• Werbung

  •  
    Anmelden

    Mit Berserk and the Band of the Hawk (kurz BATBOTH) bringen die Entwickler von Omega–Force ein weiteres Spiel im Stil der bekannten Warriors-Reihe. BATBOTH basiert, wie der Name es vermuten lässt, auf dem bekannten Manga und dessen Anime-Ableger Berserk, welches durch sein brutales Setting eine vermeintliche Glanzvorlage bietet. Ob diese Erwartungen erfüllt wurden oder ob das Spiel eher enttäuscht haben wir uns einmal genauer angeschaut.

    berserk-cover

    (c) Koei Tecmo
    seit 24.02.2017 im Handel
    Bei Amazon bestellen

    „Blut fordert Blut“
    In BATBOTH erleben wir die Geschichte des Kriegers Guts, der sich als erbarmungsloser Söldner einen Namen in den ewig währenden Kriegen gemacht hat. Die Story spielt zurzeit des „Golden Age Arc“ des Animes. Inhaltlich fängt das Spiel langsam an und lässt uns in einem ersten Kampf die simple Mechanik des Gameplays erlernen. Kurz darauf begegnen wir Griffith, dem Anführer einer Vereinigung von Söldnern, die sich Band of the Hawk nennt. Nachdem Guts in einem Duell gegen Griffith verliert, fordert dieser nicht seinen Tod, sondern dass Guts ab sofort in seine Dienste tritt und mit seiner Bande in die Schlacht zieht. Gemeinsam stellen wir uns neuen Gefahren und Kriegen sowie den inneren Dämonen von Guts. Zusätzlich zu Guts haben wir im Laufe des Spieles die Möglichkeit aus mehreren Helden zu wählen, darunter auch Griffith und die verbündete Kriegerin Casca.

    BATBOTH kommt im bekannten Gewand der Warriors-Reihe daher: Mit leichten und starken Angriffen metzeln wir uns durch Horden von feindlichen Soldaten und führen nach einer gewissen Kombolänge vernichtende Flächenangriffe aus, die Dutzende Gegner auf einmal zu roter Masse werden lassen. Zu Beginn des Abenteuers war ich erst skeptisch, ob das Spiel mit dieser bekannten, simplen Mechanik langfristig unterhalten und motivieren kann. Im Bereich der Story liegen jedoch die klaren Stärken von BATBOTH. In Form von kurzen Dialogen und teils langen Ausschnitten aus dem Original-Anime wird uns eine interessante Geschichte rund um Guts und seine Veränderung vom plumpen Söldner zum nachdenklicheren Krieger geboten, sodass BATBOTH meiner Meinung nach eine der bisher besten Inszenierungen und Grundgeschichten unter den Warriors-Spielen bietet.

    Die rund 50 Missionen des Storymodus bieten jeweils eine ungefähre Spieldauer von 10–15 Minuten und ergeben somit eine Spielzeit von ca. 6 – 8 Stunden. Nach den Missionen erhalten wir Ausrüstung in Form von Ringen und Amuletten usw., welche wir anlegen, verbessern und verkaufen können. Zusätzliche Ausrüstung lässt sich in einem Shop kaufen. Die Waffen der Helden lassen sich jedoch in keinster Weise verändern und bleiben über das gesamte Abenteuer hin gleich, dies ist vermutlich der strikten Anime-Vorlage geschuldet. Auch optisch verändern sich unsere Charaktere durch die Ausrüstung nicht, lediglich komplette Outfits lassen sich freispielen (oder zu horrenden Echtgeldpreisen käuflich erwerben) um unserem Helden einen neuen Look zu verpassen.

    Zusätzlich zum Storymodus bietet uns BATBOTH einen Endlosmodus, der jedoch schnell langweilig wird. Da es bis auf das Besiegen der Gegner und das Überleben kein konkretes Ziel gibt, stellt sich während der immerhin 100 Wellen von Gegnern schnell die ewige Routine ein. An Bord ist zudem noch der freie Modus, in dem wir die Missionen aus der Story mit allen freigespielten Charakteren spielen können, neue Erkenntnisse oder Inhalte gibt es hierbei logischerweise aber auch nicht.

    Die Sprachausgabe des Spiels ist genretypisch komplett auf Japanisch, Untertitel finden wir nur in englischer Sprache vor. Die Dialoge sind zwar vom Sprachverständnis her nicht wirklich anspruchsvoll, in Anbetracht des Vollpreises wären deutsche Untertitel jedoch schöner gewesen.

    BABOTH bietet zwar eine ansehnliche Grafik und gute Blut- und Gore-Effekte, schafft aber auf der PS4 nur konstante 30 FPS, da wäre mehr drin gewesen. Die allgemeine Grafik bleibt dem Stil des Animes durchgehend treu, Fans der Serie werden viele bekannte Elemente finden und die ansonsten recht ansehnlichen Umgebungen durchaus wiedererkennen. Abgesehen von der Framerate-Limitierung kann sich BATBOTH also durchaus sehen lassen und wirkt für das Genre zeitgemäß und übersetzt die tolle Zeichenart der Serie passend in den Cell-Shade-Look.

    Fazit

    Freunde der Warriors-Reihe bekommen hier zwar altbekanntes Gameplay, dafür aber eine wirklich fesselnde und gut präsentierte Story. Auch Fans des Animes dürften mit der Umsetzung zufrieden sein. Wer keiner der beiden Gruppen angehört, findet auf dem Hack&Slay-Markt aber abwechslungsreichere Konkurrenten.

    Wertung


    Pro

    • interessante Story mit viel Animematerial
    • hübsche Cell-Shade Grafik mit guten Bluteffekten
    • solides Gameplay ...

    Contra

    • ... welches jedoch stets simpel bleibt
    • lediglich 30 FPS (PS4)
    • bis auf den Storymodus uninteressant
    • trotz Vollpreis keinerlei deutsche Lokalisierung
    • Echtgeldpreise für Outfits zu hoch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema , , ,

    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 6.Mrz.2017 616 x gelesen