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    Mit God Eater 2: Rage Burst bringt Bandai Namco Entertainment das bisher nur in Japan erschienene Spiel nun endlich auch zu uns in den Westen. Als Dreingabe gibt es das Remake des 1. Teiles in Form von God Eater Resurrection als Downloadcode dazu. Um zu schauen ob dieses Bundle zu überzeugen weiß, haben wir uns die Playstation 4 Version einmal genauer angesehen.

    GE2RB Cover

    (c) Bandai Namco
    seit 30.08.2016 im Handel
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    God Eater?
    Drei Jahre nach den Ereignissen aus God Eater: Resurrection löst ein mysteriöser roter Regen eine weltweite Epidemie, die sogenannte „Black Plague“ aus. Ohne Heilmittel bedeutet dies für alle Infizierten den sicheren Tod. Die Mitglieder der Spezialeinheit „Blood“, der auch wir uns in der Rolles unseres selbst erstellten und benannten Protagonisten anschließen, gehören der „Fenrir Organisation“ an und werden zur Unterstützung geschickt. So kommt es, dass wir uns als sogenannter „God Eater“ gemeinsam mit unserem Team im Kampf gegen Monster welche die Menscheit auslöschen wollen, die sogenannten „Aragami“, behaupten müssen.

    Hierfür stehen uns diverse Nah- und Fernkampfwaffen in Form von riesigen Sicheln, Schwertern, Gewehren usw. zur Verfügung. Dazu kommen noch die „God Arcs“ welche Techniken auf Basis von „Blutkünsten“ darstellen, mit denen wir im Kampf noch effektiver sind. Neueinsteiger können durchaus mit dem 2. Teil beginnen und den 1. Teil dann bei Bedarf noch nachholen, inhaltlich wird kurz auf Geschehnisse des Vorgängers eingegangen, welche jedoch für den Spielspaß und das Verständnis nicht unbedingt erforderlich sind.

    „Nur noch kurz eine Mission…“
    Das Gameplay von God Eater 2: Rage Burst versetzt uns in die Kommandozentrale der Fenrir Organisation und lässt uns nach dem knappen Tutorial in Form von Hack&Slay-Aufträgen a la Monster Hunter in den Kampf gegen die Aragami ziehen. Zwischen diesen Missionen erfahren wir etwas über die eher dünne Story des Spieles in Form von Zwischensequenzen und Textdialogen mit unseren Teammitgliedern. Die Kämpfe laufen in Echtzeit ab und lassen uns so lange auf die Gegner einprügeln oder schießen, bis sie erlegt sind, dadurch erhalten wir Erfahrungspunkte und neue Gegenstände, mit denen sich Waffen bauen und verbessern lassen. In der Basis können wir auch unsere Ausrüstung wechseln, neue Items im Shop kaufen und uns Informationen über unsere Verbündeten und Gegner anschauen, sowie Unterhaltungen führen. Eine frei begehbare Welt wird nicht geboten, lediglich die Missionsareale laden temporär zum Erkunden ein.

    Unseren KI-Teammitgliedern können wir per Kurzbefehl Anweisungen für das allgemeine Kampfverhalten und über die Häufigkeit von bestimmten Fertigkeiten geben, hierfür habe ich im Eifer des Gefechts aber oft nicht die Ruhe gefunden und alles auf Standard ablaufen lassen. Nach einigen Stunden wird auch deutlich, dass der Aufbau des Spieles sich zuweilen sehr grindlastig spielt und wir von Mission zu Mission leben. Nichtsdestotrotz konnte mich dieser Ablauf immer wieder motivieren „doch noch kurz eine Mission“ zu spielen, was dann meistens zu einer längeren Spielsession geführt hat.

    Gemeinsam sind wir stark
    God Eater 2: Rage Burst bietet zusätzlich zum Singleplayer die Möglichkeit, uns gemeinsam mit bis zu drei Freunden in den Kampf gegen die Aragami zu stürzen. Das Spiel unterstützt sowohl die Cross-Play als auch die Cross-Save Funktionen der Playstation-System-Reihe, welche es ermöglicht gemeinsam mit Spielern, die das Spiel auf der PS Vita besitzen zu spielen oder denselben Spielstand auch unterwegs weiterzuspielen, wenn wir sowohl die PS4 als auch die PS Vita Version besitzen. Ein nettes Gimmick. PC Spieler jedoch bleiben im Multiplayer ausschließlich unter sich.
    Insgesamt stecken somit ca. 70 – 100 Stunden Spielzeit in God Eater 2: Rage Burst, hinzu kommen noch etliche Stunden, die durch die Dreingabe von God Eater Resurrection entstehen, es findet sich also durchaus eine ungefähre Spieldauer von ca. 200 Stunden an, wenn wir bereit sind, diese Zeit in die Spiele zu investieren. Hier zeigen die Entwickler wie Fanservice funktioniert.

    Aus alt mach neu?
    God Eater 2: Rage Burst kommt mit ausschließlich englischer Sprachausgabe daher, wird aber durch deutsche Untertitel genretypisch übersetzt. Leider ist die Qualität der Sprachausgabe durch die Portierung von der Playstation Portable Version auf die aktuellen Konsolen sehr blechern und unklar, im Vergleich zur ansonsten sehr guten Audioqualität des Spiels.

    Auch optisch und technisch sieht man dem Spiel die Portierung durchaus an, jedoch geht die Steuerung sehr gut von der Hand und ist schnell erlernt. Meiner Meinung nach eignet sich das Spielprinzip jedoch eher für die Playstation Vita als für die stationäre Playstation 4, da die Missionen sich gut auch zwischendurch spielen lassen. Wer mit hochauflösenden Texturen und 60 FPS gerechnet hat, wird leider enttäuscht, jedoch tut dies dem Spielspaß nicht viel ab und ist zu verkraften, da God Eater 2: Rage Burst eher mit Gameplay und Umfang, als mit Grafik überzeugt.

    Fazit

    Mit God Eater 2: Rage Burst und dem Vorgänger als kostenlose Dreingabe bietet Bandai Namco ein sehr umfangreiches Bundle, welches für viele Stunden im Einzel- und Mehrspielermodus sorgen kann, wenn wir bereit sind uns auf das eher grindlastige Gameplay einzulassen. Gemeinsam mit Freunden wir das Spielerlebnis noch einmal wesentlich persönlicher und kommunikativer, als alleine. Die Portierung ist also durchaus gelungen und ist für Fans der Reihe ein Pflichtkauf, alle anderen sollten es vorher einmal anzocken. Lediglich der starke Preisunterschied von der PS4 zur PS Vita Version ist für uns schwer nachvollziehbar.

    Wertung


    Pro

    • über 100 Stunden Spielcontent
    • große Vielfalt an Waffen und Fertigkeiten
    • spaßiger Coop-Modus
    • motivierendes Missionssystem

    Contra

    • Sound der Dialoge sehr schwach
    • PS4-Version vergleichsweise teuer

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 5.Sep.2016 864 x gelesen