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    Geisterfilme sind gerade wieder in Mode. In der Drehpause zwischen zwei Game of Thrones Staffeln hat Emilia Clarke einen solchen gedreht, ist „Voice from the Stone“ dank ihr ein sehenswerter Genreableger?

    voicefromthestone

    (c) Ascot Elite
    Laufzeit: 87 Minuten
    ab 30.06.2017 im Handel
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    Das Kindermädchen und der stumme Junge
    Die Toskana in den 50er Jahren: Seit dem Tod seiner Mutter, einer berühmten Pianistin, hat Jacob kein Wort mehr gesprochen. Das Kindermädchen Verena wird engagiert, um sich um ihn zu kümmern. Jeder Versuch sich Jacob zu nähern, scheitert jedoch. Der verbitterte Vater und der bärbeißige Diener machen ihr die Arbeit nicht unbedingt einfacher. Einzig die alte Zofe Lilia begegnet ihr herzlich.
    Als Verena Jacob eines Abends dabei ertappt, wie er an der Wand seines Zimmers lauscht, weil er glaubt, die Stimme seiner Mutter zu hören, wird ihr klar, dass er ernste Probleme hat. Kann sie ihm helfen?

    Voice from the Stone ist ein Mystery-Grusler der alten Schule. So etwas wie Jumpscares gibt es hier nicht, genaugenommen gibt es eigentlich gar keine gruseligen Momente. Der Film nimmt sich sehr viel Zeit, die Figuren und das alte Gemäuer einzuführen und dümpelt ziemlich lange vor sich hin. Mit bedeutungsschwangeren Dialogen, tragender Musik und schönen Bildern versucht der unbekannte Regisseur Eric D. Howell Atmosphäre zu erzeugen, das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte sich zäh wie Kaugummi dahinzieht und einfach nicht in die Gänge kommen will. Die einzige Frage, die den Zuschauer bei der Stange hält, ist die, ob die Mutter nun wirklich in dem Gemäuer spukt oder sich Jacob das nur einbildet.

    Aber nicht nur die lahme Story hinkt modernen Sehgewohnheiten hinterher. Auch die Schauspieler können nicht überzeugen, das gilt leider auch für Emilia Clarke, deren Mimik oft übertrieben wirkt. Marton Csokas kann seiner Figur des verzweifelten Vaters ebenso nicht die nötige Tiefe verleihen, damit der Film wenigstens als Drama noch überzeugen könnte.

    Viel mehr gibt es über den Streifen auch nicht zu sagen. Dass die auf der Rückseite groß angekündigten 16 Minuten Behind the Scenes zum Teil italienisch (ohne Untertitel) sind und irgendwie planlos zusammengeschnitten wirken, passt ins Bild.

    Fazit

    Voice from the Stone ist ein schlichtweg langweiliger und wenig überraschender Mystery-Film, dem jeglicher Thrill oder Suspense abgeht. Nur für ganz eingefleischte Emilia Clarke-Fans vielleicht einen Blick wert.

    Wertung


    Pro

    • schöne Drehorte

    Contra

    • sehr schleppender Handlungsverlauf
    • schlichtweg langweilig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 26.Jun.2017 1.367 x gelesen