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    Alicia Silverstone schoss Mitte der Neunziger mit den Aerosmith-Videos „Crazy“, „Cryin’“ und „Amazing“ kometenhaft in den Starhimmel – verglühte dort aber recht schnell. Nach „Clueless“, „Batman & Robin“ und „Eve und der letzte Gentleman“ verschwand sie wieder in der Versenkung, spielte in den 0er-Jahren in TV-Serien und B-Movies.
    Für Vamps arbeitete sie noch einmal mit Regisseurin Amy Heckerling (Clueless) zusammen und einige weitere namhafte Darsteller sind dabei. Also ein Fantasy-Geheimtipp?

    Vamps Regie: Amy Heckerling Darsteller: Alicia Silverstone, Krysten ritter, Sigourney Weaver Verkauf ab 26.04.2013

    Vamps
    Regie: Amy Heckerling
    Darsteller: Alicia Silverstone, Krysten Ritter, Sigourney Weaver
    Verkauf ab 26.04.2013

    Vamp-WG
    Goody (Silverstone) lebt mit Stacy (Krysten Ritter) in einer Vampir-WG. Sie arbeiten nachts als Reinigungskräfte und mischen danach das Partyleben auf. Dem Anschein nach sind beide Mitte 20, wobei Goody vor ihrer Freundin verbirgt, dass sie schon 1841 zum Vampir wurde, während Stacy ein Kind der Neuzeit ist. Folglich kommt Stacy auch viel besser mit den modernen Kommunikationsmitteln klar und hilft Goody in der Welt von eMails, Tweets und Facebook klarzukommen.
    Die beiden haben Menschenblut abgeschworen und ernähren sich von Ratten, ganz im Gegensatz zu ihrer Stammesvampirin Cisserus (Sigourney Weaver). Deren blutrünstiges Vorgehen führt aber genauso zu Problemen wie die Tatsache, dass sich Stacy ausgerechnet in einen van Helsing verliebt.

    Sex & the City trifft Vampir-Komödie
    Der Film beginnt wie eine Persiflage auf Sex & the City. Das moderne New Yorker Partyleben wird hier und da durch den Kakao gezogen, wobei allerdings nur die wenigsten Pointen sitzen (und den Großteil davon sieht man im Trailer). Goodie und vor allem Stacy sind dabei auch zuweilen etwas arg überdreht.
    Man merkt außerdem, das Regisseurin und Autorin Heckerling schon über 60 ist. Hin und wieder ist die Kritik an modernen Kommunikationsmitteln zwar durchaus berechtigt, hier wird aber oft allzu dick aufgetragen und man gewinnt den Eindruck, dass Heckerling uns suggerieren will: „Früher war alles besser“. Besser gelingt ihr das, wenn Goodie sich an alte Zeiten erinnert und wir Bilder vom New York vergangener Tage zu sehen bekommen.
    Das eigentliche Problem ist aber die Geschichte selbst. Nicht nur die Pointen sind selten treffsicher, die eigentliche Geschichte ist ziemlich hanebüchen, schwankt zwischen Klamauk und Kitsch, teilweise bleibt einem nur das Kopfschütteln.
    So wird zum Beispiel angedeutet, dass die Vampire verfolgt und absichtlich zu Terminen am Tag vorgeladen werden. Wer sie verfolgt und warum bleibt unklar und die Lösung des Problems ist eine zufällig auftretende totale Sonnenfinsternis, die auch noch 2 Stunden andauert (im Idealfall kann eine Sonnenfinsternis etwa 7 Minuten dauern).

    Verheizter Cast
    Laut IMDB hatte der Film immerhin ein Budget von 16 Mio $, das ist wohl größtenteils für die Schauspieler draufgegangen – jedenfalls nicht für die Computereffekte. Die sind zwar zum Glück nur in wenigen Szenen zu sehen, sind aber überwiegend lachhaft und erinnern an plumpe Versuche aus den 90ern.
    Immerhin wissen Silverstone und Krysten Ritter (bekannt aus den Serien Breaking Bad und Appartment 27) zu überzeugen, ihre Girls sind zwar zuweilen etwas überdreht, aber stets sympathisch. Sigourney Weaver hat nur eine kleine Rolle als fiese Vampirin, wobei in einigen Szenen etwas dick aufgetragen wird. Malcolm McDowell ist als Vlad der Pfähler (der heute kein Blut mehr trinkt und lieber strickt) auch nur wenig Screentime beschieden. Obwohl die beiden Altstars offenbar mit Spaß bei der Sache sind, können sie den Film somit auch nicht retten.

    Fazit

    Wenn ein Film mit solch einer Besetzung nicht ins Kino kommt, hat das meist seinen Grund. Vamps ist in jeder Hinsicht unterdurchschnittlich. Eine Romantic Comedy die weder romantisch noch sonderlich komisch ist, muss man leider als Flop bezeichnen. Da können auch die Darsteller nichts mehr retten.

    Wertung


    Pro

    • sympathische Darsteller
    • einige gute Gags

    Contra

    • abstruse Geschichte
    • viele Gags die nicht zünden
    • Hang zu Kitsch und Klamauk

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 21.Mrz.2013 947 x gelesen