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    Eine mächtige Energiequelle, eine profitgierige Firma und Außerirdische sind die wichtigsten Grundzutaten für eine klassische Sci-Fi-Geschichte. Auch in Etherium geht es darum. Das geringe Budget des Entwicklers Tindalos Interactive hat aber wenig Geschichte hervorgebracht, dafür aber eine recht interessante Spielmechanik für ein Echtzeitstrategie-Spiel.

    Nicht viel zu besehen
    Etherium ist ein Mix aus Strategie und Echtzeitstrategie, ein bisschen wie Total War, allerdings mit viel weniger Umfang. Drei Rassen, die stark an Starcraft erinnern, kämpfen um die Ressource Etherium. Das profithungrige Konsortium, die mysteriösen Intari und das völlig von Etherium abhängige Vektidenreich. Das Etherium selbst wird aus Eiern einer interdimensionalen Spezies gewonnen, die immer wieder in das aus sechs Planeten bestehende Universum gelegt werden. Neben den Hintergrundinfos der Rassen und dem Intro gibt es aber keine weitere Geschichte. Stattdessen starten wir im Eroberungs-Modus in den Krieg um die Planeten. Auf jedem Planeten müssen allerdings drei Gebiete eingenommen werden, um den Planeten insgesamt zu erobern. So kommt man dann auf 18 Gefechtskarten, die Sand- und Eiswüsten, Lava-Einöden und gemäßigte Regionen umfassen. In den Einzelgefechten, die man auch zu viert im Mehrspieler spielen kann, kommt für jeden Planeten noch eine 2vs2 Karte hinzu.

    Mit Flotten reist man von einem Planeten zum anderen und landet auf den Planeten. Echtzeitkämpfe mit Raumschiffen gibt es nicht. Dafür gibt es aber Aktionskarten wie bei einem Brettspiel, mit denen man weitere Aktionspunkte für Flotten oder Technologien erhält. Aber auch der Feind kann damit verwirrt werden, in dem man mit falschen Befehlen seine Flotte woanders hinschickt.
    Das Ziel des Eroberungsmodus ist das Erreichen von 12 Siegpunkten, spätestens nach 15 Runden ist aber Schluss. Siegpunkte erhält man durch das Halten von Gebieten bzw. das Erfüllen von Aufträgen, was stark an Risiko erinnert. Für Einzelspieler ist das sehr enttäuschend, da der Eroberungsmodus nicht vollständig erscheint. Nicht mal eine spezielle Mission für das letzte Heimatfeld eines Feindes ist vorgesehen. Immersion ist daher praktisch nicht vorhanden.

    Gebiete, Nebenfraktionen und Wetter
    In der Schlacht sieht das schon wieder anders aus. Viele Konzepte wirken frisch. Das Spielkonzept ist recht schnell erlernt, ein Tutorial erklärt dazu die Grundlagen. Statt frei Basen zu bauen, muss der Spieler seine Stationen erweitern und ausgehend von der Hauptbasis neue Gebiete erobern, die zusätzlichen Platz für Erweiterungen bieten. Diese Erweiterungen stellen die Gebäude dar und ermöglichen bspw. die Reparatur von Fahrzeugen, das Anfordern höherwertigen Kriegsgeräts oder den Abbau eines Etherium-Ei in einem Gebiet. Statt Einheiten zu bauen, werden diese gegen Etherium aus dem Orbit herantransportiert. Zusätzlich spielt das Wetter eine große Rolle, so können Sandstürme und Gewitter zum Nachteil oder Vorteil werden, denn es kann keine Verstärkung gerufen werden und Lufteinheiten stürzen unweigerlich ab.
    Und auch kleine Unterfraktionen, die überall auf dem Schlachtfeld auftauchen, können das Blatt in der Schlacht wenden, indem man ihnen Erweiterungen in der eigenen Basis überlässt, sichert man sich ihre Unterstützung im Kampf.

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    Die Informationen zu den Völkern sind spärlich gesäht.

    Das ist reichlich frischer Stoff und tatsächlich macht er das Spiel auch anders. Die 19 unterschiedlichen Einheiten einer jeden Rasse sind aber bis auf Namen und das Äußere absolut identisch. Es gibt jeweils leichte Infanterie mit der neue Gebiete erobert werden, sowie Standard und schwere Infanterie, Panzer, Artillerie, Lufteinheiten und riesige Kampfkolosse. So kann das Stein-Schere-Papier-Prinzip ohne Hinderung wirken und das Balancing ist natürlich auch in Ordnung.

    Mit einigen Spezialaktionen können Orbitalschläge angefordert werden oder ein Transport angefordert werden. Jede Rasse hat außerdem drei spezifische Spezialaktionen. Das Konsortium kann sich bspw. eine kleine Finanzspritze holen, die Intari können Einheiten teleportieren und die Vektiden können sich schnell reparieren.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Christian Häusler 14.Apr.2015 3.188 x gelesen

    Etherium
    Publisher Focus Home Interactive
    Hersteller Tindalos Interactive
    Genre Echtzeitstrategie
    AltersfreigabeAb 12 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    PC31.03.2015 Kaufen