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    Mit Mutant Football League (MFL) erscheint nach einer Early Access Phase der geistige Nachfolger zum Sega Genesis Klassiker Mutant League Football, angelehnt an Titel wie NBA Blitz. Ob das Footballspiel prall gefüllt mit Gewalt, Mutanten und unfairen Regeln genauso viel Spaß macht wie klassische Football Spiele haben wir uns direkt auf dem (Schlacht-) / Spielfeld angesehen.

    (c) Digital Dreams Entertainment
    seit 31.10.2017 bei Steam

    Bloody Touchdown!
    Als eines von 18 Teams gefüllt mit Aliens, Skeletten, Orks und Mutanten, stürzen wir uns in MFL in den (un-)sportlichen 7 gegen 7 Wettkampf. Die Standard-Footballregeln werden hierbei nicht ganz so ernst genommen, wodurch wir nicht nur durch Taktik, sondern auch durch rohe Gewalt gegen Gegenspieler oder Schiedsrichter siegreich hervorgehen. Inhaltlich geht es jedoch trotzdem noch um Touchdowns und Fieldgoals. Im Gegensatz zu Ablegern wie Blood Bowl steuern wir das Spielgeschehen in MFL in Echtzeit und steuern immer nur einen Spieler gleichzeitig.

    Der Grundgedanke eines Footballspiels bleibt erhalten, die Ausführung endet dann meist jedoch im blutigen Gemetzel untereinander. Hierbei verprügeln wir Gegner und setzen je nach Charakter Fähigkeiten ein, die unsere Gegner bewegungsunfähig machen oder sogar töten können, bis diese dann nach einer Zeit wieder spawnen. Als wäre dieser Umstand nicht schon aufreibend genug, lauern auf den insgesamt 18 Spielfeldern von MFL verschiedene Hindernisse wie Minen, mit Lava gefüllte Löcher, Spikes und Würmern die uns auffressen usw diverse tödliche Zufallsfaktoren, die eine gewisse Ungewissheit und stellenweise Frustration in das Match hereinbringen.
    Im Kern ist MFL ein Spaßspiel für Sportspielfans. Das schnelle Treiben, die zackigen Matches und das brutale und witzige Gameplay sorgen für Spannung und Spaßmomente und bieten einen entspannten Einstieg, besonders für Casualgamer.

    MFL bietet uns einen Einzelspielermodus in Form von Seasons, an denen wir als Team teilnehmen, und versuchen uns an die Spitze zu spielen, ein Schnellspielmodus ist natürlich auch mit dabei. Nach einigen Stunden im Einzelspieler werden die immer ähnlich ablaufenden Matches jedoch etwas eintönig, da außer durch die Spielfelder kaum Abwechslung aufkommt. Die KI-Gegner sind zwar fordernd, mit etwas Geschick und nach ein paar Matches aber bezwingbar.
    Spannender ist der Multiplayermodus, der uns lokal oder online mit bis zu drei Freunden in den blutigen Footballmatches antreten lässt. Hierbei können durch die brutale Spielmechanik durchaus ähnliche Momente wie bei Mario Kart o.ä aufkommen, die die Freundschaft auf die Probe stellen.

    Grafisch sieht MFL ansehnlich aus, die Horroreffekte und Charaktermodelle sind schick anzusehen und bringen einen brutalen Comiclook mit sich, der auch nach Stunden noch Spaß beim Betrachten bringt. Einige Animationen der Charaktere sind jedoch etwas steif geraten. Der Soundtrack ist passend, die Kommentatoren und das herumschreiende Publikum authentisch in Szene gesetzt. Die Sprüche der Charaktere sind stellenweise entweder total lustig oder peinlich, im Großen und Ganzen aber in Ordnung.

    Was die Steuerung anbelangt, sind Tastatur und Maus nicht das Mittel der Wahl, dies sehen auch die Entwickler ein und verweisen deswegen auf der Steamseite auch auf einen Controller. Mit diesem geht die Steuerung konsolenmäßig gut von der Hand und reagierte im Test exakt und flüssig. Die Systemanforderungen richten sich an gute Mittelklasserechner, was die Optimierung angeht, läuft das Spiel aber rund.

    Fazit

    Mit MFL ist ein spaßiges Fantasy-Footballspiel erschienen, welches sich selbst und das bekannte Regelwerk nur wenig ernst nimmt und mit witzigen Charakteren, einem schnellen und eingängigem Gameplay sowie stimmigen Blut- und Horroreffekten aufwarten kann. Wer Lust auf ein alternatives Footballspiel und einige spaßige Abende mit Freunden hat, kann beherzt zugreifen. Wen die Vorstellung von zerfetzenden Schiedsrichtern und brennenden Quarterbacks eher abschreckt, sollte wohl eher bei NFL bleiben.

    Wertung


    Pro

    • einsteigerfreundliches Gameplay
    • ansehnliche Blut- und Horroreffekte
    • große Auswahl an Teams und Spielfeldern
    • spaßiger Multiplayer (lokal & online)

    Contra

    • Schwierigkeitsgrad im SP durch Zufall teilweise unfair
    • SP nach einiger Zeit etwas eintönig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Horror, Spiele
    von Pascal Requardt 1.Nov.2017 1.053 x gelesen