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    Als Herr der Ringe-Fan bekam man in der Vergangenheit schon so manches Spielefutter geboten, mal qualitativ etwas schwächer, mal gelungene Unterhaltung, die sich nicht nur auf den großen Namen verließ. Man denke z.B. an spannende Echtzeitkriege in Schlacht um Mittelerde, die lustigen LEGO-Hobbits oder auch die auf der vorletzten Konsolengenerationen veröffentlichten Action-Adventures zur Film-Trilogie (oh Mann, wie die Zeit vergeht…).
    Mordors Schatten sorgt nun dafür, dass wir noch mehr Facetten des Mittelerde-Szenarios kennen lernen dürfen und bereichert das Portfolio um einige interessante, teilweise durchaus innovative Features, die ich euch hier kurz vorstellen werde.

    Die Geschichte von einem, der einfach nach Mordor reinspaziert

    Die Story ist angesiedelt zwischen den Ereignissen aus Der Hobbit und Der Herr der Ringe: Die Gefährten und lässt uns mit einem frischen Helden auf die Reise gehen. Es gibt jedoch auch ein Wiedersehen mit ein paar bekannten Gesichtern, allen voran ein gewisser Ex-Halbling auf der Suche nach seinem „Schatzzzzz“.
    Als Saurons Schergen die Waldläufer des Schwarzen Tores niedermetzeln, kommen Frau und Sohn des Protagonisten Talion ums Leben. Eigentlich hat auch für ihn selbst das letzte Stündlein geschlagen, doch verbunden mit einem mysteriösen elbischen Geist kehrt Talion zumindest halbwegs in die Welt der Sterblichen zurück. Neben dem unvermeidlichen Rachfeldzug steht nun unter anderem die Frage im Raum, wer der spitzohrige Körper-Mitbewohner eigentlich zu Lebzeiten war. Entsprechende Flashbacks und einige andere Zwischensequenzen geben dem ansonsten ziemlich offenen Spiel einen gewissen Rahmen, überzeugen mit guten deutschen Stimmen und lassen den Spieler noch tiefer in die Geschichte eintauchen, auch wenn in Sachen Story (vor allem am Ende) und Inszenierung noch etwas mehr möglich gewesen wäre.

    Jeder Feind hat Stärken, Schwächen und Ängste

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    Jeder Feind hat Stärken, Schwächen und Ängste


    Open World

    Talions Tummelplatz umfasst zwei große, offene Gebiete mit allerhand (ohne Ladezeiten oder andere Grenzen zu erreichenden) Unterlandschaften, darunter Ork-Festungen, Burgruinen, Höhlen voller Ghoule, weitläufige Grasflächen und steinige Hügel, garniert mit einigen schicken Effekten sowie nächtlichen Szenerien. Die Grafik ist recht ansehnlich, die einzelnen Regionen hätten sich aber ruhig deutlicher voneinander unterscheiden können.
    Die elegante Fortbewegungsweise des Hauptdarstellers erinnert an das aus Assassin’s Creed bekannte Free Running – im Laufen reicht das Gedrückthalten einer Taste, um über Hindernisse zu hechten, Abgründe zu überqueren, auf gespannten Seilen zu balancieren oder an Wänden hinaufzuklettern. Und das ist nicht die einzige Parallele, unter anderem kann Talion z.B schleichen, um unbehelligt durch gefährliches Gebiet zu gelangen (was für manche Aufträge zwingend notwendig ist) oder Meuchelmorde aus dem Hinterhalt und sogar aus luftiger Höhe zu starten. Für solche Zwecke kommt der Dolch zum Einsatz, ansonsten haut der Waldläufer mit seinem Schwert zu oder lässt sich von der geisterhaften Gestalt des Elben beim Bogenschießen aushelfen. In der schemenhaften Ansicht kann man nicht nur die Zeit zum besseren Zielen verlangsamen, sondern bekommt auch wichtige Hinweise – so lassen sich etwa Fußspuren erkennen, man sieht Feinde sogar durch Wände oder heilende Pflanzen werden mit einem Lichtschimmer markiert.
    Überall auf der Karte warten Aufgaben, neben den Storymissionen rund um den Kampf gegen Saurons Offiziere soll man z.B. Rebellen retten, Arenakämpfe überleben oder Herausforderungen mit dem Bogen überstehen. Außerdem kann Talion gegen Belohnung Kräuter sammeln und Viechzeug jagen.

    In jedem Spiel anders

    Das Herzstück von Mordors Schatten ist sein sehr dynamisches Nemesis-System, das für ganz neue Beziehungen zwischen Spielern und ihren Gegnern sorgen soll. Abhängig vom Spielerfolg und der individuellen Herangehensweise ändert sich hier wirklich viel. Unter den führenden Orks existiert nämlich ein ständig wechselndes Machtgefüge, es werden Bündnisse geschlossen, andere Bösewichte als Bodyguards engagiert oder in blutigen Auseinandersetzungen Rivalen einen Kopf kürzer gemacht.
    Der Spieler kann nun unter anderem in solche Konflikte eingreifen, um deren Ausgang zu verändern, muss sich aber in Acht nehmen – jedes Besiegen des Helden macht den verantwortlichen Feind ein wenig stärker. Selbst ein mickriger Kanonenfutter-Ork kann so in die Reihen der Hauptmänner aufsteigen. Beförderungen sind auch äußerlich durch Dazugewinn von Rüstungsteilen zu erkennen. Den Status der Anführer kann man in einem speziellen Menü betrachten, dort gibt es auch Informationen zu ihren Aufenthaltsorten, die ebenfalls ständig wechseln. Kriegsbanden der Orks streifen in der Spielwelt umher, feiern Gelage, quälen menschliche Sklaven oder gehen auf Monsterjagd.
    So kann es passieren, dass sich beim Kampf gegen einen Häuptling nach und nach noch drei oder vier andere Obermotze ins Getümmel stürzen (zusätzlich zum sonstigen Fußvolk), weil sie gerade in der Gegend sind. Für Talion kann sowas ziemlich unangenehm werden…

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 20.Okt.2014 2.712 x gelesen

    Mittelerde: Mordors Schatten
    Publisher Warner Bros. Interactive
    Hersteller Monolith
    Genre Action-Adventure Action-Rollenspiel
    Altersfreigabeab 16 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    Xbox 36020.11.2014 Kaufen
    PS320.11.2014 Kaufen
    PC02.10.2014 Kaufen
    PS430.09.2014 Kaufen
    Xbox One30.09.2014 Kaufen
     

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