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    Mit Persona 5 ist nach langen 8 Jahren endlich der neueste Teil der bekannten JRPG-Reihe für die aktuellen Sony-Systeme erschienen. Hat sich die lange Wartezeit gelohnt?

    persona-5-cover

    (c) Atlus
    seit 04.04.2017 im Handel
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    Falsche Zeit, falscher Ort
    Zu Beginn unseres Abenteuers schlüpfen wir in die Rolle eines von uns benannten Protagonisten. Wir müssen uns aufgrund von gesetzlichen Auflagen für ein Jahr nach Tokio begeben und dort bei einem entfernten Verwandten leben, da wir fälschlicherweise der Körperverletzung angeklagt wurden. Dass diese Körperverletzung nur Notwehr war und dazu diente eine Frau vor einem Missbrauch zu schützen, interessiert die Menschen um uns herum recht wenig und so schlägt uns Ablehnung und Misstrauen entgegen. Mit dem Wechsel in die neue Stadt geht auch ein Schulwechsel zur örtlichen Highschool einher, der mit den bekannten Schwierigkeiten wie dem Finden von neuen Freunden und dem Zurechtfinden in den Alltagsstrukturen verbunden ist.
    Durch eine mysteriöse App auf unserem Smartphone, die sich einfach nicht löschen lassen will und immer wieder auftaucht, werden wir in eine Parallelwelt, dass Metaverse, gezogen in der wir verzerrte Abbildungen von bekannten Orten aus der Wirklichkeit vorfinden. In diesem Metaverse zeigen sich die dunklen Seiten einiger Menschen und ihrer Absichten, manifestiert in Dämonen und Dungeons, die es zu durchlaufen gilt. Diese Dungeons sind mit sehr viel Liebe zum Detail gestaltet, wodurch ein hoher Wiedererkennungswert in Hinblick auf die Menschen aus der echten Welt gegeben ist.

    Gegen die Dämonen in den Dungeons kämpfen wir nicht alleine, zusätzlich zu unseren menschlichen Begleitern mit Handwaffen und Schusswaffen werden wir von dämonenähnlichen Wesen namens Persona begleitet. Diese können wir nur im Metaverse rufen und ähnlich wie Pokemon einsetzen, um unseren Gegnern in den rundenbasierten Kämpfen das Leben zur Hölle zu machen. Aufleveln tun wir durch absolvierte Kämpfe und serientypisch durch das stärken der Freundschaften mit Personen in der echten Welt.

    Die Story von Persona 5 ist sehr verwoben und komplex, was eine kurze spoilerfreie Zusammenfassung nahezu unmöglich macht, in den knapp 80 Stunden des JRPGs werden jedoch alle offenen Fragen zufriedenstellend geklärt. Problematisch ist hierbei lediglich, dass die Story in sehr textlastigen Dialogen erzählt wird, die zum Großteil zwar mit guten Synchronsprechern vertont sind, uns jedoch serientypisch ausschließlich (!) in englischer oder japanischer Sprache und englischen Texten präsentiert werden. Hierfür reichen Grundkenntnisse in Englisch leider absolut nicht aus, da das Spiel mit Slang und Umgangssprache nicht geizt.
    Inhaltlich knüpft Persona 5 übirgens nicht an die Vorgänger an und kann dementsprechend auch ohne Bedenken von Serieneinsteigern gespielt werden.

    Spannung und Entspannung
    Durch die genannte Zeitlimitierung von einem Jahr müssen wir als Spieler genau entscheiden, wann wir was in welchem Umfang erledigen wollen. Je nachdem wie viel wir zusätzlich für die Schule machen, variieren unsere Noten und unser Ansehen dort. Zusätzlich dazu haben wir am Nachmittag nur eine begrenzte Zeit für außerschulische Aktivitäten und das Stärken der Freundschaften in Form von Dates oder Sportklubs.
    Brauchen wir mehr Geld für Waffen, müssen wir wohl oder übel einen Nebenjob annehmen der auch Zeit in Anspruch nimmt. Bei all diesem Alltagswahn darf natürlich die Befreiung der Menschen von ihren inneren Dämonen im Metaverse nicht zu kurz kommen. Wir merken also schnell, dass in Persona 5 eine gute Planung und Zeiteinteilung absolut notwendig ist. Dies störte mich im Spielverlauf nicht, da uns das Spiel die Möglichkeit gibt eigene Schwerpunkte zu setzen und so einen Anreiz für einen erneuten Spieldurchlauf bietet.

    Kunst die überzeugt
    Persona 5 schafft es durch seinen speziellen Artstyle sämtliche Abläufe und Szenen so zu gestalten, dass sie auch auf Dauer nicht langweilig werden. Übergänge vom Kampfbildschirm zurück in das Spiel sind flüssig, der Verlauf der Tage im Kalender ist optisch ansprechend dargestellt, die Ladebildschirme sind mit Witz verpackt und sogar Übergänge wie von der U-Bahn in die Schule sind mit sich bewegenden Animationen cool dargestellt. Diese grafische Gestaltung zieht sich durch das gesamte Spiel und wird in den besagten Dungeons besonders deutlich.
    Das Spiel läuft technisch absolut flüssig und bugfrei, in meiner gesamten Spielzeit kam es zu keinerlei Problemen oder Abstürzen. Der Soundtrack des Spiels ist serientypisch poppig, im aktuellen Teil jedoch keinesfalls so nervtötend wie damals. Die Musik passt absolut zum Artstyle und dem Setting des Spiels.

    Fazit

    Persona 5 schafft es, die von den Vorgängern bekannte Hybridformel aus Alltag und übernatürlichen Aktivitäten aufzugreifen und mit sinnvollen Elementen wie der abwechslungsreichen Dungeongestaltung, dem ansprechenden Artstyle sowie einem poppigen Soundtrack zu einem runden Gesamtpaket zu schnüren. Jeder Fan von JRPGs macht mit Persona 5 nichts falsch, sie sind fehlende Lokalisation ohnehin gewöhnt. Für andere Rollenspieler könnte genau diese Sprachbarriere allerdings ein Knackpunkt sein.

    Wertung


    Pro

    • toller Artstyle
    • passender Pop-Soundtrack
    • hohe Spielzeit und Wiederspielwert
    • spannende Story und authentische Charaktere

    Contra

    • Spiel komplett in (anspruchsvollem) Englisch

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 17.Apr.2017 922 x gelesen