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    Batman war schon immer einer der beliebtesten Superhelden, bis zu „Arkham Asylum“ waren seine Gehversuche in Videospielen allerdings meist wenig erfreulicher Natur. Mit diesem Spiel aber gelang den Rocksteady Studios der große Wurf, der mit dem Nachfolger „Arkham City“ nochmals verfeinert wurde. Nun legte Warner Bros. ein Prequel nach, das zeitlich vor den ersten beiden Spielen angesiedelt ist, diesmal aber von einem anderen Entwickler. Ist der nachgereichte Auftakt „Arkham Origins“ genauso gelungen wie die Vorgänger?

    50 Mio für Batmans Kopf
    Batman hat es nicht leicht. Er ist noch nicht lange als einsamer Rächer in Gotham unterwegs, die Polizei insgesamt und selbst Captain Gordon betrachten ihn noch als Feind. Auch unter den Unterweltgrößen hat er sich bereits mächtige Feinde geschaffen und Black Mask ruft nun ein Kopfgeld von 50 Mio $ für den Killer aus, der Batman tötet – und das ausgerechnet an Weihnachten. Zahlreiche Killer folgen dem Aufruf, doch Batman hat auch noch ganze andere Probleme.

    Die Grundidee lässt eine banale Geschichte befürchten. Acht Gegner umhauen, am Ende Black Mask und das war es dann? Mitnichten. Die Entwickler haben sich eine verwickelte Geschichte ausgedacht, in deren Verlauf Batman diverse Leute kennenlernt, die für seine weitere Karriere von Bedeutung sind und in der die Killer eigentlich nur für das Überraschungsmoment sorgen. So taucht immer mal wieder einer auf, um seinen Auftrag zu erfüllen, wenn Batman gerade eine ganz andere Baustelle bearbeitet.

    Neben den Killern, zu denen u.a. auch Bane, Dauergast in allen Arkham-Titeln, zählt, gibt es auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten wie dem Pinguin oder auch dem Joker, dem Batman hier zum ersten Mal begegnet. Neben der Hauptgeschichte, in der Black Mask nicht allein die Fäden zieht, wie sich bald herausstellt, gibt es außerdem noch diverse Nebenziele zu erfüllen. Allen voran sind da natürlich wieder die diversen Rätsel vom Riddler (der hier noch Enigma heißt) zu nennen, die den Spieler auf Trab halten. Der Hutmacher sorgt außerdem für den obligatorischen Ausflug ins Psychedelische.

    Größer, weiter, öder
    Arkham City bot schon eine große Spielwelt, diesmal haben wir es mit ganz Gotham zu tun, geteilt in zwei Teile, die nur über eine Brücke verbunden sind. Das führt natürlich zu recht langen Wegen, denen die Macher mit einer Schnellreisefunktion begegnen. Man kann jederzeit den Batwing rufen und sich an einem Absetzpunkt in einem anderen Bezirk absetzen lassen (vorausgesetzt, man hat vorher den entsprechenden Funkturm repariert).

    In Arkham City war der Stadtteil, den wir bereisten, ein Gefängnis und es gab deshalb keine Zivilisten. Diesmal ist es eine Ausgangssperre, wegen der nur die üblichen Gruppen von Verbrechern überall herumlungern. Aber je größer das Areal, desto mehr fällt eben die Leblosigkeit der Umgebung auf. Auch wenn die Stadt architektonisch nett gestaltet ist, kann man dem großen Spielplatz eine gewisse Ödnis nicht absprechen.

    In Sachen Gameplay gibt es ein paar neue Gadgets, ansonsten ist es das gewohnte Prinzip aus sich wiederholenden Mobster-Prügeleien im FreeFlow-System, Stealth-Arenen, anspruchsvollen Bosskämpfen, Stadtetouren mit dem Batman-Haken und kleinen Rätseleinlagen. Die Detektivsicht hilft dabei, auch wenn sie manchmal durch Störsender unterbrochen wird. Das ist auch gut so, denn man ertappt sich dabei, eigentlich dauernd diese Sicht zu nutzen, um bloß nicht ein Enigma-Versteck zu verpassen.

    Grafisch ist das Spiel gewohnt gut, diversen Bugs, die bei Verkaufsstart noch nervten, ist Warner mit mittlerweile drei Patches zu Leibe gerückt, sodass man (zumindest auf der PS3) problemlos spielen kann. Wir Deutschen bekommen wieder die gewohnten Stimmen geboten (u.a. Batman und Alfred aus der Dark Knight Trilogie).
    Neben dem Story-Modus gibt es noch einen Online-Multiplayer, in dem sich drei Parteien (zwei verfeindete Verbrecher und ihre Anhänger sowie Batman & Robin) einen Schlagabtausch liefern. Ein netter Zeitvertreib für Zwischendurch.

    Fazit

    Auch in seinem dritten Abenteuer gibt Batman einem wieder das Gefühl, eine coole Sau zu sein. Es macht nach wie vor Spaß, über die Dächer der (leider ziemlich öden) Stadt zu klettern, sich an Gegner anzuschleichen oder sie mit dem FreeFlow-System stylisch zu vermöbeln. Die zu Beginn etwas fade wirkende Geschichte nimmt schnell Fahrt auf und mündet in einem furiosen Finale. Andererseits muss man allerdings attestieren, dass den Entwicklern wenig Neues eingefallen ist. Gotham noch größer zu machen bringt das Spielerlebnis kaum weiter, die Gameplay-Elemente sind zu 95% bekannt, einen Innovationspreis gewinnt man so nicht. Wer also nach den ersten beiden Titeln mehr vom Gleichen sucht, der wird hier fündig und seinen Spaß haben. Wer sich aber wirklich neue Ideen erhofft, wird (abseits des Multiplayer-Modus) wohl eher enttäuscht.

    Wertung


    Pro

    • gute Geschichte
    • gewohntes Superhelden-Feeling
    • netter Multiplayer-Modus

    Contra

    • Stadt wirkt öde
    • Mobster-Prügeleien auf Dauer langweilig
    • kaum neue Ideen

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Jörg Benne 6.Nov.2013 2.816 x gelesen

    Batman: Arkham Origins
    Publisher Warner Bros. Interactive
    Hersteller Warner Bros. Interactive
    Genre Action-Adventure
    Altersfreigabeab 16 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    Wii U08.11.2013 Kaufen
    PS325.10.2013 Kaufen
    X36025.10.2013 Kaufen
    PC25.10.2013 Kaufen
     

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