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    Nach der Veröffentlichung von Episode fünf ist nun auch die zweite Season von Telltales Batman-Adventure komplett, in der unseren Fledermausmann einige harte Entscheidungen und bittere Momente erwarten.

    (c) Telltale Games
    seit 27.03.2018 komplett verfügbar
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    Gotham in Gefahr
    Bruce Wayne ist rehabilitiert, nachdem er in Season 1 unangenehme Familiengeheimnisse aufgedeckt hat und ins Visier der Justiz geriet (siehe Rezension). Allerdings wird sein Leben nun keineswegs leichter. Die Story beginnt einige Monate nach den damaligen Geschehnissen und lässt den Helden unter anderem auf eine geheimnisvolle Regierungsorganisation, schlicht „Agency“ genannt, sowie eine Vereinigung von Schurken („The Pact“) treffen. Erstere ist unter Leitung der skrupellosen Amanda Waller nicht zuletzt dem Riddler auf den Fersen und zwingt Bruce mehr oder weniger dazu, verdeckt in zweiterer zu ermitteln. Er muss seine Freundschaft zum unberechenbaren „John Doe“ nutzen, um sich in die Gesellschaft der Bösewichte rund um Harley Quinn einzuschleichen. Nicht nur einmal droht dabei sein Doppelleben als Milliardär und dunkler Ritter aufzufliegen.

    Das Gameplay besteht aus der vom Hersteller gewohnten Mischung: Quick Time Events mit dem Drücken angezeigter Stick-Richtungen und Buttons fordern, wenn auch nicht übermäßig, die Reflexe des Spielers, um etwa bei Verfolgungsjagden die Nase vorn zu haben oder Fieslingen eins aufs Maul zu geben. Auch bei actionreichen Szenen wirkt das Geschehen subjektiv nicht mehr so „ruckelig“ wie frühere Telltale-Games und auch die erste Staffel. Wobei ich inzwischen auf der Xbox One X unterwegs bin – vielleicht liegt es also auch daran.
    Kleine Rätsel (schon dank Beteiligung des Riddlers) wie das Absuchen von Schauplätzen und die Zuordnung von Objekten wurden eingestreut. Und dann gibt es vor allem jede Menge Dialoge sowie die damit verbundenen Entscheidungen, durch die mal bloß die aktuelle Antwort, mal aber auch spätere Reaktionen und die Beziehung zu Nebencharakteren beeinflusst werden.

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    Schicksalhaftes Wiedersehen...

    Making of the Joker
    Die Geschichte und eben auch die Entscheidungen sind erneut das Highlight des Spiels. The Enemy Within zeigt sich hier sogar noch eine Ecke düsterer als die auch schon dunkle erste Staffel. Einige Todesopfer sind zu beklagen und der Dark Knight muss teilweise alles andere als ritterlich agieren, es bleibt ihm manchmal nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Kein schönes Gefühl, Freunde zu hintergehen, auch wenn es welche von der gemeingefährlichen Sorte sind…
    Überhaupt fasziniert die Beziehung zwischen Bruce und dem zwar irren, aber doch irgendwie sympathischen John, der scheinbar unweigerlich seinem späteren Ich als Erzfeind Joker immer näher kommt. Interessanterweise verzweigt sich in der letzten Episode Johns Werdegang zu zwei möglichen Varianten…

    Wie schon beim letzten Mal erhält man am Ende (neben der üblichen Auflistung der zentralen Entscheidungen samt Vergleich mit der Community) Informationen dazu wie sich Batmans/Bruces Verhältnis zu wichtigen Figuren wie Catwoman oder Jim Gordon entwickelt hat und welche Aktionen dafür verantworlich waren. Ich bin gespannt, ob sich davon dann auch etwas in einer drittel Staffel, die hier bereits angedeutet wird, wiederfindet.

    Fazit

    Season 2 des Batman-Adventures glänzt mit einer spannenden, düsteren Story und starker Atmosphäre, nicht zuletzt durch die Interaktion mit dem zunehmend gefährlichen „John Doe“. Überhaupt wird der Hauptcharakter vor einige schwierige Entscheidungen gestellt und zeigt sich teilweise nicht unbedingt von der strahlenden Helden-Seite. Wie schon bei Season 1 ist die Geschichte auch für Leute wie mich interessant, die keine absoluten Batman-Fans sind. Toleranz für das Gameplay der Telltale-Spiele sollte man allerdings mitbringen, denn in diesem Bereich bleibt auch die aktuelle Staffel ihren etwas eingeschränkten Wurzeln treu.

    Wertung


    Pro

    • spannende Story und düstere Atmosphäre
    • interessante Charakterentwicklungen
    • Entscheidungsmöglichkeiten
    • passender Comic-Look
    • sehr gute Sprachausgabe

    Contra

    • simples Gameplay ohne Herausforderungen
    • eher geringe Spieldauer

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Fantasy, Science-Fiction, Spiele
    von Christina Schmitt 16.Apr.2018 244 x gelesen