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    Vor einigen Jahren schufen Level-5 und Studio Ghibli ein extrem liebenswertes PS3-Rollenspiel mit wunderbarer Anime-Optik und einer Geschichte voller Charme. Ni No Kuni eroberte so die Herzen zahlreicher Spieler und die Vorfreude auf Teil 2 (nun eine Konsolengeneration weiter und auch für den PC) war dementsprechend groß. Man muss sich auf einige Neuerungen gefasst machen, unter anderem waren die Zeichentrick-Veteranen nicht mehr mit an Bord, außer in Form früherer Mitarbeiter. Hat sich die Fortsetzung trotzdem die Stärken des Erstlings bewahrt?

    (c) Bandai Namco
    seit 23.02.2018 im Handel
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    Aufruhr in Katzbuckel
    Präsident Roland befindet sich auf dem Weg zu einer Konferenz, als ein massiver Bombenangriff seinen Zielort in Schutt und Asche legt. Der Politiker selbst wird noch kurz inmitten der Trümmer gezeigt, bevor er sich plötzlich in einer völlig fremden Welt wiederfindet, noch dazu deutlich verjüngt und mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet. Letztere kommen ihm schon gleich sehr gelegen, denn Roland gerät mitten in einen laufenden Putsch. Der königliche Berater Ratoleon, ein Nager-ähnliches Wesen, hat seinen Herrscher hinterhältig durch schleichende Vergiftung um die Ecke gebracht und will jetzt auch dem jungen Prinzen Evan ans Leder. Roland und dem rechtmäßigen Thronfolger gelingt, nach dem spielbaren Prolog und Tutorial für die wichtigsten Features, die Flucht aus dem Palast – der Beginn eines großen Abenteuers und der Erschaffung eines neuen Reiches, in dem „jeder für immer glücklich leben kann“.

    Evan, der Junge mit den Katzen-Ohren, und sein kluger sowie kampfkräftiger Berater Roland haben es sich also zum Ziel gesetzt, ein neues Land zu errichten. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Finden neuer Verbündeter, sowohl für die einzelnen Kämpfe als auch im Sinne der „Weltpolitik“. Passend dazu zieht die wachsende Party, zu der sich mit der Zeit etwa freundliche Luftpiraten gesellen, durch abwechslungsreiche Schauplätze.
    Überall macht sich das schädliche Wirken einer dunklen Macht bemerkbar. Im asiatisch angehauchten Goldorado, welches hauptsächlich von Hundewesen bewohnt wird, hat die Bevölkerung dadurch z.B. mit Betrug und erdrückenden Steuern zu kämpfen. Später führt der Weg unter anderem in eine Stadt am Meer oder das Innere eines technisch komplexen Baumes aus Metall.
    Die Orte wurden mit Blick fürs Detail ausgestaltet, besitzen etwa allerlei kulturelle Besonderheiten und jeweils einen ganz eigenen Look. Um sie zu erreichen, stehen den Helden später neben der Methode per pedes genretypisch auch schnellere oder für abgelegene Regionen geeignete Fortbewegungsmittel zur Verfügung. Sehr praktisch ist außerdem die Schnellreise-Funktion zu bereits besuchten Orten, mit nur wenige Sekunden dauernder Wartezeit. Komfortabel wird auch gespeichert: Neben regelmäßigen Autosaves gibt es fair verteilte Speicherpunkte und, etwa auf der Weltkarte, sogar eine freie Speicherfunktion.
    So sympathisch die Figuren und ihre Heimat sind – die Charakterentwicklungen wie auch die Lösungen für Probleme wirken manchmal übermäßig simpel und doch sehr kindlich. Die Widersacher sind da z.B. gar nicht richtig böse, sondern stehen nur unter dem Einfluss der dunklen Seite. Ist dieser vertrieben, herrscht schlagartig Friede, Freude, Eierkuchen und ein Bündnis wird feierlich unterzeichnet.
    Nichtsdestotrotz habe ich Evans Reise aber gern verfolgt, was nicht zuletzt an vielen eingestreuten Einzelschicksalen, herzerwärmenden Momenten der Freundschaft, lustigen Ideen und liebevollen Kleinigkeiten liegt.
    Die Geschichte spielt übrigens hunderte Jahre nach Ni No Kuni 1, Vorkenntnisse sind nicht nötig.

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    Anfangs sind Evan und Roland noch zu zweit unterwegs (plus Gnuffi)

    Auf in den Kampf!
    Ein zentrales Element sind erneut die zahlreichen Gefechte, die hier sehr actionreich und in Echtzeit ausgetragen werden. Die Feinde sind entweder direkt in den Umgebungen zu sehen oder durch ein Exemplar auf der begehbaren Weltkarte symbolisiert – bei Kontakt damit wird eine abgegrenzte Kampfarena geöffnet, in der sich dann unterschiedliche Monster tummeln und aus der man notfalls einen Fluchtversuch starten kann.
    Die aktive Party besteht aus maximal drei Personen, zwischen denen per Tastendruck gewechselt werden darf. Alle führen üblicherweise drei Nahkampfwaffen wie Schwerter und riesige Hämmer, ebenfalls durchschaltbar, sowie eine Fernkampfwaffe wie Pistole oder Zauberstab mit sich.
    Zur Auswahl stehen schnelle oder langsame Attacken mit entsprechender Durchschlagskraft und auch coole Spezialmanöver, deren Energie sich durch normale Angriffe füllt.
    Eine witzige Besonderheit sind die ausgesprochen niedlichen „Gnuffis“ – die kleinen Wichte schließen sich an festgelegten Story-Punkten der Gruppe an, werden durch die Opferung der richtigen Gegenstände an verteilten Altären beschworen oder im weiteren Spielverlauf gezielt erschaffen. Ein Kreis um die putzigen Freunde zeigt ihre Einsatzbereitschaft an und je nach Sorte lassen sie bei Aktivierung z.B. heilende Kräfte los oder rücken Feinden mit einer Kanone zu Leibe.
    Durch die schiere Menge der beteiligten Charaktere sowie nicht zuletzt ihre effektreichen, teils spektakulären und sehr farbenfrohen Aktionen, abgerundet durch massenweise abfallende Beutestücke und Energiekugeln herrscht auf dem Bildschirm oft schon ein ganz schönes Getümmel beziehungsweise Chaos.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 26.Mrz.2018 468 x gelesen