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    Mehr als zwanzig Jahre tobt der Krieg in Azeroth und anderen Welten aus dem Univerum von WarCraft schon. Mit dem ersten Strategiespiel starrte Blizzard Entertainment 1995 seinen Siegeszug, den sie später mit World of WarCraft krönten. Eben die Handlung von „Orcs and Humans“ bildet nun die lose Vorlage für den ersten WarCraft-Film. Nur was für Fans oder auch für den gewöhnlichen Fantasy-Freund?

    warcraftbeginning

    (c) Universal Pictures
    Regie: Duncan Jones
    Laufzeit: 119 Minuten
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    Dem Untergang geweiht
    Die Welt der Orks ist dem Untergang geweiht. Der Schamane Gul’Dan propagiert als einzigen Ausweg die Nutzung eines Portals, geschaffen mit der dunklen Magie des Fell, durch das die Kriegshorde der Orks nach Azeroth kommt, in die friedliche Welt der Menschen. Dort machen sie Gefangene, mit deren Leben sie ein noch größeres Portal speisen wollen, um auch die restlichen Orks in diese Welt zu holen. Die Menschen und ihre Verbündeten versuchen die Orks aufzuhalten – doch auch unter diesen gibt es Zweifler, die der schwarzen Magie nicht trauen.

    Die WarCraft-Strategiespiele habe ich seinerzeit gespielt, das MMORPG hat mich allerdings nie interessiert. So klingelte es bei mir zwar beim Namen „Lothar“ und Gul’Dan kam mir von einem Cover her auch bekannt vor, ansonsten ging ich allerdings recht unbedarft an den Film – hatte mir aber einen WoW-Veteranen als Zuschauer dazugeholt.

    Der Film macht einem den Einstieg nicht eben leicht. In schnellen, oft hektisch aneinandergereiht wirkenden Szenen wird ein gutes Dutzend Hauptpersonen an verschiedenen Orten eingeführt und versucht, Figuren und Welt eine gewisse Tiefe zu verleihen. Man hat hier oft den Eindruck, dass man den Fans unbedingt viel Wiedererkennungswert bieten wollte. So haben Zwerge und Elfen, die im Film im Grunde keine Rolle spielen, Kurzauftritte und es gibt auch die aus WoW bekannten Greifenflüge über die Welt.

    Das an dieser GreenScreen-Welt außer ein paar menschlichen Schauspielern gar nichts echt ist, sieht man leider fast immer recht deutlich. Von der Atmosphäre eines Mittelerde bleibt WarCraft daher weit entfernt, den Szenen haftet immer eine gewisse Künstlichkeit an, die dem Film etwas comichaftes verleiht. Die eher simpel gestrickte Handlung um Krieg und Verrat tut da ihr Übriges. Doch in diesem Rahmen weiß WarCraft dann durchaus gut zu unterhalten, vor allem die wuchtigen Schlachtszenen sind hier zu nennen. Andererseits kann der Film sich aber nicht so recht für einen Ton entscheiden, was man besonders bei Lothar merkt. Eben noch von einem Schicksalsschlag gebeutelt, macht er in der nächsten Actionszene schon wieder flotte Sprüche, um dann wieder bierernst daherzukommen. Gerade zum Ende geht dem Film eine gewisse Leichtigkeit ab, die besser zu der Inszenierung gepasst hätte als die große Pathoskeule, die im Finale ausgepackt wird.

    Von diesen Unstimmigkeiten abgesehen ist Warcraft: The Beginning aber ein durchaus gelungener Fantasy-Kracher den man auch als Nichtkenner gucken kann. WarCraft-Fans werden sich außerdem über viel Wiedererkennungswert und Liebe zum Detail freuen.

    Fazit

    Mit seiner arg künstlich wirkenden Welt, den eher platten Charakteren und der recht simpel gestrickten Handlung kann Warcraft: The Beginning einem Herrn der Ringe nicht das Wasser reichen, unterhält Freunde von Fantasy-Action aber dennoch ordentlich. WarCraft-Fans können zur Wertung noch einen Stern hinzuaddieren.

    Wertung


    Pro

    • wuchtige Schlachtzenen
    • gut gemachte Magieeffekte

    Contra

    • Welt wirkt sehr künstlich
    • Film wirkt manchmal etwas überfüllt
    • Handlung und Figuren eher blass

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 28.Sep.2016 925 x gelesen