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    Im Zuge des aktuellen Remastered-Trends darf man inzwischen gefühlt fast jeden namhaften Titel vergangener Konsolengenerationen in aufpolierter Form zum (mindestens) zweiten Mal genießen; vor allem bei den Games für Sonys Spielemaschinen ist das Phänomen stark ausgeprägt. Und hört bei den üblichen Verdächtigen wie Jak & Daxter oder God of War nicht auf – mit Legend of Kay ist einem weiteren, von Kritikern zwar gelobten, im Vergleich mit vielen anderen Neuauflagen aber weniger bekannten, PS2-Spiel die Wiedergeburt gelungen. Kann der Kater auch nach zehn Jahren noch für Unterhaltung sorgen?

    Fernöstliche Tierwelt

    Einst, im Zeitalter der Harmonie, herrschte Frieden im chinesisch angehauchten Land Yenching und die verschiedenen Tiervölker lebten im Einklang miteinander. Doch nach einiger Zeit kamen die Bewohner vom rechten Weg ab, das Bündnis zerbrach und die magischen Quellen versiegten, was einer ruchlosen Armee aus Gorillas und alchemistisch versierten Ratten die Gelegenheit gab, im nun schutzlosen Riesenreich einzufallen. Seitdem wird die Bevölkerung von den Invasoren unterdrückt wo es nur geht.
    Während sein betagter Meister sich bevorzugt dem Brennesselwein widmet … äh, meditiert …, platzt Jüngling Kay endgültig der Kragen als die traditionsreiche Kampfschule, ein vermeintliches „terroristisches Trainingscamp“, zwangsweise geschlossen wird. Kurzentschlossen macht er sich im Alleingang auf die samtpfotigen Socken, übrigens nicht ohne dabei auch noch ein legendäres Schwert mitgehen zu lassen.

    Hübsche Comics erzählen Teile der Geschichte

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    Hübsche Comics erzählen Teile der Geschichte


    Everycat was Kung-Fu fighting

    Einen wichtigen Teil des Spiels machen die zahlreichen Gefechte gegen allerhand bösartiges Getier wie etwa bissige Krokodile, brutale Bären oder feige Ratten aus. Zuerst verfügt der heißblütige Stubentiger lediglich über das „geliehene“ Schwert, später stopft er noch Pfotenaufsätze aus Metall und einen fetten Hammer ins Gepäck. Auf Knopfdruck wechselt man je nach Situation wieselflink zu anderen Waffen. Während die schnellen Kratzekrallen Kay eher im Kampf gegen ungepanzerte Feinde gute Dienste leisten, verbeult der Hammer selbst dicke Rüstungen und zerlegt steinerne Bodenplatten.
    Kays Martial Arts-Bewegungsrepertoire ist recht umfangreich ausgefallen. Geschickt rennt und rollt der Kater durch die Gegend, blockt geistesgegenwärtig ankommende Schläge ab, verpasst seinen Widersachern fiese Kinnhaken, klopft ihnen aus dem Sprung von oben auf den Schädel, setzt zu einer beeindruckenden Drehattacke an, wirft die verdutzten Gestalten auf ihre Kumpels oder lädt einen brutzelnden Magie-Angriff auf. Durch versteckte oder gekaufte Waffen-Upgrades wird der gestreifte Protagonist sogar noch gefährlicher.
    Fahrende Händler bieten gegen Bares (in Form von gesammelten Münzen) außerdem diverse hilfreiche Items wie Herzcontainer für längere Lebensenergieleisten, Rüstungen (die einige Treffer abhalten, bevor sie zerbröckeln), Bomben zum Sprengen von rissigen Wänden oder pieksende Hornissenschwärme in Flaschen feil.

    Auf zack

    Gut ist den Entwicklern das Combo-System gelungen: Sobald man einen Feind niedergestreckt hat, reicht ein Tastendruck in Verbindung mit einer gezielten Bewegung des Analogsticks aus, um Kay in Richtung des nächsten Opfers huschen zu lassen (selbst wenn dieses sich in der Luft befindet). Pfeile weisen den Spieler darauf hin, wo neues Futter auf seine gezückten Mordwerkzeuge wartet. Das ganze System verleiht den Kämpfen nicht nur Dynamik und Eleganz, sondern hat auch spielerische Vorteile. Mit jedem Glied der Combo-Kette steigt nämlich die Durchschlagskraft der Waffe, so dass man das Gesocks noch besser überrumpeln kann.
    Darüber hinaus gelangt Kay dank dieser Fähigkeit schwerelos wie ein Tiger and Dragon-Haupdarsteller zu weiter entfernten oder höhergelegenen Orten. Denn die Stunts funktionieren nicht nur bei fliegenden Feinden, sondern auch unter Zuhilfenahme bestimmter, häufig in den Levels zu beobachtender Holzgebilde.

    Hüpfereien

    Wenn Kay mal gerade nicht kämpft, macht er sich zum Beispiel regelmäßig auf die Suche nach gemopsten Objekten und in Käfigen gefangenen Zivilisten. Um zu den gewünschten Zielen zu gelangen, gilt es viele mehr oder weniger knifflige Jump&Run-Passagen zu überstehen. Balance-Akte auf wackligen Baumstämmen, herabfallende brennende Dachbalken, dünne Pfosten über tödlichen Moorseen oder Sprünge von einem einsamen Brett einer verottenden Brücke zum nächsten können den voll motivierten Jungspund nicht bremsen. Ohne zu zögern klettert er an Strickleitern in luftige Höhen, schwingt wie Tarzan an herumhängenden Seilen oder stürzt sich todesmutig ins kühle Nass.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 10.Aug.2015 1.703 x gelesen

    Legend of Kay - Anniversary
    Publisher EuroVideo
    Hersteller nordic games
    Genre Action-Adventure Jump&Run
    Altersfreigabeab 12 Jahren
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    Termine
    Wii U28.07.2015 Kaufen
    PC28.07.2015 Kaufen
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