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Indie-Perlen schaffen es mittlerweile auch immer wieder, gar nicht mehr Indie zu sein, sondern ganz klassisch einen Publisher zu finden, der sie für kleines Geld in die Läden stellt. So geschehen bei Munin, einer Mischung aus Plattformer und Puzzle-Spiel von Gojira, das Daedalic digital und auf Disc veröffentlicht.

munin_cover

(c) Daedalic
Entwickler: Gojira
ab 10.06.2014 im Handel
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Gefledderter Götterbote
Munin, Odins Rabe, ist einem Streich Lokis zum Opfer gefallen und in ein menschliches Mädchen verwandelt worden. Nun muss sie neun Welten der Weltesche Yggdrasil durchwandern und ihre Flügel wiedererlangen.

Soweit die banale Geschichte, die auch nicht groß weitererzählt wird. Für den Spieler heißt das: Wir steuern ein Mädchen über einen Bildschirm, auf dem mehrere schwarze Federn platziert sind. Haben wir alle eingesammelt, geht es ins nächste der insgesamt 77 Level, wobei wir nach einer Weile die nächste Welt aussuchen dürfen.
Was das Spiel nun zu etwas Besonderem macht, ist, dass man Teile des Spielbildschirms drehen kann, vorausgesetzt, Munin befindet sich nicht gerade in dem Segment, dass sie gerade drehen will. Drehen kann man die viereckigen Segmente immer im Uhrzeigersinn um eine Seite. Wo eben noch ein Abgrund gähnte, ist dann plötzlich ein Weg, eine Leiter, die eben noch im Nichts endete, hat nun eine Fortsetzung.

Zu Beginn ist das noch recht simpel, steigert sich aber von Level zu Level. Es fängt damit an, dass sich immer mehrere Segmente auf einmal bewegen, später kommt dann noch mehr Physik ins Spiel, wenn wir beispielsweise Wasser sammeln müssen, um darin schwimmend zu Plattformen zu
gelangen, die wir sonst nicht erreichen können, oder sich beim Drehen der Segmente Mechanismen in Gang setzen. Abgesehen vom Drehen der Segmente kann Munin nur laufen, springen und Leitern hochklettern, was ein wenig klassisches Jump&Run-Gameplay mit sich bringt. Leider ist die Kollisionsabfrage hier manchmal etwas ungenau.
Das folgende Video zeigt recht gut, was den Spieler erwartet:

Wie man an dem Video auch sehen kann, ist Munin in grafischer Hinsicht nicht eben ein Hingucker. Die Hintergrundgrafiken sind zwar ganz nett, die Welten aber eher trist und die Animationen der Hauptfigur hölzern. Das tut dem Rätselspaß zwar keinen Abbruch, dennoch hätte eine etwas hübschere Optik dem Reiz des Spiels sicher nicht geschadet.
Der Rätselanspruch ist zuweilen nicht ohne, gerade wenn weitere Elemente ins Spiel kommen, muss man manchmal schon um die Ecke denken, um auch die letzte Feder noch zu erwischen. Abgesehen vom Schaffen eines Levels gibt es aber keine Motivationshilfe, also Punkte, Zeit oder Anzahl Segmentdrehungen, die man mit anderen vergleichen könnte.

Fazit

Munin hat eine interessante Spielidee und richtet sich eher an Knobler als an Jump&Run-Freunde. Für kleines Geld kann man die grauen Zellen ordentlich zum Rauchen bringen.

Wertung


Pro

  • interessante Spielidee
  • hoher Rätselanspruch
  • viele verschiedene Elemente

Contra

  • Hauptfigur hölzern
  • keine Highscores oder ähnliches um sich mit anderen zu messen
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Kategorien: Fantasy, Spiele
von Jörg Benne 7.Jun.2014 2.327 x gelesen

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