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    Mit Agents of Mayhem (AoM) ist der neueste Titel der Saints Row-Macher erschienen. Kann das Open-World-Superhelden-Spektakel an den Erfolg von Saints Row anknüpfen?

    agents-of-mayhem-cover

    (c) Deep Silver
    seit 18.08.2017 im Handel
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    Agents of Saints Row?
    In Agents of Mayhem sind wir Teil des gleichnamigen Teams, einer Gruppierung von Superhelden, die gegen die feindliche Superschurkenfraktion namens Legion und deren Oberboss Dr. Babylon kämpfen. In unserer Mayhem Ark, einer Art fliegenden Basisstation, kreisen wir über Seoul. Dort gilt es in den knapp 30 Spielstunden des Titels die Machenschaften der Widersacher in einem Open-World-3rd-Person-Shooter zu vereiteln. Insgesamt stehen uns dafür 12 verschiedene Agents zur Verfügung die wir nach und nach durch das Spielen der Missionen freischalten. Jeder von diesen Agents hat seine eigenen Fähigkeiten und Spezialangriffe sowie Waffen.

    Vor Beginn einer Mission müssen wir uns ein Team aus drei Agents zusammenstellen, die dann in der Schlacht zwar zu jedem Zeitpunkt durchgewechselt werden können, sich aber allein auf dem Schlachtfeld tummeln. Durch die genannten Besonderheiten haben wir hier die Möglichkeit je nach Stärken und Schwächen auszuwählen, wen wir in die Schlacht schicken wollen. Nach dem erfolgreichen Absolvieren der Missionen erhalten wir Erfahrungspunkte, mit denen unsere Agents Level aufsteigen können und so neue Fertigkeiten, Waffen und Kostüme freischalten. Von diesem Upgrade- und Freischaltungssystem lebt AoM auch, denn die Missionsziele sind leider relativ eintönig (töte Summe X an Gegnern/Gegnerwellen, zerstöre drei von diesen Gegenständen usw.), sodass wir schon nach kurzer Spielzeit eigentlich alles gesehen und besiegt haben, was das Gegnerarsenal hergibt. Mit etwas Run and Gun Action und gut platzierten Schüssen werden wir jeder Situation Herr und laufen recht stumpf durch das Spielgeschehen. Das Trefferfeedback ist hierbei in Ordnung, aber in der Hektik einiger Gefechte dann doch teils schwammig. Die Endgegner, denen wir uns im Spielverlauf stellen, lassen sich ähnlich wie die generischen „normalen“ Gegner recht leicht besiegen und werden wohl den wenigsten Spielern lange im Gedächtnis bleiben.
    Zusätzlich zu den Hauptmissionen können wir inaktive Helden in unserer Basis auf Nebenmissionen schicken, die dann per Echtzeittimer ablaufen und uns zusätzliche Eroberungsmissionen mit zugehörigen Freischaltobjekten bescheren. Ein Multiplayer- oder Koop-Modus ist nicht mit an Bord.

    Was die Spielwelt anbelangt, enttäuscht AoM im Vergleich zu anderen Genrekonkurrenten wie GTA leider. Durch eine hohe Dichte an Personen und Geschehnissen wirkt die Spielwelt zwar lebendig, bietet aber abseits der Hauptmissionen nicht wirklich viel zum Erleben oder Erkunden.
    Fortbewegen tun wir uns entweder zu Fuß und per Dreifachsprung, können bei Bedarf aber auch ein Fahrzeug per Tastendruck rufen und in dieses per coolem Zeitlupenmove hereinspringen. Die Fahrphysik ist hierbei leider auch nur Durchschnitt.

    Die Story geht über klischeehafte Superhelden vs. Superschurken Erzählungen und den Humor nicht wirklich hinaus, wird aber durch sehr schön inszenierte Zeichentricksequenzen ansprechend präsentiert. Diese wirkt aufwendig produziert und passt sich dem 3D Grafiklook des Spiels sehr gut an. Der Humor des Spiels ist durchaus unterhaltsam und spaßig, wirkt an einigen Stellen jedoch stark überspitzt und teilweise kindisch. Wortspiele und Wortwitze funktionieren durch die englische Sprachausgabe im O-Ton gut, die deutschen Untertitel hingegen verwirren eher, als das sie helfen.

    Grafisch sieht Agents of Mayhem auf der PS4 Pro sehr ansehnlich aus. Die Farbeffekte und der allgemeine comichafte Look passen gut zum flippigen Gamedesign und dem überspitzten Humor. Die Framerate läuft dynamisch zwischen 30 und 60 FPS, je nachdem wie viel sich gerade auf dem Bildschirm abspielt. Der Soundtrack sowie die Soundeffekte sind passend, aber stechen nicht besonders hervor. Die Steuerung ist recht schnell gelernt und sollte jedem der schon einmal ein Open-World Spiel a la GTA gespielt hat keinerlei Probleme bereiten.

    Fazit

    Mit Agents of Mayhem ist ein ordentliches Open-World Spiel rund um den Kampf von Superhelden vs. Superschurken erschienen. Freunde des überspitzten Humors a la Saints Row werden durchaus unterhalten werden und ihren Spaß mit dem Titel haben. Wer mit dem Humor nicht viel anfangen kann und wert auf ein abwechlsungsreiches Gameplay legt, ist mit anderen Titeln aber besser beraten.

    Wertung


    Pro

    • schicker Zeichentrick und Comic Look
    • Grafik und Farbeffekte gelungen
    • große Auswahl an Charakteren und Fähigkeiten
    • überspitzter Humor...

    Contra

    • ... der manchmal aber über das Ziel hinausschießt
    • repetitives Spieldesign
    • Bosse sehr einfach
    • Gegner recht generisch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 23.Aug.2017 1.035 x gelesen