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    Mit Nex Machina ist der neuste Twinstick-Shooter von Housemarque (Alienation, Resogun) erschienen. Schafft es der hektisch arcadige Titel an den Erfolg der Vorgänger anzuknüpfen oder kann man sich den Kauf sparen?

    Geometry Wars lässt grüßen
    In Nex Machina übernehmen wir die Rolle eines Menschen, der sich gegen die Herrschaft der Maschinen stellt. Eine Story gibt es aufgrund des sehr arcadigen Gewands nicht, vermisst habe ich sie beim Spielen jedoch nicht. Per Twinstick-Steuerung (linker Stick laufen, rechter Stick schießen), bekannt aus z.B. Geometry Wars und Alienation, schießen wir uns durch insgesamt fünf Welten mit jeweils knapp 20 kleinen Levels. Hierfür bietet uns das Spiel vier Schwierigkeitsgrade, die sich fair an unser Können anpassen und somit auch für einen langfristigen Spielspaß sorgen. Frust sollte dadurch bei niemandem aufkommen.

    nex-machina-cover

    (c) Housemarque
    seit 20.06.2017 erhältlich

    Unsere Gegner bestehen aus einer Art digitalen Kreaturen, die optisch sehr an Feinde aus dem genannten Geometry Wars oder der bekannten TRON-Optik erinnern. Auch beim Ableben explodieren sie in ihre Pixeleinzelteile, wodurch ein farbenfrohes Effektfeuerwerk gezündet wird. Hätte Sony für die PS4 keine allgemeine Epilepsiewarnung integriert, wäre sie spätestens bei diesem Titel mehr als angebracht.

    Von Level zu Level werden unsere Gegner stärker und bekommen neue Varianten, wodurch wir uns stetig an die neuen Begebenheiten anpassen müssen. Am Ende einer jeden Welt müssen wir zudem einen Boss bekämpfen, um weiterzukommen. Diese sind auch abwechslungsreich gestaltet und sind stets fordernd. In den Leveln können wir per Pick-ups neue Fähigkeiten wie einen stärkeren Schuss oder eine bessere Waffenreichweite sowie Spezialangriffe wie einen Raketenwerfer oder eine Mine freischalten. Sobald wir sterben werden diese Upgrades jedoch nach und nach zurückgesetzt und müssen erneut eingesammelt werden. Zudem ist es immer ein optionales Ziel die Menschen, die in den Leveln herumlaufen, zu retten, bevor sie von den Kreaturen gefressen werden. Dadurch haben wir die Möglichkeit einen noch höheren Highscore zu ergattern.
    Die Spielzeit auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad um jedes der knapp 100 Level im Arcademodus einmal durchzuspielen beläuft sich je nach Können lediglich auf knapp 1-2 Stunden. Dadurch, dass der Schwierigkeitsgrad und die Gegnervariationen aber stets wechseln, (bzw. veränderbar sind) kommt keine Langeweile und ein hoher Wiederspielwert auf.

    Übersichtlich aber ausreichend
    Zusätzlich zum Arcade Modus ist ein Arenamodus an Bord, in diesem geht es darum, für die jeweiligen Level einen neuen Highscore aufzustellen oder eine gewisse Zeit lang zu überleben. Die Welten lassen sich zudem auch einzeln anwählen, um zu üben. Zudem gibt es einen klassischen lokalen Koop-Modus, in welchem wir gemeinsam mit einem Freund gegen die Gegnerhorden antreten können. Ein Online-Koop ist (leider) nicht mit dabei.

    Grafisch macht Nex Machina einiges her, das Gameplay läuft konstant mit butterweichen 60 FPS und knackigen Sci-Fi Texturen. Auch die Übergänge der einzelnen Level sind durch schicke Animationen authentisch gestaltet und simulieren so das Gefühl einer zusammenhängen Umgebung. Witzig: In den Einstellungen des Spiels haben wir optional die Möglichkeit verschiedene Filter (Graustufen, Retro, Dunkel & Düster) auszuwählen.
    Der Soundtrack des Titels unterstützt das hektische Gameplay und das Arcadefeeling zusätzlich. Mit coolen Synth-Soundtracks und tiefen Bässen wird eine soghafte Atmosphäre aufgebaut. Aufgrund der sehr genauen Steuerung ist das zwischenzeitige Versagen immer auf das Können des Spielers zurückzuführen.

    Fazit

    Für den schmalen Preis von knapp 20 Euro bekommen Twin-Stick Shooter- und Retrofans mit Nex Machina einen technisch einwandfreien Titel mit einem klasse Soundtrack und Langzeitmotivation durch die individuellen Schwierigkeitsgrade geliefert. Die Entwickler von Housemarque haben ein weiteres Mal bewiesen, dass sie wissen, wie unterhaltsame Twin-Stick Shooter gemacht werden. Wer mit dem Genre allgemein nicht viel anzufangen weiß wird jedoch auch hiermit nicht eines Besseren belehrt werden.

    Wertung


    Pro

    • tolle Licht- und Explosionseffekte
    • fordernde aber stets faire Schwierigkeitsgrade
    • stimmungsvoller Retrosoundtrack
    • technisch einwandfrei
    • lokaler Koop-Modus ...

    Contra

    • ... jedoch leider kein Online-Koop

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 22.Jun.2017 1.830 x gelesen