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    Mit Sword Art Online: Hollow Relization (SAOHR) ist bereits das vierte Spiel der Serie. Diese war bisher sehr komplex und für Neueinsteiger schwer zu durchschauen, der aktuelle Spielableger hat nun den Anspruch Serienneulingen einen guten Einstieg zu bieten. Ob dies gelungen ist oder wir verwirrt zurückgelassen wurden, erfahrt ihr im Test.

    sword-art-online-hollow-realization-cover

    (c) Bandai Namco
    seit 08.11.2016 im Handel
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    Alles neu
    In der Welt von SAOHR hat sich die Technik soweit entwickelt, dass Spieler per VR (Virtual-Reality) Brille wirklich komplett in die Spielwelt von Onlinespielen eintauchen können. In der Vorgeschichte wurden eben diese VR Brillen manipuliert, was dazu führte, das Spieler die online ablebten, auch im echten Leben starben. Trotz dieser traumatischen Erlebnisse stürzen wir uns als Protagonist Kirito mit einer neuen, ungefährlichen Brille mit unseren Freunden erneut in ein solches MMO. Dieses neue Spiel hört auf den Namen „Sword Art: Origins“ und findet in der fiktiven Spielwelt „Ainground“ statt.
    Zu Beginn des Spiels können wir unseren Namen und das Aussehen unseres Charakters in einem übersichtlichen und recht umfangreichen Editor anpassen. Durch bebilderte Tutorialeinblendungen in Textform werden uns sämtliche Inhalte und Grundlagen des Spiels vermittelt. Anfangs sind diese sehr hilfreich, im weiteren Spielverlauf unterbrechen sie den Spielfluss jedoch teils störend.

    Gemeinsam sind wir stark!
    Die Story des Spiels dreht sich um den virtuellen Freundeskreis und das Spielen des fiktiven MMOs, also sozusagen ein „Spiel im Spiel“. Wir können einige Bosse auch mit „echten Freunden“ per Playstation Network bekämpfen, ansonsten greifen wir jedoch auf simulierte KI-Teammitglieder zurück – ähnlich wie in .hack damals auf der Playstation 2.
    Zusätzlich zum reinen Spielen beschäftigen wir uns mit einer mysteriösen namenlosen KI, welche wir treffen, die jedoch keinerlei Information zum Spiel zu kennen scheint und uns nur Wortfetzen entgegenwirft. Vorangetrieben wird die Story durch animierte 2D Szenen, welche wir genretypisch nur in japanischer Tonspur zu hören bekommen, sämtliche Bildschirmtexte sind jedoch auf Deutsch. Rückblenden erlauben Einsteigern hierbei direkt Anschluss an die aktuellen Geschehnisse zu finden, und die vorhergegangene Geschichte ausreichend knapp nachzuvollziehen.

    Inhaltlich ist die Story nicht umwerfend, konnte mich jedoch ausreichend motivieren, um das Spiel durchzuspielen – die Spielzeit des Titels beläuft sich auf ca. 30 – 40 Stunden. Zu Beginn lernen wir knapp ein Dutzend (!) Charaktere mit Namen und Hintergrundgeschichte kennen, sodass ich schon nach kurzer Zeit den Überblick verlor und mich öfters gefragt habe, wer denn nun wer ist.

    Schick aber gewöhnlich
    MMO typisch bewegen wir uns in der Third-Person-Sicht durch die Spielwelt und nehmen Hauptquests an, welche den Spielverlauf vorantreiben oder können in Nebenquests optional neue Waffen und Rüstung, sowie zusätzliche Erfahrungspunkte einheimsen.
    Die Nebenquests a la „Töte 10 von diesen Monstern“ oder „Sammle 7 Kräuter dieser Sorte“ sind eher flach, die Belohnungen in Form von neuen Waffen oder Rüstungen fallen jedoch recht gut aus und sind auch für die Hauptmissionen sinnvoll einsetzbar. Hierbei hätte etwas mehr Liebe zum Detail dem Questdesign durchaus gut getan, denn auch hier sind die Geschichten rund um die Quests eher generisch.
    Das Kampfsystem, welches den Kern des Gameplays darstellt, läuft in Echtzeit ab und erfordert von uns gut getimtes Ausweichen und koordinierte Angriffe. Hierbei können wir unseren Gruppenmitgliedern per Kurzbefehl Verhaltensanweisungen geben, welche von diesen in der Praxis auch recht zügig und genau umgesetzt werden.

    Neben den Quests bietet SAOHR uns die Möglichkeit sich mit unseren Kameraden zu befreunden und das Verhältnis zu ihnen zu stärken, dies kann von einer simplen Freundschaft bis hin zu einer Beziehung führen und findet fernab der Story statt. Dadurch können wir Vorteile im Kampf freischalten, welche sich aber nicht gravierend auf das Erlebnis auswirken.
    Die Grafik des Spiels ist für ein JRPG durchaus ansehnlich und läuft in den Kampfarealen mit flüssigen 60 FPS. In der Stadt ist die Framerate jedoch auf 30 beschränkt. Man merkt dem Titel jedoch an, dass er auch auf der PS Vita erschienen ist und dementsprechend grafisch ein paar Abstriche gemacht werden mussten. Nichtsdestotrotz braucht sich SAOHR nicht verstecken.

    Fazit

    Mit Sword Art Online: Hollow Realization haben die Entwickler von Aquria ein solides JRPG herausgebracht, welches jedoch durch Probleme wie dem dünnen Questdesign und der recht langsam in Fahrt kommenden Story schwächelt. Für MMO und JRPG Fans lohnt sich der Kauf aufgrund des soliden Gameplays und des Umfangs dennoch, auch wenn es nur ein „simuliertes MMO“ ist, alle anderen sollten es vorher einmal anzocken.

    Wertung


    Pro

    • ansehnliche Grafik
    • solides Gameplay
    • großer Spielumfang
    • einsteigerfreundlich
    • interessanter Storyansatz…

    Contra

    • … der leider nur langsam in Fahrt kommt
    • dünnes Questdesign

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 16.Nov.2016 1.515 x gelesen