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Gerade erst hatten wir mit „Wer“ einen Werwolf-Film, einen der ernsten Sorte, nun erlebt auch die eher augenzwinkernde Herangehensweise an das Thema (man erinnere sich an Teenwolf oder American Werewolf) ein Comeback. Kann der Wolfcop die Lachmuskeln reizen?

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(c) Ascot Elite
Regie: Lowell Dean
Laufzeit: 79 Minuten
ab 18.11.2014 erhältlich
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Haariger Provinzcop
Provinzcop Lou Garou ist alles andere als ein Vorzeigepolizist. Ständig ist er besoffen, besucht auch während des Dienstes gern mal eine Bar und legt generell wenig Motivation an den Tag. So ist er auch wenig begeistert, als er eines nachts ein paar Jugendliche aufspüren soll, die im Wald okkulte Rituale feiern. Doch es kommt ganz anders: Garou wird selbst Opfer eines solchen Rituals und verwandelt sich tags darauf in einen Werwolf. Das beschert ihm aber auch eine besondere Spürnase, mit der er der Frage nachgeht, warum man ihm das angetan hat.

Eine Sache sollte man sich vor dem Anschauen dieses Films unbedingt klarmachen: Man bekommt hier Trash serviert. Die Schauspieler sind unbekannt und eher mäßig talentiert, die MakeUp-Effekte etwas übertrieben und die Gags zünden wohl am besten, wenn man zuvor seinen Alkoholpegel an den von Garou angepasst hat. Man muss schon ein Genrefan sein, um Spaß an dieser Hommage an die Werwolf-Filme der 80er zu haben. Dann findet man vielleicht auch die Transformation einen Menschen-Penis in sein Werwolf-Pendant lustig.

Immerhin: Die Story erweist sich als nicht ganz so platt, wie man anhand der Inhaltsangabe denken könnte und vermochte mich sogar zum Ende hin zu überraschen. Dafür nimmt sie sich zu Beginn etwas zu viel Zeit, um die schablonenhaften Figuren einzuführen, es dauert (trotz nicht mal 80 Minuten Laufzeit) ein ganzes Weilchen, bis sie in die Gänge kommt. Dann wechseln sich Kalauer und recht hektisch geschnittene Actionszenen miteinander ab und es geht auch recht schnell und kurzweilig dem Ende entgegen. Gore-Fans bekommen hier und da mal ein Häppchen serviert, sollten aber angesichts der 16er-Freigabe nicht zu viel erwarten.

Fazit

Wolfcop ist eine Trash-Hommage im Grindhouse-Stil, die mit halbwegs ansehnlicher Action und diversen Kalauern bei Genrefans gut ankommen mag. Wer sich zu diesen zählt, kann zu unserer Wertung dann auch noch einen Stern hinzuaddieren. Alle anderen werden hier wohl nicht glücklich, zu flach sind die Gags, zu amateurhaft die Action.

Wertung


Pro

  • durchaus überraschende Geschichte
  • ordentlicher Make-Up-Effekte

Contra

  • Kalauer teils auf unterstem Niveau
  • Geschichte kommt nur sehr träge in Fahrt
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Kategorien: Filme, Horror
von Jörg Benne 4.Nov.2014 2.408 x gelesen

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