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Werwolf-Filme sind irgendwie gerade in Mode. Mit „Wolves“ kommt schon der vierte Vertreter des Genres innerhalb weniger Monate. Mit David Hayter führt der Drehbuchautor von X-Men 1&2 Regie. Reicht es damit zu einem großen Wurf?

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(c) Universum Film
Laufzeit: 87 Minuten
ab 20.02.2015 im Handel
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Willkommen in Werwolf-Town
Eigentlich führt Cayden (Lucas Till, Havok aus X-Men) ein tolles Leben. Er ist beliebt, hat eine hübsche Freundin, ist Quarterback im High-School-Team … Doch mit seltsamen Alpträumen kündigt sich eine Veränderung an. Als er bei einem Date fast über seine Freundin herfällt und wenig später seine Eltern zerfleisch vorfindet, begreift er, dass er ein Werwolf ist und flieht.
Sein Weg führt ihn in eine kleine Stadt, in der andere Werwölfe leben. Hier sucht Cayden Antworten, doch die Bewohner werden vom Werwolf Connor (Jason Momoa) terrorisiert. Cayden beschließt ihnen zu helfen.

Wer angesichts der Teenie-Hauptfigur einen Twilight-Abklatsch befürchtet, kann beruhigt werden. Zwar gibt es eine Lovestory, diese hält sich aber in angenehmen Grenzen. Regiedebütant Hayter geht mit „Wolves“ dennoch einen anderen Weg, als die meisten Werwolf-Filme, Horror spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Es gibt zwar ein paar Splatter-Szenen (allerdings von der harmlosen Sorte), ansonsten bekommen wir aber eher einen Actionfilm serviert. Das Setting erinnert ein wenig an einen klassischen Western, in dem die Ankunft eines Fremden in einem Nest für Konfliktstoff sorgt. Insgesamt wirkt die Story aber gerade in den Details oft nicht zu ende gedacht und offenbart einige logische Abgründe.

Dennoch, von der Herangehensweise hätte der Film durchaus spannend werden können, aber irgendwie ist Wolves nichts Halbes und nichts Ganzes. Horror scheint wie gesagt nur hier und da mal durch, die Action ist allerdings auch nicht der Hit, ein paar Schlägereien, das war es auch schon. Für einen Thriller ist die Geschichte zu langsam inszeniert und Humor geht dem Film fast gänzlich ab.

Die Masken sind immerhin ok, auch wenn die Transformation meist rein auf CGI-Basis abläuft. So richtig furchterregend sind die Wölfe allerdings nicht, was auch daran liegt, dass sie noch normal sprechen können. Die Schauspieler machen ihre Sache im Rahmen ihrer Möglichkeiten gut, vor allem Jason Momoa versprüht einigen Bösewicht-Charme, kann aber gerade seine körperliche Präsenz nur selten ausspielen.

Fazit

Insgesamt kann man Wolves in keinem Bereich so richtig was vorwerfen, aber so wirklich überzeugen kann er auch nicht. Verglichen mit den letzten Werwolf-Streifen zieht Wolves so den Kürzeren, WER ist atmosphärischer, Wolfcop lustiger. Wer dennoch unbedingt noch einen Werwolf-Streifen sehen will, kann hier mal reinschauen, sollte aber seine Erwartungen zurückschrauben.

Wertung


Pro

  • mal ein anderer Werwolf-Ansatz
  • Momoa spielt den Bösewicht mit viel Charme

Contra

  • Story verworren
  • erhebliche Logiklücken
  • Effekte eher mau
  • Inszenierung insgesamt recht lahm
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Kategorien: Fantasy, Filme
von Jörg Benne 20.Feb.2015 2.218 x gelesen