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    Zombiefilme gibt es schon eine ganze Weile, aber meist fristen sie doch ein Nischendasein in der Horrorecke. Einen fast 200 Mio $ teuren Zombie-Blockbuster mit einem Megastar wie Brad Pitt in der Hauptrolle hätte man sich vor einigen Jahren noch kaum vorstellen können. Doch spätestens der Erfolg von The Walking Dead hat die Untoten massentauglich gemacht und so wurde World War Z – wenn auch mit einigen Schwierigkeiten während der Produktion– Wirklichkeit.

    worldwarz

    (c) Paramount Picttures
    Laufzeit: 112 Minuten
    erhältlich ab 7.11.2013
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    Das Chaos bricht aus
    Ex-UN-Ermittler Gerry Lane will eigentlich nur mit seiner Familie nach Philadelphia fahren, als das Chaos über die Ostküste der USA hereinbricht. Irgendetwas lässt Menschen zu tollwütigen Bestien mutieren, deren Bissopfer binnen Sekunden selbst zu sogenannten Zombies werden.
    Mit Mühe gelingt Lane die Flucht und er wird dank seiner Fähigkeiten auf die Suche geschickt, die Quelle des weltweit grassierenden Virus zu finden, um die Entwicklung eines Gegenmittels zu ermöglichen.

    WWZ lässt dem Zuschauer wenig Zeit, sich mit den Figuren anzufreunden. Gerade mal ein gemeinsames Frühstück gönnt uns Regisseur Marc Foster (Ein Quantum Trost), dann geht es schon in die Vollen. Schnell wird klar: der Film bricht mit einigen klassischen Zombie-Klischees. Die Untoten sind hier alles andere als träge, stattdessen rennen sie in Irrisinnstempo und mit einer Art Schwarmintelligenz hinter ihren Opfern her. Entsprechend ist das Gebotene dann auch eher ein Actionfilm, denn klassischer Zombiehorror, bei dem die Untoten vor allem durch ihren Anblick und ihre Masse erschrecken, dank ihrer Langsamkeit aber meist keine ernsthaften Verfolger darstellen.

    Von seiner ganzen Machart erinnert der Film die meiste Zeit auch eher an einen Katastrophenfilm. Es geht rasend schnell von Ort zu Ort, Personen werden genauso rasch eingeführt, wie sie der Katastrophe auch schon wieder zum Opfer fallen, nur ist es diesmal keine Monsterwelle, kein Erdbeben, sondern eben ein Zombievirus. Erst im letzten Drittel bekommen Zombiefans klassische Gruselkost geboten – allerdings stets massentauglich, Splatterfans bekommen nichts zu sehen, eine Freigabe nur für Erwachsene konnten sich die Studios bei dem Budget einfach nicht erlauben.

    Leider merkt man dem Film an, dass ursprünglich mal eine Trilogie geplant war, die dann auf einen Film eingedampft wurde, als die Kosten aus dem Ruder liefen. Mit Logik darf man dem Drehbuch nicht kommen, da gibt es schon einige Ungereimtheiten. Außerdem wirkt alles doch recht gehetzt, der Zuschauer hat zwischenzeitlich nicht nur wenig Zeit zum Luftholen, auch zur Entwicklung der Figuren bleibt kaum Raum. So konzentriert sich eigentlich alles auf Brad Pitt, der den Film aber überzeugend trägt.

    Fazit

    Zombies als Massenware, das Experiment kann man als halbwegs geglückt bezeichnen. World War Z bietet beinahe Non-Stop-Action, ist ausreichend spannend und von den Effekten her überzeugend. Leider wird die Geschichte aber recht überstürzt beendet. Außerdem sollte man als Zuschauer einem neuen Zombieansatz gegenüber offen sein. Wer bei Zombies träge, langsame Kreaturen und jede Menge Splattereffekte zwingend voraussetzt, wird mit WWZ nicht glücklich werden. Hier stehen – trotz einer klassischen Zombie-Gruselszene gegen Ende - Action und Bombast klar im Vordergrund.

    Wertung


    Pro

    • interessante andere Art von Zombies
    • packende Non-Stop-Action
    • überzeugender Brad Pitt

    Contra

    • Geschichte wirkt manchmal überstürzt
    • Logikmängel
    • nichts für Liebhaber klassischer Zombiekost

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 3.Nov.2013 1.659 x gelesen