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    Patty und Konsorten sind zurück. Risen 3 bringt ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten. Doch während die Tochter des legendären Piratenkapitäns Schwarzbart in Risen 2 noch als so etwas wie die Freundin des Hauptdarstellers zu bewundern war, ist der neue Held nun ihr Bruder. Eine ziemliche Nervensäge ist die Gute immer noch, allerdings scheint sie jetzt auch noch eine Brustvergrößerungs-OP hinter sich zu haben und hält das Ergebnis gern demonstrativ aus dem Ausschnitt quellend in die Kamera. Seufz. Sympathische Frauenfiguren sind nicht unbedingt eine Stärke von Pyranha Bytes, habe ich das Gefühl.
    Aber zum Glück ist man nur eher kurzzeitig mit Patty unterwegs und ihr namenloser Bruder hat bald ganz andere medizinische Probleme als eine schnöde Schönheitsbehandlung – während eines Schatzsuche-Trips, der den spielbaren Prolog bildet, treffen die Geschwister auf einen dämonischen Schattenlord, welcher den Protagonisten in die ewigen Jagdgründe befördert. Oder besser gesagt die gar nicht so ewigen, denn dem hilfsbereiten Voodoo-Piraten Bones gelingt die Auferweckung des Gefallenen. Dummerweise ist dessen Seele aber noch in Gefahr und nicht zuletzt deshalb bricht man auf, um die verschiedenen Inseln der Spielwelt von ihren dunklen Invasoren zu befreien. Der Hauptdarsteller nimmt seine Lage übrigens ziemlich locker, Dramatik kommt da nicht wirklich auf. Und auch in Sachen Persönlichkeit hat hier eigentlich niemand viel zu bieten, deftigen Beleidigungen, ulkigen Gnomen und Piraten-Flair zum Trotz.

    Offene Meereswelt

    Neben den diversen vertrauten Figuren, denen jedoch teils ein etwas verwirrendes neues Design verpasst wurde, sind auch manche Schauplätze für das aktuelle Spiel recycelt worden. Veteranen können dort aber immerhin ein paar Veränderungen feststellen (die Zuckerrohrplantage, auf der früher noch Sklaven schufteten, ist jetzt z.B. abgebrannt und ihre Umgebung nur noch von einer rudimentären Garnisons-Truppe bevölkert). Und natürlich warten selbst an diesen Orten allerlei frische Aufgaben und Personen.
    Die einzelnen Inseln und Küsten der Weltkarte können erfreulich nonlinear mit dem Schiff angesteuert werden. Wenn bestimmte Storymissionen als Meilensteine absolviert wurden, beginnt ein neues Kapitel und weitere wichtige Entwicklungen werden angestoßen. Nach den ersten Schritten an der Krabbenküste bereist man unter anderem die tropische Eingeborenen-Insel Kila, das düstere Calador mit seinen kriegerischen Dämonenjägern und die pompöse Zentrale der Magier auf Taranis. Der Spielverpackung liegen außerdem Downloadcodes für die Nebelinsel und die Heimat der diebischen Gnome als Zusatz-Schauplätze bei. Beim Erkunden der Gebiete fällt schnell auf, dass der Held zum Glück schwimmen gelernt hat. Ein echter Fortschritt.
    Erneut kann man durch die Erfüllung passender Aufträge zum Mitglied einer Fraktion werden, in deren Hierarchie aufsteigen und von den dazugehörigen Vorteilen wie etwa fortgeschrittenen Magie-Kenntnissen profitieren. Zur Wahl stehen u.a. die in Sachen Voodoo versierten Eingeborenen.
    Weitere Entscheidungen gibt es in den zahlreichen Gesprächen zu treffen. Risen 3 hat hierfür ein einfaches Gesinnungssystem. Gemeinheiten wie das Einschüchtern von Gesprächspartnern oder fiese Kommentare führen zum Abzug von Seelen-Punkten, freundliche und hilfsbereite Zeitgenossen, die auch mal auf fette Belohnungen verzichten, sammeln Punkte. Echte Auswirkungen hat das Ganze aber leider nicht. Sehr schade – so lohnt sich das ansonsten unnötige System nur für Achievement-Sammler, denn für das Erreichen der beiden Extreme winkt jeweils ein Erfolg.

    Badewetter wäre hier auch nicht schlecht

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    Badewetter wäre hier auch nicht schlecht


    Schwertmeister, Tiertrainer und Handwerker

    Wer Risen 2 kennt, wird sich nicht nur auf den Dschungel-Inseln, sondern auch im Kampfsystem des Third-Person-Rollenspiels gleich heimisch fühlen, wo jedoch immerhin ein paar behutsame, aber nützliche Ergänzungen vorgenommen wurden. Ungünstig ist leider vielerorts die Kameraführung.
    Als Basis besitzt man einen schnellen und einen aufgeladenen Nahkampf-Angriff, mit dem richtigen Timing kann man fremde Attacken unterbrechen und die Klinge dreimal hintereinander auf den Gegner niedersausen lassen. Als Zweitwaffen kommen unter anderem Wurfdolche und verschiedene Schießeisen zum Einsatz. Mit der Zeit werden die Kampffähigkeiten verfeinert und die Gefechte gewinnen etwa durch erhöhte Angriffsgeschwindigkeit, Konter und die Kniffe der verschiedenen Magieformen an Dynamik und Komplexität. Zum Beispiel kann man mit Spruchrollen monströse Helfer beschwören und einen schicken Feuerregen entfesseln.
    Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad (drei Stufen stehen zur Auswahl) nach einigem Aufpeppen des Helden meist relativ moderat und man kommt oft mit einer simplen Haudrauf-Methode ans Ziel. Erleichtert wird das Abenteuer auch durch die verfügbaren Begleiter. Auf dem Schiff kann man jeweils eins der bereits angeheuerten Mannschaftsmitglieder zum Mitkommen auffordern und diese Pappenheimer sind kaum totzukriegen.

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    Kategorien: Abenteuer, Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 27.Aug.2014 3.117 x gelesen

    Risen 3: Titan Lords
    Publisher Deep Silver
    Hersteller Piranha Bytes
    Genre Rollenspiel
    Weitere Infos
    Termine
    PC, PS3, X36015.08.2014 Kaufen
     

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