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    Stell dir vor, du wärst eine riesige mutierte Kakerlake namens Jim in einer Atombunkeranlage in einer postapokalyptischen Zukunft und müsstest deinem tollpatschigen Kumpel Bud ständig aus der Patsche helfen. So in etwa lässt sich der rote Faden des Adventures „Journey of a Roach“ beschreiben, das von den noch recht unbekannten schweizer Koboldgames entwickelt und vom umtriebigen Daedalic Entertainment herausgegeben wird.

    Journey of a Roach Cover

    (c) Daedalic Entertainment
    Systeme: PC, MAC
    ab 04.11.2013 im Handel
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    Die Reise

    Wie der Titel schon vermuten lässt, ist die Hintergrundgeschichte als eine Art Reise angelegt. Diese lässt sich mit einer Blume an, die Bud an der ansonsten kargen Oberfläche findet. Als er diese fantastische Neuigkeit seinem einfältigen Kumpel Jim mitteilen will, stürzt er in den Eingangsschacht von dessen unterirdischem Domizil und sorgt dabei noch zusätzlich dafür, dass dieser Ausgang versperrt wird.
    In der Folge suchen die beiden nach einem anderen Ausgang und dringen dabei immer weiter in die Bunkeranlage vor, von der sie bis dahin nur Jims Bude kannten. Dabei stoßen sie auf eine ganze Reihe merkwürdiger Bewohner dieser bizarren Unterwelt, wo sie es letztlich mit einem Kult von martialisch angehauchten Ameisen aufnehmen müssen.
    Während des Spiels steuert man ausschließlich Jim, während Bud sich alleine durch die Bunkeranlage bewegt, wobei er allerdings die meiste Zeit in irgendeiner Klemme steckt und befreit werden will.

    Kopfüber bei Frau Spinne

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    Kopfüber bei Frau Spinne

    Die Welt steht Kopf

    Journey of a Roach ist ein klassisch aufgebautes 3D Adventure, das allerdings von der Bedienung an Pioniere wie „Grim Fandango“ erinnert. Statt einer Point-and-Click Eingabe bewegt man Jim per Tastatur oder Gamepad durch die Welt und er wendet seinen Kopf bei Annäherung an einen Hotspot diesem zu. Bei mehreren Hotspots in der Nähe kann man diese ggf. durch weitere Auswahltasten fokussieren und dann näher betrachten oder mit ihnen interagieren.
    Trotz der Umsetzung in vollständigem Echtzeit 3D wird typischerweise mit festen Kameraeistellungen gearbeitet, die seitlich auf das Geschehen gerichtet sind und durch einfaches Mitscrollen den klassischen Eindruck beibehalten. Da Jim jedoch an Wänden und Decken laufen kann, drehen sich die Ansichten beizeiten und ermöglichen so ganz andere Perspektiven auf das Geschehen, was zum großen Teil auch ins Rätseldesign integriert wurde.

    Die Rätsel bestehen im Wesentlichen aus Kombinationsaufgaben, die einfach zu lösen sind, sobald man die dazu benötigten Gegenstände gefunden hat. Letzteres stellt sich mitunter als eine der größeren Herausforderungen dar, da man trotz Hotspotfunktion nicht immer alles wahrnimmt und die wechselnde Perspektive dort auch eine Rolle spielt.
    Eine weitere Besonderheit ist, dass die Figuren eine unverständliche Nuschelsprache sprechen und alle Informationen über Sprech- und Gedankenblasen mit Piktogrammen weitergeben. Das macht das ganze zwar in gewisser Weise interessant, ist aber leider nicht immer verständlich gelöst.

    Der generelle Spiel-Look ist an die handgezeichneten aber nur spärlich animierten Zwischensequenzen mit Cartoon Figuren angelehnt und recht einfach gehalten. Während die 3D Grafik damit sicherlich keine Schönheitspreise gewinnt, bietet das Spiel aber zumindest einen in sich stimmigen Eindruck.

    Fazit

    Journey of a Roach ist ein recht kurzes Vergnügen, das sich wohl vor allem an ein jüngeres Publikum richtet. Die Story lebt von den schrulligen Protagonisten und dem ausgefallenen Szenario, kann aber im Detail nicht so richtig überzeugen. Erfahrene Abenteurer werden höchstens durch die Möglichkeit gefordert, sich an Wänden und Decken bewegen zu können, bekommen aber ansonsten eher simple Rätselkost geboten. Da das Spiel schon für kleines Geld zu haben ist, kann man sich sicherlich nicht über die minimalistische Aufmachung und den geringen Umfang beschweren. Unterm Strich hat man aber denndoch das Gefühl, dass da mehr hätte drin sein müssen.

    Wertung


    Pro

    • knuffige Protagonisten
    • interessantes Endzeitzenario
    • in sich stimmige Aufmachung
    • originelles Handling

    Contra

    • sehr kurz
    • geringer Rätselanspruch
    • ziemlich einfache Aufmachung

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von André Pannenbecker 17.Nov.2013 3.119 x gelesen