• Werbung

  •  
    Anmelden

    In Kooperation mit den Entwicklern von Metroid Prime, Mega-Man und Destiny bringt Microsoft mit ReCore einen Genrehybrid als neues Franchise auf den Markt. Ob viele Köche die Suppe verderben oder genau die richtige Mischung finden, erfahrt ihr bei uns im Test.
    Hinweis zur Xbox Play Anywhere Funktion: Nur Käufer der digitalen Version (!) haben die Möglichkeit ReCore sowohl auf ihrer Xbox One als auch auf dem PC zu spielen. Käufer der Retailfassung (welche es aktuell NUR für die Xbox One gibt) können diese dann auch ausschließlich (!) auf der Xbox One spielen und müssten für den PC erneut bezahlen. Wer also Wert darauf legt auf beiden Plattformen zu spielen, sollte zur digitalen Version greifen (Amazon, Windows Store).

    recore-cover

    (c) Microsoft
    seit 16.09.2016 im Handel
    Trailer ansehen / Bei Amazon bestellen

    Willkommen auf Neu-Eden!
    Wir übernehmen die Rolle von Joule Adams, die sich freiwillig für die Erkundung des neu entdeckten Planeten „Neu-Eden“ gemeldet hat. Eigentlich sollten wir uns um die Vorbereitung zur Besiedelung des Planeten durch die Menschen kümmern, jedoch erwachen wir leider 100 Jahre zu spät aus dem Kryoschlaf und finden nur noch einen verlassenen Planeten voll mit feindlichen Arbeitsrobotern vor.
    Unser Roboterhund Mack ist uns bei der Erkundung der Welt ein treuer Begleiter und unterstützt uns zudem auch tatkräftig im Kampf gegen die feindlichen Roboter, zusätzlich zu Mack bekommen wir im Spielverlauf auch noch weitere mechanische Freunde welche uns dabei helfen voranzukommen. Zum Beispiel Duncan den „Heavy Hitter“ oder Seth den „Escape Artist“.
    Die Funktionen dieser Roboter (z.B. Tür-Bot oder Wächter-Bot) sind in die Spielmechanik integriert. Die titelgebenden Kerne, welche wir finden, benutzen wir um Türen zu öffnen oder um defekte Maschinen wieder zum Laufen zu bringen.

    ReCore lässt sich genretechnisch am besten als ein Action-Adventure mit Plattformer- und Shooter-Elementen bezeichnen, bewegen tun wir uns durch das Spiel ausschließlich in der Third-Person-Ansicht. All diese Genrekomponenten sind passend in den reinen Singleplayertitel integriert und funktionieren in der Praxis sehr gut.
    Über Audiologs und (ratlose) Monologe von Joule erfahren wir etwas über die aktuellen Geschehnisse und nach und nach auch über die Geschichte des Spiels. Diese wird zwar nicht sehr ausführlich dargestellt, reichte mir jedoch aus, um die Grundbedingungen klarzustellen und einen Rahmen zu bieten. Inhaltlich dreht es sich hauptsächlich um Joule, das angestrebte Ziel der Besiedelung und was in den vergangenen 100 Jahren alles passiert ist.

    Die Kernessenz
    Besiegte Gegner lassen Materialien fallen, mit denen wir unsere Roboterkameraden aufrüsten können und so deren Aussehen, Fähigkeiten und Kampfwerte anpassen. Um an die Kerne zu kommen, die von unseren Gegnern getragen werden, müssen wir diese im Kampf manuell extrahieren und unsere Feinde vorher schwächen, nicht einfach direkt erledigen. Dies kann in den meist recht hektischen Gefechten zu Teilen sehr stressig werden, lockert die Kampfabläufe aber durchaus auf. Die Steuerung in den Kämpfen funktioniert meistens gut, wird jedoch an einigen Stellen etwas hakelig und führt damit manchmal zu etwas Frust, dies hielt sich aber in Grenzen.
    Unser Abenteuer wird zwischenzeitig von verschlossenen Türen unterbrochen, die sich erst öffnen lassen wenn wir eine bestimmte Anzahl an Kernen dabei haben oder die Tür-Bots finden, die uns weiterhelfen. Durch diese Spielmechanik müssen wir oftmals altbekannte Wege zurücklaufen und suchen, was zuweilen sehr müßig werden kann und den Spielverlauf unnötig in die Länge streckt.
    Insgesamt kommt ReCore auf ca. 10 Stunden hohe Spielzeit, welche in Anbetracht des recht niedrigen Preises angemessen unterhalten konnte.

    Technikwunder?
    Die Plattformer-Mechanik von ReCore wurde sehr passend in den Spielverlauf eingebettet und fordert uns auf, metergenau zu springen und zu gleiten, damit wir nicht in die Tiefe stürzen. Zuweilen kam auch hier etwas Frust durch die bereits genannte hakelige Steuerung auf, meistens jedoch gelangen mir die Abschnitte gut und wirkten angenehm fordernd. Die Shooter-Steuerung ging flott und präzise von der Hand und fühlte sich durch gutes Trefferfeedback sehr authentisch an.

    Die Wüstenumgebungen von ReCore sind sehr schön anzusehen und vermitteln uns das Gefühl von endloser Weite und vielen Dingen zum Erkunden. In der Praxis ist dies jedoch leider nicht der Fall, ReCore präsentiert sich genretypisch als sehr linear, wer also ein Open-World Adventure erwartet wird enttäuscht. Auch der Soundtrack unterstützt die Kampagne sehr passend und dynamisch, dies wird zudem durch die guten deutschen Synchronsprecher unterstrichen, welche dem Abenteuer zusätzliches Leben einhauchen.

    Fazit

    Mit ReCore hat Microsoft einen unterhaltsamen Genrehybriden auf den Markt gebracht, der bekannten Genregrößen zwar nicht das Wasser reichen kann, für den schmalen Einstiegspreis jedoch gut unterhält und uns auf eine Reise mit tollen Charakteren und einer schönen Umgebung schickt. Zwar gibt es einige Punkte, in denen das Spiel noch Nachbesserungsbedarf hat, der niedrige Preis wiegt dies jedoch wieder auf.

    Wertung


    Pro

    • passende Genreverschmelzung
    • fantastische Grafik
    • ansehnliche Spielzeit
    • gelungene Lokalisierung

    Contra

    • teils hakelige Steuerung
    • lästiges „Backtracking“
    • keine „echte“ offene Welt

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

    Klicke für mehr zum Thema ,

    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 17.Okt.2016 1.694 x gelesen