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    Zum vierten Mal schlüpft Robert Downey jr. dieser Tage in die Iron Man-Rüstung, Iron Man 3 tritt an, um Kinorekorde zu brechen. Ein cleverer Schachzug von Sony Pictures, den Hype auszunutzen, um auch einen Anime-Streifen um den Superhelden in die Läden zu stellen.

    Ein unheimlicher Gegner

    ironman_risetechnov

    Sony Pictures, Marvel
    erschienen: 2. Mai 2013
    Laufzeit: 88 Minuten
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    Stark Industries hat mal wieder eine neue Erfindung am Start. Ein Super-Satellit soll in den Orbit geschossen werden und dabei helfen, die Welt sicherer zu machen. Doch eine Gruppe von Terroristen will den Start des Satelliten verhindern, es kommt zum Kampf mit Iron Man und War Machine. Plötzlich taucht noch ein viel mächtigerer Gegner auf, ein biomechanisch veränderter Junge. Selbst Iron Man kann ihm nicht das Wasser reichen und es kommt zu einer folgenschweren Explosion, der War Machine zum Opfer fällt.
    Allein macht sich Iron Man auf, den Verantwortlichen zu finden, gerät dabei aber mit SHIELD aneinander, die ihn als Zeugen verhören wollen.

    Präsentiert bekommen wir einen Anime auf TV-Niveau, der ungefähr die Länge von drei kurzen Fernsehepisoden hat. In diesen 80 Minuten sind neben dem Hauptgegner Technovore auch noch einige andere Marvel-Figuren untergebracht, u.a. Nick Fury, Black Widow, Hawkeye und sogar der Punisher.
    Allerdings erreichen die Macher diesen Superhelden-Auflauf nur durch eine ziemlich abstruse Geschichte. Mag ja sein, dass SHIELD Tony Stark verhören will, aber dass man Iron Man mit allen Mitteln aufhalten muss, ihm Jets, Mechas und eben auch Black Widow und Hawkeye auf die Fersen heftet und dabei jede Menge Kollateralschäden provoziert, entbehrt jeglicher Logik.
    Ohne die dauernden Verfolgungsjagden mit SHIELD hätte man allerdings die eigentliche Geschichte um Technovore und Iron Mans Kampf gegen ihn auch in 30 Minuten abgefrühstückt.

    Viel Action, wenig Augenschmaus

    Aber die Action stimmt. Abgesehen von kurzen Dialogen und etwas Nachforschungsarbeit, geht es eigentlich permanent zur Sache. Es wird gekämpft, zerstört, hier explodiert was, dort kracht was zusammen, Actionfans werden ihre Freude haben. Allerdings eben auf dem Niveau, das man auch wochenends im Vormittagsprogramm im TV zu sehen bekommt. Die Bewegungen sind oft abgehackt, die Mimik der Charaktere nicht selten hölzern, Anime-Freaks wird das optisch wohl eher nicht zufriedenstellen.

    Fazit

    Rise of Technovore ist eine CrashBoomBang-Comicadaption ohne viel Tiefgang. Gut, böse Zungen könnten behaupten, das träfe auch auf die Spielfilme zu, allerdings fehlt dieser Comicadaption der optische Bombast der Kino-Blockbuster und vor allem der Charme der menschlichen Darsteller, allen voran Robert Downey jr. Sein Comic-Pendant ist einfach deutlich blasser – was auch an der eher mauen zeichnerischen Umsetzung liegt. Fans der Comics bekommen aber jede Menge rasante Action geboten, wer vor allem darauf wert legt, kann beruhigt zugreifen.

    Wertung


    Pro

    • jede Menge Action
    • diverse Superhelden am Start

    Contra

    • Plot wirkt künstlich aufgebläht
    • zeichnerisch nur Mittelklasse

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Filme
    von Jörg Benne 3.Mai.2013 2.277 x gelesen