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    Menschen haben seltsame Neigungen: Einige betrügen, um an ihre Ziele zu kommen, andere bleiben morgens einfach im Bett und wieder andere mögen es nicht, wenn Eintrittskarten geknickt wurden. Ein ganz spezieller Menschenschlag ist aber der, der „Dark Souls“ liebt, denn er zählt zu der Sorte Hardcore-Gamer, die auch noch ein hohes Maß an Frusttoleranz haben. Dass der von From Software entwickelte zweite Teil, der überraschenderweise Dark Souls 2 heißt, ebenfalls ein hohes Maß von Contenance erfordert, versteht sich für Fans von selbst. Alle anderen dürfte der ewige Wechsel von Ableben und Neubeginn abschrecken – Fans von Dark Souls sind eben anders.

    Erst moderat, dann aber heftig

    Die Geschichte hinter dem Spiel ist wie schon im ersten Teil mysteriös-nebulös – wer wenig zeigt, sagt mehr. Ein Fluch sorgt dafür, dass unser Held seiner Menschlichkeit beraubt immer auf dem Weg zwischen Leben und Tod ist und sich nun auf eine lange Reise begeben muss. Im Originalton heißt es: »Ihr werdet eure Seelen verlieren – immer und immer wieder.« Im Klartext: Sterben, wieder anfangen, sterben und so weiter. Das ist es, was schon den Vorgänger ausmachte, der Nachfolger steht diesem Prinzip in nichts nach.

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    Die Welt ist mal wieder düster - Zeit für Darks Souls 2


    Allerdings gibt es ein für Veteranen fast schon zu leichtes Tutorial, das jedoch Anfänger hervorragend in die Steuerung und das Gameplay einführt. Nachdem wir uns für eine der Charakterklassen entschieden haben, geht es auch schon los: Gegner warten auf uns und wollen kämpfen. Und sie tun das gut, denn das Kampfsystem ist hart, aber verdammt fair, niemals ungerecht, aber unbarmherzig. Fehler werden nicht verziehen und selbst schwächere Gegner können fatale Treffer landen, wenn wir die Deckung vernachlässigen – von den Bossen und größeren Feinden mal ganz abgesehen, wo wir darauf warten müssen, eine Lücke in der Deckung zu finden, um dann gezielt zuzuschlagen. Nach dem Tutorial zieht der Schwierigkeitsgrad auch sofort massiv an – schön für den, der herausfordernde Kämpfe liebt.

    Nah oder fern, wie hätten Sie es denn gern?

    Nun ist nicht jeder Mensch gleich, die Recken in Dark Souls 2 auch nicht. Wir können unterschiedlich an die Kämpfe herangehen, uns als Nahkämpfer spezialisieren oder auch als Magier oder als Bogenschütze unsere Fähigkeiten verbessern. Als Zauberer dürfen wir jetzt auch Verhexungen anwenden, eine nette Erweiterung der Fähigkeiten. Außerdem wurde die Steuerung etwas verfeinert, sodass der Kämpfer bei seinen Spezialattacken nun nicht mehr unverwundbar ist, sondern jetzt genau abpassen muss, wann es Zeit für einen solchen Angriff ist. Auch gelingt es jetzt nicht mehr so leicht, dem Gegner in den Rücken zu fallen. Doch es gilt eben immer: Der richtige Umgang mit dem Controller ersetzt eine Vielzahl von guten Waffen. Es wird freilich einfacher, wenn wir mit einem legendären Bogen oder einem mächtigen Schwert in den Kampf ziehen, aber leicht wird es niemals.

    Moment, wo sind die jetzt alle hin?

    Die Atmosphäre, die das Spiel kreiert, ist wieder einmal beeindruckend und alte Hasen werden sich eventuell an die quälende Stille in Dungeon Master erinnern, die plötzlich von schlurfenden Schritten unterbrochen wurde und man dann bereits ahnte: Da kommt was Großes! So ähnlich sieht es bei DS2 auch aus, es macht einfach Spaß, sich durch die Gänge, Hallen und Labyrinthe zu bewegen, vorsichtig um Ecken zu lugen und die Umgebung genau zu inspizieren, weil hinter jedem und allem eine Falle oder ein Gegner lauern kann. Und meistens ist das auch der Fall. So geschieht unausweichlich das, was immer passiert: Der Held stirbt und wird wiederbelebt. Allerdings lässt jetzt jeder Tod auch die Lebensenergie sinken, was bis zu einer Reduzierung von 50 Prozent geht. Und dann sind alle Gegner plötzlich weg. Also alle Gegner, die man zuvor gemetzelt hatte, ehe man sich dem Boss in das Schwert warf. Für Neulinge ganz normal, für Spieler des ersten Teils eher so ein »Huch«-Moment, zumal jetzt das Farmen und Aufleveln erschwert wird.
    Leider hat der Titel auch optisch einige Aussetzer, auch wenn die Bildrate nicht mehr ganz so stark einbricht wie noch beim Vorgänger. Außerdem hakt der Held an einigen Stellen, weil es hier und da mit den Leitern nicht so ganz sauber klappt. Aber das sind Kleinigkeit, die das Grundgefühl von Dark Souls nicht trüben, denn unterm Strich wird für Hardcore-Gamer wieder hervorragende Kost geboten.

    Fazit

    Ich habe mal bei FIFA 14 mit dem FC St. Pauli den FC Barcelona besiegt. Auf dem Legenden-Level. Aber das ist Kinderkram gegen das Gefühl, das Dark Souls liefert, wenn man nach langem zähen Kampf einen Boss besiegt hat. Jetzt gilt nur eine Sache: nicht größenwahnsinnig werden! Das Spiel ist wieder einmal eine Herausforderung und es ist ein Gradmesser in Sachen Leidensdruck: Erträgt man es, zum 14. Mal am selben Gegner zu scheitern? Wer das Spielen als Aufgabe und nicht als Zeitvertreib sieht, der ist hier genau richtig. Alle anderen Spiele sind nämlich was für Casual-Gamer.

    Wertung


    Pro

    • Großartiges Kampfsystem
    • mysteriöse Fantasy-Geschichte
    • umfangreiche Charakterentwicklung
    • gute Animationen im Kampf
    • erstklassige Atmosphäre
    • Verdammt hart, verdammt fair

    Contra

    • Gegner verschwinden
    • Grafisch nicht einwandfrei

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Armin Sengbusch 13.Apr.2014 4.124 x gelesen

    Dark Souls 2
    Publisher Namco
    Hersteller From Software
    Genre Action-Rollenspiel
    Altersfreigabeab 16 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    PC25.04.2014 Kaufen
    X36014.03.2014 Kaufen
    PS314.03.2014 Kaufen
     

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