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    Mit Accel World vs. Sword Art Online ist eine Mischung aus den beiden bekannten Anime- und Spielereihen aus der Feder von Reki Kawahara erschienen. Ob die allgemeinen Gemeinsamkeiten der Reihe als Kombi ein tolles Spielerlebnis zu bieten haben oder sich das Cross-over eher unpassend anfühlt, haben wir uns angeschaut.

    ac-vs-sao-cover

    (c) Bandai Namco
    seit 07.07.2017 im Handel
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    Die Mischung macht’s
    Zu Beginn unseres Abenteuers schlüpfen wir in die Rolle von Kirito, dem bekannten Protagonisten aus SAO. In der Opening-Sequenz wird sofort deutlich, dass wir uns in chaotische Zeiten stürzen. Unsere Freundin Yui wird vermisst und wir müssen im Verlauf der Suche gegen merkwürdige Gegner in Metallanzügen antreten. Inhaltlich dreht sich die Geschichte des Titels um diese Rettung und um die Bedrohung, die durch die Kollision der zwei Spielwelten entsteht. Nach kurzem Hin und Her stellen wir fest, dass wir einen gemeinsamen Feind haben, und schließen uns so mit den Charakteren aus Accel World zusammen, um Yui aus den Fängen des mysteriösen Wesens namens Persona Babel zu befreien. Obwohl der Titel vermuten lassen könnte, dass die beiden Universen hier gegeneinander kämpfen, ist dies also nicht der Fall, sie arbeiten zusammen gegen einen gemeinsamen Feind.

    Die Story des Spiels ist gut erzählt und lässt uns in Zwischensequenzen im Anime-Stil bis zum Ende der ca. 20 Stunden langen Kampagne mitfiebern. Fans der beiden Serien werden an gewissen Stellen sicherlich noch mehr Anspielungen und Eastereggs finden können, alle anderen sollte die Geschichte jedoch trotzdem unterhalten und nicht allzu sehr verwirren. Nach dem Durchspielen der Story gibt es noch ein zusätzliches Kapitel, das freigeschaltet wird und sich nicht hinter der Hauptgeschichte zu verstecken braucht. Ein New Game Plus Modus ist auch mit an Bord, sodass wir, wenn wir wollen, mit unseren aufgelevelten Charakteren in einen erneuten Spieldurchlauf starten können.

    Die Geschichte wird durch Haupt- und Nebenquests vorangetrieben, in denen wir Gegner besiegen, Gegenstände sammeln und Botengänge erledigen müssen. Diese sind meistens abwechslungsreich genug, erfinden das Rad aber auch nicht neu.
    Die Kämpfe laufen per Echtzeit Button-Mashing ab. Das Kampfsystem ist ähnlich wie in Sword Art Online: Lost Song. Während wir mit normalen Angriffen auf unsere Gegner einprügeln, gibt es Spezialfähigkeiten, die sich nach Cool-down aktivieren lassen. Durch gewonnene Erfahrungspunkte und neue Ausrüstung können wir unsere Charaktere stärken. Im Kampf können wir fließend zwischen unseren maximal drei Charakteren im Team wechseln, wen wir steuern wollen, so können wir an mehreren Fronten gleichzeitig kämpfen und Vorteile passend ausnutzen. Unsere Team-KI ist zwar ausreichend, steht in brenzligen Situationen aber meistens zu nah an den Gegnern und deren Angriffen, sodass eine Übernahme von uns sich oft nicht gänzlich vermeiden lässt.
    Sword Art Online Charaktere können sich am Boden und in der Luft fortbewegen, die Accel World Charaktere sind eher am Boden, haben jedoch die Fähigkeit extrem hohe Sprünge auszuführen.

    Was muss ich eigentlich tun … ?
    Durch die teilweise sehr verwirrende Karte des Spiels kam es bei meinem Spieldurchlauf oft vor, dass ich einige Minuten ziellos in der Gegend herumirrte, um herauszufinden, wo ich was als Nächstes zu tun habe. Dies war zwar kein Grund aus Frustration abzubrechen, kostete jedoch einiges an Nerven.

    Zusätzlich zum Singleplayer hat das Spiel einen kooperativen und kompetitiven Multiplayer mit an Bord. Hierbei gab es zum Testzeitpunkt genügend Spieler online, der kooperative Teil (gemeinsames Besiegen von Bossen mit bis zu 4 Spielern usw.) gefiel mir jedoch besser als die Spieler gegen Spieler Duelle.

    Grafisch sieht AW vs. SAO solide aus und läuft mit flüssigen 60 FPS auf der PS4. Die Texturen der Charaktere machen einiges her und passen gut zum Animestil. Die Umgebungstexturen hingegen sind mitunter matschig und es wird (ähnlich wie bei anderen Portierungen) deutlich, dass hier für die PS Vita Version Abstriche gemacht werden mussten. Der Sound(track) ist in Ordnung und unterstreicht das Abenteuer serientypisch passend, wächst über diesen Umstand aber auch nicht hinaus. Die Sprachausgabe des Titels ist genretypisch japanisch, jedoch haben wir deutsche Untertitel mit an Bord.

    Fazit

    Mit Accel World vs. Sword Art Online ist ein interessanter Genrehybrid erschienen, der Serienfans und Neulingen eine Menge Spaß durch hohen Spielumfang und eine interessante Geschichte beschert. Lediglich die teils matschigen Texturen und das verwirrende Kartendesign können zu Frustmomenten führen. Der Multiplayer ist eine nette Ergänzung zum Singleplayer, dass er langfristig aktiv gespielt werden wird, ist meiner Meinung nach aber eher zu bezweifeln.

    Wertung


    Pro

    • interessante, spannende Story
    • für Serienveteranen und Neulinge gleichermaßen geeignet
    • passendes Serien-Mashup
    • guter Umfang

    Contra

    • matschige Umgebungstexturen
    • verwirrendes Kartendesign

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 25.Jul.2017 1.463 x gelesen