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    Rogue Stormers kam zuerst als Early Access Titel auf den Markt und ist nun als vollwertiges Spiel auf Steam zu einem Preis von rund 20 Euro erschienen. Ob die bekannten Entwickler von Black Forest Games (Giana Sisters: Twisted Dreams) im aktuellen Rogue-like Action-Platformer einen Konkurrenten für die Genre-Veteranen geschaffen haben, erfahrt ihr bei uns im Test.

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    (c) Black Forest Games
    seit 21.04.2016 erhältlich
    Bei Steam kaufen

    Gameplay hui, Story …
    Als einer von fünf Helden, die wir im Spielverlauf nach und nach freispielen müssen, stürzen wir uns in Rogue Stormers direkt in das Erste von den insgesamt sechs Leveln und in den Kampf gegen die bösen Orks und ihren Anführer Hector von Garg. Optisch finden wir uns in einem Fantasy-Setting mit diversen Steampunk-Elementen wieder. Genretypisch sind die Level nach jedem permanenten (!) Tod komplett zufallsgeneriert und lassen uns nur mit dem aktuellen Questziel sowie unseren verdienten Erfahrungspunkten in den nächsten Versuch starten. In den Leveln besiegen wir Wellen von Orks und anderen Gegnern, welche durch Portale kommen und uns an den Kragen wollen. Nach und nach erkunden wir mit unserem Charakter die Gefilde. Diese bestehen aus jeweils 9-12 der zufällig generierten Räumen, wodurch jeder weitere Versuch zu einer neuen Herausforderung wird. Dementsprechend gilt es spielerisch eher vorsichtig vorzugehen, statt durch die Level zu rushen, da wir genretypisch keine zweite Chance bekommen.

    Jeder der Charaktere unterscheidet sich in seinen Waffen und seinen Attacken und bietet somit diverse Vor- und Nachteile. Unser Startheld verfügt so z. B. über ein Maschinengewehr und einen Schadensbooster, weitere Kämpfer, wie eine Opernsängerin mit einem Flammenwerfer, eine Barkeeperin mit einer Schrotflinte, ein Krieger mit schleimigen Attacken oder ein Scharfschütze ergänzen das Arsenal sehr abwechslungsreich.

    Die Story des Spiels ist leider eher Standardkost und dreht sich im Groben um die Schlacht der „Rogue Stormers“ gegen die bösen Orks, welche die Herrschaft über das Königreich der Spielwelt erlangen wollen. Transportiert wird die Geschichte über kurze Comic-Zwischensequenzen sowie Zeitungsausschnitte zwischen den Leveln, bleibt aber insgesamt eher seicht.

    Früh übt sich was ein Held werden will
    Unsere Gegner lassen sowohl Gesundheits- als auch Erfahrungs-Pick-ups, sowie Gold fallen, welche unser (sich nicht regenerierendes) Leben wieder auffüllen bzw. uns in In-Game Shops die Möglichkeit bieten, temporäre Buffs und Sekundärwaffen wie Minen oder Gewehre mit einem breiteren Schussfeld etc. für unseren Helden und den aktuellen Durchlauf zu erwerben.
    Nach und nach schalten wir durch das Erfüllen von Aufträgen/Quests, weitere Charaktere und Level frei. Die ungefähre Spielzeit für das vollständige Freispielen aller Inhalte ist hierbei sehr abhängig vom spielerischen Können, lässt sich aber grob mit 10 – 20 Stunden einordnen.

    Die Erfahrungspunkte bieten uns auch über den Tod hinaus die Möglichkeit zufällige dauerhafte (!) Fähigkeiten für unseren Charakter freizuschalten, um so dem sehr hohen, aber stets fairen, Schwierigkeitsgrad des Spiels Schritt für Schritt gerecht zu werden.
    Dieser hat mich während des Spielens oft an die Dark Souls Reihe erinnert, da auch bei Rogue Stormers die Lernkurve sehr hoch ist, wir aber durch stetiges Versuchen und Verbessern unseres Charakters mit unseren Herausforderungen wachsen. Vom Aufbau erinnert Rogue Stormers an den Genreklassiker „The Binding of Isaac“, unterscheidet sich jedoch durch das Gameplay und die dauerhaft freischaltbaren Fähigkeiten.
    Gesteuert wird das Spiel wie ein klassischer Twin-Stick Shooter mit Jump & Run Elementen, vorzugweise mit einem Controller, da die Maus und Tastatur Steuerung im direkten Vergleich etwas fummelig wirkt.

    Geteiltes Leid ist halbes Leid
    Zusätzlich zum Singleplayermodus bietet uns Rogue Stormers einen lokalen und Online-Multiplayer-Modus mit insgesamt vier Spielern, welcher das Spiel im Allgemeinen sehr erleichtert, da uns Fehler als Einzelspieler kaum verziehen werden und der genretypische Permadeath uns schnell frustrieren kann, wenn wir dann doch mal an unsere spielerischen Grenzen gelangen. Gemeinsam mit Freunden lässt es sich das Spiel wesentlich zügiger und mit weniger Frustration spielen, jedoch kann es zwischenzeitlich zu ungewollten Toden durch herumgewarpe der Charaktere – bedingt durch Platzmangel – kommen. Zum Testzeitpunkt gestaltete es sich jedoch noch schwierig, Mitspieler im Onlinemodus zu finden, dementsprechend wurde die Suche zu einem eher zähen Erlebnis.

    Die Grafik des Spieles ist sehr ansehnlich, für einen Titel dieser Preisklasse und läuft auch auf älteren PCs noch flüssig. Die Texturen sind gestochen scharf und die sehr detaillierten Hintergründe bieten uns auch im Eifer des Gefechtes und trotz der Zufallsgenerierung noch einiges zum Ansehen. Der Soundtrack und die Soundeffekte sind sehr hörenswert und ergeben eine Mischung aus Electro, Rock und komponierter Schlachtmusik, welche sich den sehr unterschiedlichen Levelumgebungen gut anpasst.

    Fazit

    Das Spielprinzip klingt nicht wirklich neu, jedoch macht Rogue Stormers gerade mit Freunden eine Menge Spaß und bietet mit vielen Details und den zufallsgenerierten Levels einen hohen Wiederspielwert und eine Menge Content für den Preis von knapp 20 Euro. Es revolutioniert das Genre zwar nicht, bietet jedoch gerade für Fans von Rogue-like Titeln und Koop-Spielern ein solides Gesamtpaket - setzt aber auch eine gesunde Frustrationstoleranz voraus.

    Wertung


    Pro

    • Hoher Wiederspielwert durch zufallsgenerierte Level
    • Vielseitige Charaktere
    • Enormer Koop-Spaß mit Freunden
    • Fordernder Schwierigkeitsgrad …

    Contra

    • … der manchmal aber auch frustrierend werden kann
    • Aktuell noch recht leere Server
    • Uninteressante Story

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 4.Mai.2016 1.354 x gelesen