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    Mit Dragonball FighterZ bringen die erfolgreichen Beat em Up Entwickler Arc System Works (BlazBlue, Guilty Gear usw.) einen neuen Fighter-Ableger des beliebten Animes heraus. Ob die Kombination aus Welthit und Beat ‘em up Veteranen überzeugen kann?

    (c) Bandai Namco
    Systeme: PS4, XOne
    ab 26.01.2018 im Handel
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    Kämpfen, kämpfen, kämpfen
    Dragonball FighterZ bietet uns einige Modi (Story, Multiplayer, Arcade), um uns mit den insgesamt 24 Charakteren zu messen. Hierunter der Story-Modus, der uns in das Kampfsystem und die Grundgeschichte des Titels einführt. Überall auf der Erde sind Klone aufgetaucht, die die Menschheit terrorisieren und Städte verwüsten. Die bekannten Kämpfer der DBZ-Reihe müssen sich also ihren Ebenbildern entgegenstellen, die durch einen lila/schwarzen Teint auffallen. Was zuerst einmal plump klingt, wird durch sehr ansehnliche Anime-Sequenzen in Spielgrafik interessant vermittelt und durch wahlweise englische oder japanische Sprachausgabe passend untermalt. Die bekannten Anime-Sprites sind sowohl in den Zwischensequenzen als auch in der normalen Spielgrafik passend eingearbeitet und wirken durch den Cellshade-Look wie nahtlos hereingezeichnet. Dragonball-Fans wird hierbei das Herz aufgehen, da die Darstellung der Animationen und Charaktere fast 1:1 an die Animevorlage herankommt.
    Vor jedem Kampf gibt es zusätzlich noch witzige Dialoge zwischen den Charakteren. Störend hierbei: JEDER Dialogabschnitt muss manuell weitergedrückt werden, egal ob vertont oder nicht. Dadurch fühlte sich das Animeerlebnis teilweise sehr schleppend an.
    Wir als Spieler nehmen die Rolle einer wandelnden Seele ein und schlüpfen so jeweils in die Rolle einer der bekannten Kämpfer, zu Beginn ist dies Son-Goku. Auf verschiedenen Brettspiel-artigen Karten bewegen wir uns fort und können wahlweise direkt Richtung Endgegner gehen, oder über Umwege noch zusätzliche Erfahrungspunkte und Geld zum Ausgeben erhalten, sowie neue Mitstreiter rekrutieren. Die Story weiß über die knapp 10-12 Stunden lange Kampagne zu unterhalten, wird jedoch nach einiger Zeit vorhersehbar.

    In der Lobby können wir mit anderen Spielern interagieren und sie zu Kämpfen herausfordern. So kommen wir auch schon zum Multiplayer-Modus, der durch den recht komplizierten Aufbau (Freunde müssen auf dem gleichen Server sein, Spiel erstellen, Passcode eingeben usw.) nicht sehr eingängig ist, funktionierte zu 80% jedoch nahtlos und verzögerungsfrei.
    Der Arcademodus bietet uns zusätzlich zu den anderen beiden Modi einen Prügelmodus. Interessant ist hierbei jedoch, dass je nachdem wie gut wir kämpfen, das Spiel automatisch einen anderen Pfad für uns wählt, wodurch wir auf andere (meist stärkere) Gegner treffen. So bleibt die Motivation stets erhalten.

    Das Kernelement des Titels sind jedoch selbstverständlich die Kämpfe. Diese laufen immer nach einem 3v3-Tag-Team Verfahren ab. Ist einer unserer Kämpfer besiegt, können wir mit den verbleibenden Charakteren weiterkämpfen, es besteht jedoch auch die Möglichkeit, jederzeit nahtlos zwischen den Kämpfern hin und her zu wechseln. Diese Dynamik sorgt für Abwechslung und stets spannende Kämpfe. Die Steuerung ist einfach zu lernen und sehr eingängig. Um Spaß mit dem Titel zu haben, bedarf es keinerlei Vorerfahrungen mit Beat ‘em Up-Spielen. Mit wenig Aufwand bekommen wir auch mit zwei linken Händen coole Effekte und Explosionen zu sehen, ganz nach dem Motto „Easy to learn, hard to master“. So bietet Dragonball FighterZ Einsteigern und Profis gleichermaßen Spielspaß. Die charakteristischen Angriffe der Animecharaktere (Kamehameha, Genkidama usw.) sind natürlich alle mit an Bord und lassen sich durch einfache Tastenkombos ausführen.

    Der Schwierigkeitsgrad der Kämpfe steigt stetig an und bleibt so fordernd, ist aber niemals unfair. Das Problem mit der sehr einfachen Steuerung ist jedoch, dass Online- oder Lokalgegner dazu neigen, immer wieder dieselben Angriffe auszuführen (Move-Spam) und es dadurch zu langweiligen, unfairen Kämpfen kommen kann, da wir uns dann nicht oder nur wenig wehren können.

    Die Grafik des Spiels besticht mit konstanten 60 FPS und einem hohen Detailgrad. Was den Soundtrack angeht, werden sich Fans des Animes erneut zu Hause fühlen, auch die Sprachausgabe wirkte immer passend.

    Fazit

    Mit Dragonball FighterZ haben Arc System Works erneut gezeigt, dass sie das Genre verstehen. Der Titel ist sowohl für hartgesottene Dragonball-Fans, als auch für interessierte Beat em Up-Freunde gleichermaßen geeignet und spaßig. Wer nur ansatzweise etwas mit dem Anime oder dem Genre verbindet, kann bedenkenlos zugreifen und wird viele effektreiche, unterhaltsame Stunden mit dem Titel verbringen. Lediglich einige Kleinigkeiten wie das Wegdrücken der Dialoge oder Abbrüche beim Multiplayer stören das sonst makellose Bild.

    Wertung


    Pro

    • einsteigerfreundliche Steuerung
    • sehr nah an der Animevorlage
    • umfangreiche Spielmodi
    • interessanter Storymodus

    Contra

    • Multiplayerverbindung teilweise instabil
    • Move-Spam ist möglich

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 6.Feb.2018 1.003 x gelesen