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    5 Jahre nachdem uns Amplitude Studios ihren ersten 4X Titel Endless Space präsentierten, ist es nun Zeit für den Nachfolger. Kritikpunkte waren bspw. die unübersichtliche Forschung, Völker ohne Tiefgang, die sehr einfach gehaltene Diplomatie und das glücksspielartige Kampfsystem. Daneben konnte es aber mit nachvollziehbarer KI, schöner Optik, gutem Balancing und unterschiedlich zu spielenden Völkern punkten. Schauen wir, was sich getan hat.

    Endlose Weiten
    Endless Space 2 spielt wieder in einer zufällig generierten Galaxie, die man sehr unterschiedlich konfigurieren kann. Größe, Form und vieles mehr können eingestellt werden. Außerdem haben wir die Möglichkeit, verschiedene Völker zu wählen, die alle unterschiedliche Vorzüge besitzen. Die Menschen sind wirtschaftlich erfolgreich, die Sophon konzentrieren sich auf die Forschung, die Craver sind sehr kriegerisch und besitzen starke Boni bei Kriegsschiffen und Bodentruppen. Das kennen wir schon aus dem ersten Teil, darauf abgestimmt funktionieren dann auch die entsprechenden Spielweisen gut. Auch eigene Völker können wieder erstellt und mit verschiedenen Boni ausgerüstet werden.
    Nach der kurzen Konfiguration landet man schnell im Spiel, in dem es wieder Zug um Zug um die Besiedlung geht. Übrigens auch im Mehrspieler, was aber bekannterweise eher mit Freunden funktioniert.
    Optisch hat sich einiges getan und so sieht die Oberfläche sehr stylisch aus. Die Möglichkeiten überfordern erstmal. Kleine Tutorialtexte und Popup-Infos versuchen Licht ins Dunkel zu bringen, was am Anfang aber eher weniger gelingt. Nach ein bis zwei Stunden hat man aber den Dreh raus und das Spiel wirkt wesentlich bedienfreundlicher.
    Das Spielprinzip hat sich – als zweite Erkenntnis – kaum geändert. Es handelt sich um ein Standard-4X. Systeme müssen besiedelt, Forschung betrieben, Schiffe designt und immer wieder aktualisiert werden und natürlcih Krieg mit Außerirdischen geführt werden.
    Genretypisch haben wir Geld bzw. wieder Dust als wichtigste Ressource, dazu kommt Einfluss als eine Art politische, diplomatische Ressource. Daneben gibt es strategische Ressourcen, die man nur auf bestimmten Planeten findet und bestimmte Technologien/Waffen ermöglichen sowie Luxusressourcen, welche die Zufriedenheit im Reich verbessern. Natürlich spielt auch der Output von Forschungspunkten eine gewichtige Rolle für den Fortschritt.

    Die politische Bühne
    Neu hinzugekommen sind politische Gruppen wie Militaristen, Industrielle, Forscher und Grüne, die durch Handlungen des Spielers zufriedengestellt oder verärgert werden. Im regelmäßigen Abstand werden dann Wahlen abgehalten und ein neuer Senat gewählt. Je nach Verteilung erhält man so Zugriff auf fraktionsspezifische Gesetze, die noch einmal Boni verleihen, die zur Gruppierung passen. Ein Blick auf die Bevölkerungsverteilung ist hier also nötig, um die Zufriedenheit hoch zu halten. Auch externe Ereignisse wie Kriegserklärungen können die Gesinnung ändern. Im schlimmsten Fall geht dies bis zu einer Rebellion. Das ganze System sieht wie eine Anlehnung an Stellaris aus und das passt auch, denn insgesamt orientiert sich Endless Space 2 eher an Spielen wie Civilization.

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    Die Galaxien sind sehr hübsch anzusehen. Das lädt zum Verweilen ein.

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    Kategorien: Allgemein, Science-Fiction, Spiele
    von Christian Häusler 8.Jun.2017 1.191 x gelesen