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    In Hypernova: Escape from Hadea mischt der slovenische Entwickler ActaLogic Elemente von Real-Time-Strategie (RTS) und Tower-Defense (TD). Schafft der Indietitel es, die besten Eigenschaften beider Genre zu verknüpfen?

    hypernova-efh-cover

    (c) ActaLogic
    seit 06.09.2017 bei Steam

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    Wir starten per Videosequenz und Tutorial in die Geschichte von Hypernova. Unsere Aufgabe ist es, mit der Alienrasse namens Scynthians von deren Planeten Hadea zu entkommen, da die Sonne im Sterben begriffen ist und wir das Fortbestehen unserer Spezies sichern wollen. Deshalb ist es unser Ziel, ein interstellares Teleportationsportal zu bauen, um damit in ein sicheres System zu reisen. Hadea selbst ist ein gefährlicher Ort, auf dem wir unsere bestehende Basis vor feindlichen Kreaturen verteidigen müssen. Zudem ist der Großteil des Planeten in dicken lilafarbenen Nebel (Fog of War) gehüllt, welchen wir nur mit dafür vorgesehenen Reinigern beseitigenkönnen. Das Erkunden der Karte und das stetige Verbessern unserer Gebäude, das Wachsen der Basis und das Bauen von stärkeren Abwehrtürmen schaffen es in bekannter TD-Suchtformel zu motivieren und zu unterhalten.

    Im Gegensatz zu bekannten TD-Ablegern haben wir in Hypernova die freie Wahl, wo wir unsere Basis genau positionieren wollen. RTS-Elemente finden sich im Aufbau der Basis und im Management der Ressourcen. Wir müssen Gebäude errichten, um unsere Population zu erhöhen und gleichzeitig in Form von üblichen TD-Türmen dafür sorgen, dass unsere Basis nicht von den feindlichen Kreaturen vernichtet wird. Das Errichten der Basis bietet sich meistens in der Nähe der drei Hauptressourcenarten an. Es gibt auch Spezialressourcen, die wir einsammeln können, welche wir für einige Gebäude und insbesondere für das Teleportationsportal benötigen.

    Das Bauen unserer Gebäude erfolgt durch die Hauptbasis, die mittels der gesammelten Rohstoffe Gebäude ausspuckt. Um Abwehrtürme zur Verteidigung zu bauen, müssen wir in der Basis ein zusätzliches Gebäude (Armory) bauen. Andere Gebäude wie Bohrer, Relais, und Ähnliches sind auch in der Auswahl vorhanden und müssen von uns sinnvoll in der Basis und der Umgebung platziert werden, damit diese auch während der Wellen von Angriffen vernünftig arbeiten können und nicht direkt zerstört werden. Es gibt einen umfangreichen Techtree, über den wir weitere Gebäude oder Abwehrtürme erforschen können. Vernachlässigen wir diesen Aspekt zu sehr, werden wir sehr schnell von unseren Feinden überrannt.

    Der Story- und Baufortschritt des Teleporters ist in grobe Missionen unterteilt: Wir müssen 100.000 Bewohner unserer Basis erreichen, Spezialressourcen sammeln, um den Teleporter zu bauen und schließlich mit Strom zu versorgen. Während des Spielverlaufs gibt es noch kleinere Nebenaufgaben zu erledigen wie „besiege X Gegner“ usw. Unser Hauptziel ist und bleibt es aber, den genannten Teleporter fertigzustellen und zu entkommen. Insgesamt bietet das Spiel so eine Spielzeit von ca. 7- 10 Stunden, was für ein TD/RTS- Spiel absolut in Ordnung geht. Wiederspielwert bietet der Titel jedoch lediglich durch den wählbaren Schwierigkeitsgrad, nach einem Spieldurchlauf haben wir sonst eigentlich alles gesehen.

    Das Spieltempo ist durch die hohen Ressourcenanforderungenn und langfristigen Ziele recht gemächlich, sodass zwar jederzeit genügend zu tun ist, das Gameplay aber zu keinem Zeitpunkt in Hektik ausartet. Das Menü von Hypernova erinnert an eine klassische RTS-Oberfläche mit genannten TD-Elementen. Jeder, der schon einmal eines der beiden Genre gespielt hat, wird sich sofort zurechtfinden. Grafisch wirkt das Spiel sehr comichaft und recht kindlich. Etwas mehr Realismus in der knallbunten Optik hätte vielleicht nicht geschadet. Was die Hardware angeht, benötigt Hypernova nur einen durchschnittlichen PC, um sich flüssig und ruckelfrei spielen zu lassen. Aktuell ist das Spiel noch komplett auf Englisch in Sprache und Schrift.

    Fazit

    Hypernova: Escape from Hadea ist ein netter kleiner Indie Titel, der es überwiegend schafft, die bekanntesten Elemente von Tower-Defense und Real-Time-Strategie gut zu verknüpfen, jedoch ohne wirklich tiefgründig zu werden. Die teilweise sehr plumpe Grafik und das Fehlen von deutschen Bildschirmtexte, der fehlende Wiederspielwert sowie der höchstens durchschnittliche Soundtrack zeigen auf, dass an einigen Ecken noch gefeilt hätte werden können. Genreliebhaber werden mit dem Titel jedoch trotzdem ihren Spaß haben.

    Wertung


    Pro

    • Elemente aus beiden Genres gut verknüpft
    • Umfang (ca. 10 Stunden) gut für ein TD/RTS Spiel
    • geringe Hardwareanforderungen
    • bekannte TD-Suchtspirale

    Contra

    • Soundtrack nur durchschnittlich
    • Grafik teilweise plump
    • keinerlei deutsche Text- oder Sprachausgabe
    • geringer Wiederspielwert

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 16.Sep.2017 1.123 x gelesen