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    Nachdem die Jungs von The Coalition schon in der Ultimate Edition von Gears of War 1 gezeigt haben, dass Sie ein würdiger Nachfolger für Epic Games, die Entwickler der erfolgreichen Vorgänger sind, wagen Sie sich an den nächsten Teil der bekannten 3rd-Person-Shooter Reihe. Ob Gears of War 4 mithalten kann oder nur ein Schatten seiner selbst ist, erfahrt ihr bei uns im Test.

    gears-of-war-4-cover

    (c) Microsoft
    seit 11.10.2016 im Handel
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    „Hello darkness, my old friend…“
    25 Jahre nach den Geschehnissen von Gears of War 3 finden wir uns in der Rolle von JD Fenix wieder, dem Sohn des legendären COG-Kriegshelden Marcus Fenix, welchen wir in den Vorgängern spielten. JD kämpft gemeinsam mit seinen Freunden Anya, Del und anderen Rebellen gegen die COG um Energie und die letzten Rohstoffe des Planeten. Als der Schwarm wieder auftaucht und Anyas Mutter entführt, machen wir uns als Dreiergespann auf eine Rettungsmission, auf welcher auch unser Lieblingsveteran Marcus Fenix eine wesentliche Rolle spielt. An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, jedoch weiß die Story rund um familiäre Verbundenheit und Freundschaft gemischt mit der Wiederkehr des Schwarms gut zu unterhalten und konnte mich in den ca. 8 Stunden Kampagnenspielzeit an das Gamepad fesseln. JD ist ein gelungener Ersatz für seinen Vater, mit witzigen und ironischen Sprüchen weiß er auch absolut gefährliche und brenzlige Situationen aufzulockern.

    In bekannter 3rd-Person-Deckungsshooter-Manier kämpfen wir uns durch die Kampagne und nutzen dabei Nahkampf-Finish-Moves und das aktive Nachladen zu unserem Vorteil. Spielerisch und steuerungstechnisch hat sich im Vergleich zu den Vorgängern (zum Glück) nicht viel verändert. Die Steuerung geht gut von der Hand und ist in allen Situationen sehr genau und griffig.

    „…I’ve come to talk with you again“
    Zusätzlich zur Kampagne, welche wir gemeinsam mit einem Freund lokal oder online im Coop-Modus durchspielen können, hat Gears of War 4 auch den altbekannten Horde-Modus und den Multiplayer mit an Bord.
    Im Horde-Modus kämpfen wir wahlweise allein oder mit bis zu vier Freunden gegen immer stärker werdende Gegnerwellen und regelmäßig erscheinende Bossgegner aus der Kampagne des Spiels. Neu ist, dass wir uns vor Beginn des Spiels aussuchen, ob wir als Soldat, Späher, Waffenexperte, Scharfschütze oder Pionier in die Schlacht ziehen wollen. Dementsprechend hat jeder Spieler einen anderen Schwerpunkt, auf den er sich konzentrieren muss. Die Währung, die wir durch besiegte Gegner bekommen, wird im aktuellen Teil am Fabrikator, dem Herzstück des Horde-Modus, gesammelt und kann dann von jedem (!) Spieler in neue Waffen und Geschütztürme sowie Befestigungsanlagen investiert werden.

    Insgesamt gibt es 50 Wellen von Gegnern gegen die wir uns mit unseren Waffen behaupten müssen, hierbei darf natürlich der klassische Kettensägen-Lancer sowie der Gnasher als Schrotflinte oder das Hammerburst Drei-Schuss-Gewehr der Locust nicht fehlen.
    Zu den bekannten Waffen gibt es auch noch Neuzugänge wie eine schwere Waffe, die rasiermesserscharfe Scheiben abschießt, die überall abprallen und unsere Gegner in Scheiben schneiden.

    „Krieg, Krieg ist immer gleich.“
    Im Multiplayer von Gears of War 4 wurde das gute Balancing und das gewohnte Tempo der Vorgänger beibehalten. Das Levelsystem ist übergreifend für den Horde-Modus und den Multiplayer. In bekannten Modi wie Team-Deathmatch, Herrschaft und King of the Hill kämpfen wir so um den Sieg. Lediglich ein neuer Modus namens Dodgeball wurde uns spendiert, in diesem wird für jeden getöteten Gegner einer von unseren gefallenen Mitspielern wiederbelebt. Ansonsten spielen sich die 6 vs. 6 Gefechte für Veteranen gewohnt intuitiv und bieten durch die Kampagne als „langes Tutorial“ eine gute Möglichkeit neu in das Geschehen einzusteigen. Der recht hohe Schwierigkeitsgrad, welcher durch erfahrene Spieler für Neulinge entsteht, fiel mir jedoch direkt ins Auge, hier muss eventuell noch etwas beim Matchmaking passieren, damit Anfänger nicht direkt durch Profispieler abgeschreckt werden.

    Schrecklich schön?
    Der Singleplayer und Horde-Modus laufen in 30 FPS, der Multiplayer in flüssigeren 60 FPS. Ansonsten wartet Gears of War 4 sowohl auf der Xbox One als auch auf dem PC mit hoher Detailverliebtheit und schicken Wettereffekten auf, die postapokalyptische Atmosphäre wird so glaubhaft präsentiert. Die Soundkulisse reiht sich stimmig in das Gesamtkonzept ein und bietet uns mit passenden Waffensounds, Umgebungs- und Gegnergeräuschen die volle Actionladung und hilft oftmals dabei Gegner früh orten zu können.

    Durch die enorme Größe des Spiels (ca. 55 GB) passt der gesamte Titel bei der Retailfassung nicht auf eine einzelne Blu-Ray Disc. So kommt es, dass Käufer dieser Fassung vor Beginn des Spiels noch zusätzliche 11 GB herunterladen müssen, um loslegen zu können. Das ist gerade für Spieler mit einer langsameren Internetleitung oder festen Datentarifen eher lästig. In Deutschland erscheint Gears of War 4 übrigens ungeschnitten und man bekommt zusätzlich den ersten und dritten Teil, sowie Gears of War: Judgment als abwärtskompatible Xbox 360 Versionen zum Download dazu.

    Fazit

    Mit Gears of War 4 liefert The Coalition ein solides Sequel zur erfolgreichen Spielereihe ab. Fans der Serie bekommen die volle Palette Gears of War geliefert und Neueinsteiger haben durch die leichte Zugänglichkeit und die Downloadversionen der Vorgänger die Möglichkeit, die Saga nahezu komplett zu erleben. So ist Gears of War 4 ein Pflichtkauf für jeden, der etwas mit 3rd-Person-Shootern anfangen kann.

    Wertung


    Pro

    • hohe Spielzeit durch die drei Hauptmodi
    • toller Coop-Shooter
    • gute Neuerungen…
    • …die sich mit altbekannten Elementen zusammenfügen
    • einige der Vorgänger als Download dabei
    • stimmiger Protagonist

    Contra

    • Matchmaking teilweise unfair
    • riesiger Day-One-Patch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Horror, Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 26.Okt.2016 1.163 x gelesen