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    Mit Dystoria erwartet uns ein Scifi Platformer/Shooter Hybrid im Retrogewand. Ob die Entwickler von Tri-Coastal Games es schaffen ein 80er Jahre Arcadefeeling beim Spieler aufkommen zu lassen oder ob ihr das Spiel getrost ignorieren könnt, erfahrt ihr bei uns im Test.

    dystoria-cover

    (c) Tri-Coastal Games
    seit 21.02.2017 zum Download
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    Schöne alte Welt
    Zu Beginn des Spiels schauen wir uns klassisch eine Introsequenz an, in der wir als ahnungsloser Fußgänger einen hellen grünen Lichtstrahl hinter einem Gebäude sehen und dessen Ursprung auf den Grund gehen. Ganz im Stil der 80er Jahre finden wir hinter dem Haus einen Arcadeautomaten vor, auf dem ein Spiel namens „Dystoria“ läuft. Noch bevor wir uns das Geschehen weiter anschauen können, werden wir per Laserstrahl in ein Raumschiff teleportiert und davongeflogen. Das Spiel lässt uns nun eine kleine Kammer in der Ego-Perspektive erkunden, in dieser finden wir lediglich ein Kommunikationsterminal, an dem wir Nachrichten von einem unbekannten Absender lesen können und eine Konsole, an der wir Raumschiffe auswählen und anpassen, sowie in die Level starten können.

    Die ca. 30 Level von Dystoria absolvieren wir in unserem gewählten Schiff in der Third-Person-Perspektive. Ziel ist es hierbei immer, die Gegner auf den Karten abzuschießen, drei Orbs einzusammeln und diese zum Levelausgang zu bringen. Dabei fliegen wir auf Rastern herum, die optisch sehr an jene aus Tron erinnern. Über Ecken und Kanten können wir uns andere Blickwinkel verschaffen und mithilfe der Übersichtskarte jederzeit feststellen, wo wir gerade sind und hin müssen, was bei all dem Gedrehe zwischenzeitig auch wirklich notwendig ist. Die Level haben jeweils eine Spielzeit von ca. 5 – 10 Minuten, womit das Spiel auch für kurzweiligen Spaß zwischendurch eine gute Alternative darstellt. Der Wiederspielwert der einzelnen Level ist bei ausgiebigem Erkunden jedoch nicht wirklich gegeben.
    Nach Abschluss eines Levels erhalten wir eine Bewertung basierend auf unserer Schnelligkeit, den besiegten Gegnern und den eingesammelten Gegenständen, die für Power-Ups der Schiffe benötigt werden.

    Eine klare Story gibt es bei Dystoria nicht, lediglich ein paar Logfetzen, die wir zwischen den Leveln erhalten. Sie erzählen uns ein wenig über die Motivationen und Hintergründe der Entführung. Dies störte mich beim Spielen jedoch recht wenig, da ich von einem Arcade-Spiel keine tiefgründige Geschichte erwarte. Jene Logfetzen strotzten jedoch so vor Ironie und Humor, dass sie das Gameplay zwischenzeitig angenehm auflockerten.

    Die Grafik von Dystoria lehnt sich ganz offensichtlich an klassischen Retro- und Arcadegames aus den 80er Jahren an. Der Soundtrack tut sein Übriges, um mit elektronischen Klängen ein atmosphärisches Retrofeeling aufkommen zu lassen und sich ein wenig in der Videospielgeschichte zurückgesetzt zu fühlen. Oft fühlte ich mich an hochwertige Soundtracks, wie von Hotline Miami erinnert. Die Systemanforderungen von Dystoria sind aufgrund des Stils sehr moderat und bringen aktuelle Geräte damit kaum ins Schwitzen.

    Fazit

    Dystoria weiß genau, was es sein möchte, und bleibt seiner Ambition treu, der Umfang ist für den Preis von knapp 15 Euro aber recht überschaubar. Wer Interesse an Retrospielen und Arcadeklassikern hat, bekommt hier ein atmosphärisches kleines Spiel für zwischendurch geboten, das mit allen Kernelementen punkten kann. Wer hingegen eine detailreiche Grafik und tiefgründiges Gameplay sowie eine mitreißende Geschichte erwartet, sollte sich besser anderweitig umsehen.

    Wertung


    Pro

    • Retrografik modern umgesetzt
    • Atmosphärischer Elektrosoundtrack
    • Kurzweiliger Arcadespielspaß

    Contra

    • Spielumfang insgesamt nicht so groß
    • Preis recht hoch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 27.Feb.2017 1.063 x gelesen