sich einige Versatzstücke so langsam wiederholen. Turbo von Dreamworks bringt mal wieder die „lebe deinen Traum“-Story, mal wieder mit Autorennen (Cars) an denen ein denkbar ungeeigneter Träumer teilnehmen will (Planes) und mit Schnecken in wichtigen Rollen (Epic, ok da waren es nur Nebenrollen). Reicht es dennoch noch zu einem spaßigen Film?

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    (c) 20th Century Fox
    Regie: David Soren
    Laufzeit: 92 Minuten
    ab 14.02.14 im Handel
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    Eine Schnecke mag Autorennen
    Seine Träume zu verfolgen, ist ja an sich eine gute Sache, aber wenne eine Schnecke davon träumt am Indy 500 teilzunehmen, muss sich damit rechnen, zum Gespött der Mitschnecken zu werden. Turbos Alltag sieht so aus, zusammen mit anderen Gartenschnecken erntet er Tomaten und fristet ein eher ödes Dasein, wenn nicht gerade der sadistische Nachbarjunge vorbeischaut. Ein Unfall ändert dann aber alles, plötzlich hat Turbo seltsame Superfähigkeiten. Doch zunächst richtet er damit nur Unheil an. Aus dem Garten verstoßen trifft er auf Taco-Verkäufer Tito, der das Potential der Schnecke erkennt, mit dem er den schleppenden Absatz seiner Taco-Bude anzukurbeln hofft.

    Der Film lässt sich recht viel Zeit, uns erstmal Turbos Garten-Alltag zu zeigen, der den einen oder anderen (zuweilen recht schwarzhumorigen) Lacher parat hält. Wie so oft muss der Held erstmal tief fallen, ehe es aufwärts geht. Doch selbst nach dem Unfall bleibt der Film (dem Titel zum Trotz) erstmal recht gemächlich in seinem Erzähltempo, ohne dass es langweilig würde. Abgesehen von seinem Bruder Chet, der den ganzen Film über den Skeptiker gibt, lernt Turbo seine anderen Buddies erst nach dem ersten Drittel kennen. Neben dem liebenswert naiven Tito ist das vor allem eine Gang von Rennschnecken, die zwar mit Turbos Superfähigkeiten nicht mithalten können, dies aber mit Coolness und Grips durchaus auszugleichen wissen. Gerade hier überzeugt der Film besonders mit seinen sympathischen Figuren und der Situationskomik, ehe es dann zum Finale auf der Rennstrecke kommt.

    Wie der Film ausgeht, ist recht vorhersehbar aber dennoch spannend inszeniert. Dennoch richtet sich der Film in erster Linie an Kinder. Die Gags, die auch oder gar nur Erwachsene ansprechen, sind eher rar gesät, anders als bei vielen Pixar-Titeln bleibt es bei wenigen Momenten. Das tut dem Spaß, den man als Eltern mit seinen Kindern haben kann, aber keinen Abbruch.

    Fazit

    Der Grundplot ist alles andere als innovativ: Underdog fordert Champion, der natürlich auch zu unfairen Mitteln greift, um seinen Titel zu verteidigen. Das hat man nun schon einige Male gesehen. Davon ab punktet Turbo aber neben gefälliger Optik und rasanten Actionszenen auch mit vielen liebenswerten Figuren und einigen netten Einfällen, gerade bevor es auf die Rennstrecke geht. Das hebt den Film aus dem guten Mittelmaß und macht ihn vor allem für/mit Kinder/n sehenswert.

    Wertung


    Pro

    • liebenswerte Figuren
    • rasante Action
    • viel Humor

    Contra

    • für Erwachsene nicht so viel zu lachen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 10.Feb.2014 1.591 x gelesen