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    Mit Aven Colony bringen die Entwickler von Mothership Entertainment ein Aufbau-Strategie Titel im Sci-Fi Setting. Weiß die Kolonisierung von fremden Planeten im Stil von Cities Skylines zu unterhalten, oder bleibt sie im Schatten des Vorbildes zurück? Und geht das ganze auch auf der Konsole gut von der Hand?

    aven-colony-cover

    (c) Team 17
    seit 25.07.2017 im Handel erhältlich
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    Schöne neue Welt
    In Aven Colony starten wir als Gouverneur einer neuen Kolonie auf einem fremden Planeten namens Aven Prime direkt ins Tutorial. Unser Ziel ist es, eine funktionsfähige Basis aufzubauen und neuen Raum zu erschließen. Damit dies gelingt, müssen wir uns um grundlegende Dinge wie Wasser, Essen, Rohstoffe, die Industrie, das Gesundheitswesen, Unterhaltungsmöglichkeiten, Wohnhäuser, Erkundung und die Zufriedenheit unserer Kolonisten kümmern. Was sich auf den ersten Blick nach sehr viel Arbeit anhört, geht nach einiger Zeit der Eingewöhnung sehr gut von der Hand und stellt für erfahrene Spieler kein Problem dar. Sämtliche Spielfunktionen werden uns in einem angenehmen Tempo vom Spiel erklärt. Insgesamt kommen so 40 Gebäude (plus Ausbaustufen) in insgesamt 13 Hauptkategorien zusammen.
    Optisch und inhaltlich könnte Aven Colony auch ein Weltraum Spin-off von Cities Skylines sein, die Ähnlichkeiten lassen sich nicht leugnen, durch das Sci-Fi Setting fühlte sich das Spiel jedoch trotzdem frisch und nicht wie ein Abziehbild an. Die Anordnung der Basis durch Verbindungstunnel, charakteristische Flugschiffe, Weltraumkatastrophen (Seuchensporen, Blitzgewitter) und Aliens die uns attackieren erschaffen allesamt ein sehr authentisches Sci-Fi-Setting, welches sich passend in das bekannte Aufbau-Strategie-Grundgerüst einfügt. Ähnlich wie bei Anno oder anderen Aufbau-Strategie Titeln müssen wir schauen, dass alle vorhandenen Komponenten wie Stromleitungen miteinander per Tunnel verbunden sind, damit unsere Kolonie auch komplett Strom erhält. Gibt es am anderen Ende der Karte Arbeit, bedeutet dies zudem nicht, dass unsere Bewohner motiviert sind, dort zu schuften, erst durch gebaute Unterhaltungsmöglichkeiten und möglichst kurze Arbeitswege lassen sie sich überreden. Ohne die Verbindungstunnel geht in Aven Colony gar nichts, denn: Auf der Oberfläche der Planeten gibt es keinen Sauerstoff, sodass unsere Kolonisten auf die gebauten Wege angewiesen sind.

    In den insgesamt 11 Kapiteln der Einzelspielerkampagne können wir Missionen mit Zielen wie „Erreiche eine Einwohnerzahl von X Personen“ oder „Sammle X von diesen Rohstoffen“ erfüllen. Die Missionen sind selten sehr komplex oder prall gefüllt mit Story, jedoch untermalen sie das stetige Aufbauen und Erweitern unserer Basis motivierend. Alternativ zur Einzelspielerkampagne haben wir die Möglichkeit, uns in einem Sandboxmodus auf den insgesamt 9 Karten auszutoben und die Funktionen des Spiels im Endlosspiel auszuprobieren und unsere Basis zu maximieren und effizienter gestalten, dank einstellbarem Schwierigkeitsgrad ist so für Langzeitspielspaß gesorgt.

    Chaos im Weltraum?
    Um den Überblick nicht zu verlieren, können wir per Filter diverse Informationen über unsere Kolonie einblenden lassen (Glücklichkeit der Kolonisten, Stromversorgung etc.) so haben wir schnell einen Überblick, an welcher Baustelle noch etwas gearbeitet werden sollte.

    Die Steuerung von Aven Colony geht auf der Konsole durch ein Kreismenü, welches in sehr ähnlicher Form auch von Cities Skylines genutzt wird, gut von der Hand. Per Cursor bewegen wir uns über die Karte und wählen so Gebäude und Einheiten aus. Anfangs fühlt sich das Menü noch sehr vollgepackt an, wer sich jedoch auf das Tutorial einlässt, wird keine Probleme haben alle Funktionen zügig zu finden.

    Grafisch sieht Aven Colony auf der Xbox One sehr gut aus. Die Texturen sind knackig scharf, was das Geschehen und hereinzoomen angeht, gibt es jedoch leider nicht so viel zu sehen wie bei einem Cities Skylines oder einem Anno. Die Framerate liegt auf der Konsole bei lediglich 30 FPS, die aber für ein Aufbau-Strategie Spiel vollkommen ausreichend sind. Der Soundtrack ist angenehm aber auch nichts Besonderes, zumindest lässt er sich auch noch nach einigen Stunden im Spiel gut anhören, ohne nervig zu werden.

    Fazit

    Mit Aven Colony ist ein Aufbau-Strategie Titel mit einem ordentlichen Umfang erschienen, der durch sein SF-Setting besonders auf den Konsolen einen weiteren unterhaltsamen Genrevertreter darstellt. Wer über eine gewisse Eingewöhnungszeit und geringere Details an Bewohnern und Gebäuden hinwegsehen kann, wird mit dem Kerngameplay und der Suchtspirale des Aufbaus eine Menge Spaß haben.

    Wertung


    Pro

    • guter Umfang
    • verständliche Tutorials
    • spannendes Setting

    Contra

    • Zoomdetails teilweise sehr gering
    • recht lange Eingewöhnungszeit

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 7.Aug.2017 1.764 x gelesen