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    Styx: Shards of Darkness ist das zweite Stealth-Abenteuer des meuchelnden Goblins Styx. Ob der Nachfolger den 1. Teil noch mal toppen kann oder ihr ihn getrost ignorieren könnt, haben wir für euch getestet.

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    (c) Focus Home
    seit 17.3.2017 im Handel
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    Der Feind meines Feindes …
    Styx: Shards of Darkness wirft uns direkt nach der Intro Sequenz in ein umfangreiches Tutorial, das uns die Grundlagen des Schleichens und Meuchelns ansprechend näherbringt. Wir haben die Aufgabe den Lohn der Stadtwachen für unseren Auftraggeber zu stehlen, um so Unruhen zu verursachen. Dieses Tutorial geht fließend in die erste Mission des Spiels über und steigt vom spielerischen Anspruch auch rasant an. Schön wäre es gewesen, wenn uns das Spiel etwas über die vorhandene Schnellspeicherfunktion erzählt hätte, dadurch sparen wir uns gerade im späteren Spielverlauf eine Menge unnötigen Frust.
    Die Geschichte des Vorgängers ist für den Spielspaß und das Verständnis nicht relevant, da Shards of Darkness eine neue Geschichte rund um Diebstahl und Morde aus dem Hinterhalt erzählt. Im Intro wird uns Styx kurz vorgestellt und werden die Rahmenbedingungen der Handlung ansprechend zusammengefasst.

    Nachdem wir das Geld abgeliefert haben, treffen wir auf eine Gruppe von Söldnern, die es sich eigentlich auf die Fahne geschrieben haben, alle Goblins zu töten, uns jedoch aufgrund unserer Meuchelkompetenz kurzerhand anheuern, um für Sie zu arbeiten. Aufbauend auf dieser recht dünnen Story schleichen wir durch insgesamt zehn Missionen, wodurch sich eine Spielzeit von ca. 10 – 15 Stunden ergibt, je nach gewähltem Schwierigkeitsgrad. Hierbei ist erwähnenswert, dass ich selbst auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad (trotz meiner Spielerfahrungen mit dem Vorgänger) viele Frustmomente zu Beginn des Abenteuers durchleben musste. Dies ist auf die sehr aufmerksame Gegner-KI und die recht schwammige Steuerung beim Springen und genauen Bewegungen zurückzuführen. Immerhin, der Deadpool-ähnliche Humor von Styx in Form von provokanten Sprüchen auf dem Game Over Bildschirm entschädit dafür etwas.
    Kämpfen ist in Shards of Darkness zwar wieder eine Option, jedoch müssen wir hierfür exakt parieren, um nicht schon nach ein paar Schlägen Richtung Goblinhimmel zu wandern. Anders als im Vorgänger können wir nach einem begonnenen Zweikampf jederzeit versuchen zu flüchten, dies erspart uns einige unnötige Tode, klappt aber nicht immer. Fähigkeiten wie das Herbeizaubern eines Doppelgängers oder das Werfen von Sand, verhelfen uns zwar zu einem schnelleren Vorankommen, müssen aufgrund des hohen Ressourcenverbrauchs aber mit Bedacht eingesetzt werden.

    Das Spiel lässt uns die Wahl, die Kampagne, die sich um Intrigen und Aufträge dreht, alleine durchzuspielen oder erstmals mit einem Freund per Online-Coop. In diesem Fall sind wir dann mit zwei Goblins unterwegs und können abgesprochene Ablenkungsmanöver durchführen. Einige Missionen werden dadurch zwar leichter, andere hingegen sind eher für einen Spieler konzipiert. Missionen die explizit für zwei Spieler gedacht sind gibt es leider nicht. Zudem bleibt die Schnellspeicherfunktion beim Coop-Spiel dauerhaft deaktiviert, Spaß macht das gemeinsame Meucheln trotzdem.

    Home Sweet Home
    Zwischen den Missionen kehren wir in unseren Unterschlupf zurück, in dem wir unsere Waffen modifizieren, Missionen erneut spielen und neue Ausrüstung anlegen können. Zusätzlich zur Ausrüstung haben wir die Möglichkeit, die Fertigkeiten von Styx in insgesamt fünf Bereichen zu verbessern (Heimlichkeit, Klonen eines steuerbaren Doppelgängers, Töten, Alchemie zur Herstellung und Verbesserung und Wahrnehmung). Hierfür nutzen wir Punkte, die wir für Schnelligkeit und Unauffälligkeit in den Missionen erhalten und Gegenstände, die wir aufsammeln können.

    Die Level führen uns in düstere Gassen, helle Elfenstädte und sogar Luftschiffe, wobei alle Szenarien schön in Szene gesetzt sind. Einen Preis gewinnt Styx: Shards of Darkness optisch trotzdem nicht, da die Texturen und Lichteffekte nicht immer zeitgemäß sind, jedoch empfand ich die Gestaltung trotzdem ansprechend und absolut genügend. Mit konstanten 30 FPS bleibt das Spiel aber leider hinter seinen Möglichkeiten, gerade was die ansonsten nur durchschnittliche Grafik angeht hätte hier eine etwas höhere Framerate dem Spielgefühl gut getan. Zusätzlich sind die Ladezeiten des Spiels trotz einiger Patches auf der PS4 extrem lang.
    Ein Soundtrack ist aufgrund des Schleichgameplays und der damit verbundenen Ruhe und Bedachtheit eher beiläufig vorhanden, reichte aber in den passenden Momenten aus, um spannende oder hitzige Situation zu untermalen.

    Fazit

    Mit Styx: Shards of Darkness finden Stealth-Fans ein forderndes, atmosphärisches Schleichspiel vor, welches sich erstmals auch gemeinsam mit einem Freund im Coop-Modus spielen lässt. Trotz einiger technischer Schwächen wie den langen Ladezeiten oder der begrenzten Framerate, weiß unser grüner Gefährte mit seinem schwarzem Humor und dem guten Gameplay zu überzeugen und über die knapp 15 Stunden lange Kampagne zu unterhalten.

    Wertung


    Pro

    • gut inszeniertes Stealthgameplay
    • tolle Atmosphäre
    • spaßiger Coop-Modus
    • fordernder Schwierigkeitsgrad ...

    Contra

    • ... der zu Beginn jedoch etwas happig wirkt
    • lange Ladezeiten
    • „nur“ 30 FPS
    • Steuerung teils ungenau

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 31.Mrz.2017 1.082 x gelesen