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Was empfinden Leute, die im Koma liegen? Hören sie, was ihre Angehörigen ihnen sagen, spüren sie ihre Berührungen? Gibt es wirklich außerkörperliche Erfahrungen? Fragen, denen dieser Film nachgeht.

wennichbleibe

(c) 20th Century Fox
Laufzeit: 103 Minuten
ab 22.01.2015 im Handel
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Die Cellistin und der Rockstar
Die 17jährige Mia führt ein beschauliches Leben. Obwohl ihre Eltern alternde Rocker sind, liebt sie selbst klassische Musik und spielt leidenschaftlich Cello. Als er sie beim Spielen sieht, verliebt sich der junge Punkrocker Adam in sie. Die beiden finden zueinander, aber nach einem Verkehrsunfall mit ihrer Familie liegt Mia im Koma.
Sie erlebt eine außerkörperliche Erfahrung, sieht und hört ihre Freunde und Verwandte an ihrem Bett, erinnert sich an Vergangenes und kämpft mit der Entscheidung: Soll sie gehen, oder soll sie bleiben?

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Jugendbuch von Gayle Forman und ist vor allem auf heranwachsende Mädchen zugeschnitten, aber auch ältere Zuschauer können sich an vielen Szenen erfreuen und die Musik ist durchaus hörenswert. Hauptdarsteller Jamie Blackley sieht nämlich nicht nur gut aus, er hat die Songs selbst gesungen und eingespielt und auch der Rest des Soundtracks ist hörenswert, wobei der Gegensatz zwischen Klassik und Rock einen interessanten Kontrast bietet. Wie unterschiedlich zwei Menschen dieselbe Sache, die Musik, lieben können, ist dann auch ein Thema des Films.

Im Kern haben wir aber ein romantisches Drama und dabei ist der Pfad zwischen gefühlvoll und gefühlsduselig recht schmal. Auch wenn Wenn ich bleibe meist auf dem Weg bleibt, gibt es doch die eine oder andere Szene, wo es ein bisschen zu schnulzig wird. Gerade die Dialoge des frisch verliebten Paares sind hin und wieder eine Spur zu schmachtend geraten. Großartig hingegen Stacy Keach als Großvater.

Letztlich bleibt angesichts der herzergreifenden Thematik wohl bei kaum jemandem ein Auge trocken, die gelegentlichen Schnulz-Attacken kosten allerdings Punkte. Wer vor allem auf Phantastik hofft, ist hier ohnehin falsch. Zwar geht es bei Wenn ich bleibe um eine Nahtoderfahrung, aber visuelle Effekte und Geister-Spielereien haben hier keinen Platz, der Film ist bewusst bodenständig inszeniert, wie Regie-Debütant R.J. Cutler in den Extras betont.
Übrigens: In Buchform gibt es eine Fortsetzung, die aus Sicht von Adam geschrieben ist.

Fazit

Wenn ich bleibe ist ein Tränenzieher, der eine ungewöhnliche Geschichte über Liebe erzählt und die Frage aufwirft, was das Leben lebenswert macht. Dabei bleibt wohl kaum ein Auge trocken, zuweilen schießt der Film aber auch über das Ziel hinaus und das Ende ist recht vorhersehbar. Die Zielgruppe heranwachsender Mädchen wird darüber aber hinwegsehen können, alle anderen werden dank guter Musik und ergreifender Szenen auch noch gut unterhalten.

Wertung


Pro

  • ergreifende Geschichte
  • tolle Musik

Contra

  • gelegentlich zu schnulzig geraten
  • Ende ab einem gewissen Punkt vorhersehbar
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Kategorien: Fantasy, Filme
von Jörg Benne 22.Jan.2015 2.256 x gelesen