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    Final Fantasy, einer der größten Namen des Spielegeschäfts. Während die „echten“ Serienteile schon lange nur andere Konsolen beehren, bekommen Nintendo-Jünger immerhin ab und zu einen Ableger serviert. So auch beim neusten Handheld-Titel mit dem Beinamen Explorers. Doch wie viel Final Fantasy steckt letztendlich in diesem Spiel?

    Knappe Standard-Story

    Als zu Beginn noch namenloser, vom Spieler selbst zu benennender Entdecker wird man in eine Welt versetzt, in der sich alles um magische Kristalle als Energiequellen dreht. Monströse Kreaturen machen den Bewohnern und nicht zuletzt den Abenteurern auf der Suche nach Kristallen das Leben schwer. Hört sich als Story jetzt nicht gerade spektakulär oder innovativ an und ist es auch nicht. Die Geschichte spielt in Final Fantasy Explorers nur eine sehr untergeordnete Rolle und besteht eigentlich bloß aus kurzen Texten, die einem zwischendurch von NPCs vorgetragen werden. Anders als die storylastigen Games der Hauptreihe ist dieser Ableger ein Quest-basiertes Echtzeit-Action-RPG, das in vielen Bereichen eher an Monster Hunter erinnert.
    Bei der Charaktererschaffung können neben Geschlecht und Name des Helden auch ein paar Einstellungen für seine Optik getroffen werden, darunter Gesichtsformen und Haarfarben. Was man hingegen nicht wählt, ist eine Charakterklasse. Warum das so ist, erkläre ich bald.
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    Ein sicherer Hafen

    Dreh- und Angelpunkt des Spiels ist eine kleine Siedlung namens Libertas mit Einkaufsmöglichkeiten, einer Schmiede zur Item-Herstellung/-verbesserung, einer Wahrsagerin für ein paar Boni sowie diversen anderen wichtigen Stationen.
    An einem Tresen wartet so z.B. freundliches Personal darauf, dass der Explorer sich aus einer stetig wachsenden Liste seine nächste Mission herauspickt. Mal gilt es, innerhalb festgelegter Zeitlimits eine bestimmte Anzahl Exemplare eines Monstertyps zu besiegen, mal soll ein besonders gefährliches Ungetüm vernichtet oder eine vorgegebene Menge Gegenstände eingesackt werden. Typische Rollenspiel-Quest-Kost also.
    Die recht überschaubaren einzelnen Schauplätze sind miteinander verbunden (viele Durchgänge bleiben aber erst mal noch versperrt, bis die entsprechenden Missionen erreicht wurden), so dass man von einem Gebiet ins nächste sprinten kann, nur unterbrochen durch eine kurze Ladepause. Nach einer Weile wird außerdem das in Libertas parkende Luftschiff als Transportmittel verfügbar, mit dem man sich direkt zu verschiedenen Knotenpunkten der Weltkarte beamt. Der für die aktuelle Aufgabe relevante Ort wird darauf praktischerweise mit einem roten Punkt markiert.

    Berufe für jeden Geschmack

    Die Spielfigur flitzt in typischer Third-Person-Manier durch die Gegend, kann per Knopfdruck einen Zahn zulegen und natürlich Angriffe auf die überall herumlungernden Monster starten. Für einen besseren Durchblick lässt sich die Kameraperspektive schwenken, die standardmäßige Kamerasteuerung übers Steuerkreuz ist allerdings sehr ungünstig – weitaus besser klappt´s mit dem rechten Stick des Circle Pad Pro oder eben mit dem eingebauten Ministick der New 3DS-Modelle.
    Durchs Halten der rechten oder linken Schultertasten werden Schnellauswahl-Menüs für Fähigkeiten auf den Buchstaben-Buttons aufgerufen, insgesamt kann man so bis zu acht verschiedene Abilities mit sich führen.
    Welche Fähigkeiten genutzt werden können, hängt in vielen Fällen vom aktuellen „Beruf“ des Hauptdarstellers ab. Während man das Spiel grundsätzlich als so genannter Freelancer, eine Art Allrounder, startet, kann bald zu verschiedenen anderen Jobs gewechselt werden, die Final Fantasy-Veteranen bekannt vorkommen – etwa Schwarzmagier, Ritter und Ninja. Neue Jobs werden durch spezielle Quests oder das Erfüllen bestimmter Voraussetzungen (z.B. „Töte 750 Monster“) freigeschaltet. Interessanterweise lässt sich die Klasse in Libertas jederzeit wechseln, so dass man nach Herzenslust mit den verschiedenen exklusiven Abilities und Ausrüstungsteilen experimentieren kann.

    Interessantes Fähigkeiten-System

    Für RPGs eher ungewöhnlich gibt es in Final Fantasy Explorers keine Erfahrungspunkte und damit auch kein Aufleveln der Hauptfigur. Die Kampfstärke richtet sich stattdessen unter anderem nach der Ausrüstung, welche sich unter Verwendung gesammelter Objekte in ihren Schutzwerten verbessern oder auch mit Zusatzeffekten wie mehr Lebensenergie ausstatten lässt.
    Immens wichtig ist außerdem das „Mutieren“ der Fähigkeiten. Wenn man durch den Einsatz von Abilities genug Energie angesammelt hat, können verschiedene „Crystal Surges“ aktiviert werden – nutzt man innerhalb solcher Phasen die Fähigkeiten, besteht die Chance, dass diese mit allerlei nützlichen Extras wie größerem Angriffsradius oder verkürzter Aufladezeit gekoppelt werden. Mit genug Glück und Geduld entstehen so immer bessere und individuelle Abilities, die allerdings erst mit erkämpften Crystal Points gekauft werden müssen.
    Auch seine Begleiter machen den Helden gefährlicher – manche Monster lassen magische Steine fallen, aus denen man auflevelnde Haustiere wie Chocobos, Raubkatzen oder Riesenfledermäuse erschafft.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 7.Feb.2016 803 x gelesen