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    Mit Fate / EXTELLA: The Umbral Star erscheint der erste Serienableger für die aktuellen Playstation Systeme. Anders als die Visual-Novel Vorgänger der Reihe setzt der neuste Teil auf blitzschnelle Actiongefechte, gepaart mit den bekannten Elementen.

    fate-extella-tus-cover

    (c) Marvelous Europe
    ab 20.01.2017 im Handel
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    EXTELLA…?
    Fate / EXTELLA: The Umbral Star (kurz FETUS) setzt nach den Geschehnissen des Spiels Fate/Extra an. Zu Beginn können wir unseren eigenen Charakter im Editor mit Namen, Geschlecht und optischen Anpassungen entwerfen. Direkt im Anschluss wirft uns das Spiel auch schon in die für Serienneulinge recht konfuse Handlung. Die Dienerin Nero und ihr Meister, dessen Rolle wir als Spieler einnehmen, haben den Krieg um den Heiligen Gral gewonnen und somit die Kontrolle über den „Moon Cell Automaton Computer“ erlangt. Jener besitzt die Macht, einen Wunsch zu erfüllen. Als Beweis ihrer Königlichkeit haben sie den Regalia Ring erhalten, mit dem sie über die bisher konkurrierenden anderen Diener herrschen dürfen. Die zunächst ruhige Regentschaft währt jedoch nur kurz. Wir als Meister erwachen mit einer Amnesie und können uns nur schleierhaft an die Geschehnisse des Krieges erinnern und werden frühzeitig mit einem neuen Feind konfrontiert.

    Inhaltlich dreht sich FETUS um die Kämpfe mit den neuen Feinden, die uns unsere Herrschaft streitig machen und in den Besitz des Regalia Ringes kommen wollen. Die Geschichte wird durch die in der Serie bekannten Visual-Novel Elemente erzählt und wirkt trotz der teils zu langatmigen Dialoge konfus. Die englischen Texte werden von den originalen japanischen Synchronsprechern untermalt. Die Story konnte mich trotz der recht hohen Spielzeit von ca. 30 Stunden nur bedingt unterhalten, da ich keine großartigen Vorkenntnisse der Serie hatte und durch die lose Handlung nur wenig gefesselt wurde.

    Spannender Genrehybrid?
    Als Spielmodi bietet uns das Spiel in erster Linie den Hauptstorymodus, in dem wir aus der Sicht von insgesamt drei Charakteren die Geschehnisse betrachten. Zusätzlich dazu gibt es noch vierzehn Nebenstorys, die wir im Laufe des Spiels freischalten und die die Handlung ergänzen. Die gespielten Level aus der Kampagne können wir in einer Art Herausforderungsmodus erneut spielen und uns in verschiedenen Schwierigkeitsgraden mit ausgewählten Charakteren messen.

    Das Gameplay von FETUS erinnert sehr stark an die Dynasty Warriors Reihe. Um ein Level zu beenden, müssen wir den „Boss Servant“ besiegen, den Wächter des Gebietes sozusagen. Wir müssen in den Leveln die sogenannten „Regime Keys“ sammeln und Kontrolle über die „Regime Matrix“ erlangen, damit der Wächter auf dem Schlachtfeld erscheint. Dabei erledigen wir Massen (!) von normalen Gegnerhorden. Dies läuft in Third-Person-Sicht und Hack-and-Slay Manier ab. Das Gameplay ist hierbei sehr schnell und hektisch, was sich jedoch durch die sehr genaue Steuerung angenehm anfühlt und in einem guten Kampfflow mündet. Nacheinander müssen wir so die Gebiete auf der Übersichtskarte erobern.

    Hochkomplexes Gameplay erwartet uns jedoch nicht, vielmehr wird das Spielen nach einiger Zeit zum stupiden Button-mashing und damit auch schnell langweilig. Das ist zwar bei Spielen dieses Genres nicht unüblich, die langatmigen Visual-Novel Dialoge machen diesen Umstand jedoch auch nicht gerade besser. Wir können zwar einige aufgeladene Spezialangriffe auf die Gegner loslassen, welche optisch auch sehr schön anzusehen sind, eine wirkliche Abwechslung entsteht dadurch aber auch nicht.

    Durch das Erreichen von höheren Leveln schalten wir neue Fähigkeiten und Ausrüstung für den Kampf frei, unser Level erhöht sich durch das Erledigen der Missionen und das Auswählen von bestimmten Dialogoptionen. Trotz der Massen an Gegner, die sich zwischenzeitig auf dem Bildschirm tummeln, läuft das Spiel mit konstanten 60 FPS. Die Texturen sind in Ordnung, erinnern jedoch eher an einen Playstation 3 Titel, als an ein aktuelles Werk. Der Soundtrack von FETUS ist elektronisch-popig und unterstreicht so die allgemeine Anime-Atmosphäre passend, jedoch wenig abwechslungsreich.

    Fazit

    Fate /EXTELLA: The Umbral Star ist ein klassisches Hack & Slay Spiel im Gewand der „Warriors“ Reihe, gepaart mit einer langweiligen Story und teils sehr langatmigen Dialogen. Fans der Fate-Serie und extreme Anhänger anspruchsloser Hack&Slay-Spiele können einen Blick wagen. Alle anderen sollten sich in Anbetracht des Vollpreises jedoch getrost nach Genrealternativen umschauen.

    Wertung


    Pro

    • konstant flüssige Framerate
    • hohe Spieldauer
    • genaue Steuerung
    • Story knüpft nahtlos an die Fate Reihe an…

    Contra

    • … verwirrt Einsteiger jedoch extrem
    • langatmige Dialoge
    • generisches Gameplay
    • altbackene Grafik

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 17.Jan.2017 3.110 x gelesen