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    Knapp zwei Jahre nach Release des erfolgreichen Vorgängers bringen Respawn Entertainment den zweiten Teil des Parcour-Egoshooters heraus. Können die durch Titanen unterstützten Gefechte immer noch unterhalten, oder hat das Spielprinzip schon etwas Rost angesetzt? Wir haben uns den Titel einmal genauer angeschaut.

    titanfall-2-cover

    (c) Electronic Arts
    seit 28.10.2016 im Handel
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    Diesmal auch allein
    Im Gegensatz zum Vorgänger hat Titanfall 2 eine Einzelspielerkampagne mit an Bord. In dieser werden wir in die Rolle des Soldaten Jack Cooper geworfen, dessen größter Wunsch es ist, einmal ein Titan-Pilot zu werden. Von diesem Ziel ist er aber durch seinen aktuellen Ausbildungsrang noch weit entfernt. Durch einen bedauernswerten Zufall und das Ableben eines Veteranen werden wir spontan zum neuen Inhaber des Titans BT-7274 ernannt. Gemeinsam mit BT machen wir uns nun auf in den Kampf gegen die Feinde der IMC (Interstellar Manufacturing Corporation).
    Insgesamt bietet die Kampagne ca. 8 Stunden Unterhaltung, bis wir uns schließlich an einem sehr episch inszenierten Ende wiederfinden, welches mich beeindruckt zurückließ. Inhaltlich geht es hauptsächlich um die Rettung des Planeten und die Beziehung zwischen Jack und BT, die in witzigen und teils emotionalen Dialogen glaubwürdig transportiert wird.

    Doppelsprung, Wallrun, Sprung, Wallrun
    Die Steuerung und die Bewegungen in Titanfall 2 spielen sich so flüssig wie im Vorgänger und bieten uns in den Leveln der Kampagne fast durchgehend die Möglichkeit, unsere Parcour-Fähigkeiten unter Beweis zu stellen, wenn wir zu Fuß ohne unseren Titan unterwegs sind. Dies funktionierte in der Praxis sehr gut und führte nur selten durch Flüchtigkeitsfehler zu Abstürzen. Auch das Fortbewegen im Titan geht gut von der Hand und lässt uns nach kurzer Zeit eins mit diesem werden.

    Der Multiplayer von Titanfall 2 ist trotz der gelungenen Kampagne das Herzstück des Spiels. In insgesamt zehn Modi kämpfen wir dort gegen andere Spieler. Darunter befinden sich Klassiker wie Materialschlacht (Team-Deathmatch), Hardpoint (Herrschaft), Capture The Flag aber auch zwei neue Modi wie Kopfgeldjagd, in welchem wir für Kills Geld erhalten und dieses zwischen den Gefechten einlagern müssen, oder den Kolosseumsmodus, in dem wir eine Gebühr in Form von Spielwährung investieren müssen, um an den Gefechten teilnehmen zu können.
    Die Matches laufen immer 6 vs. 6 Spieler ab und sind durch das hohe Tempo, durch Wallruns und hohe Sprünge wie schon im Vorgänger recht hektisch, machen dadurch aber auch Spaß, da sie nicht langweilig werden.

    Pimp your Titan
    Unseren Piloten und unseren Titan können wir in Form von Klassen komplett anpassen. Hierbei gibt es eine Vielzahl von Waffen, Fähigkeiten und optischen Skins, aus denen wir wählen können. Hier merkt man wirklich, dass die Entwickler auf die Wünsche der Fans eingegangen sind, denn die Waffenauswahl ist beträchtlich gewachsen und bietet wesentlich mehr Aufsätze etc. Zu diesen Anpassungen bietet uns das Spiel für unseren Titan sechs verschiedene Titan-Chassis, die alle verschiedene Schwerpunkte haben. Der Ronin zum Beispiel kämpft mit einem Schwert, der Northstar kann schweben und der Scorch verbrennt seine Gegner mit einem Thermitwerfer.

    All diese Inhalte schalten wir per Levelsystem frei. Das funktioniert in Titanfall 2 nicht über Erfahrungspunkte, sondern über erfolgreich abgeschlossene Herausforderungen, für die es dann einen „Fortschrittsbalken“ gibt der zum Levelaufstieg führt. Auch ein Sieg oder eine gute Beteiligung am Match geben uns einen solchen Punkt. Dies motivierte mich beim Spielen persönlich wesentlich mehr als reine EP.
    Sämtliche kommenden Inhalte für den Multiplayer werden laut Entwickler für alle Spieler kostenlos zur Verfügung gestellt, dies ist auch der Grund wieso es, wie sonst für das Genre üblich, keinen Season Pass zu kaufen gibt. Dieser Fanservice ist gerade in Anbetracht der aktuellen Konkurrenz sehr herausstechend.

    Grafikbombe
    Die Grafik von Titanfall 2 lässt sich als sehr gelungen bezeichnen. In sämtlichen Modi läuft das Spiel mit konstanten 60 FPS ab, auch in den sehr hitzigen Titan-Gefechten. Die Texturen und Lichteffekte sind sehr modern und stützen die Zukunftspräsentation ansehnlich. Der Sound und die Synchronsprecher des Spiels sind glaubwürdig und untermalen das Gameplay mit einer authentischen Soundkulisse.

    Fazit

    Mit Titanfall 2 ist es Respawn Entertainment gelungen, auf die Wünsche der Spieler einzugehen und trotzdem der altbewährten Titanfall-Formel treuzubleiben. Titanfall 2 ist ein rundum gelungenes Shootererlebnis, welches sich vor der aktuellen Konkurrenz absolut nicht zu verstecken braucht und in Sachen Umfang, Grafik und Gameplay bei den ganz Großen mitspielen kann. Fans des Vorgängers und Spieler, die Abwechslung im Shooter-Genre suchen, machen mit einem Kauf absolut nichts verkehrt.

    Wertung


    Pro

    • emotionale Einzelspielerkampagne
    • großer Spielumfang
    • spaßiger Multiplayer
    • tolle Grafik
    • authentischer Sound
    • kommende DLCs kostenlos

    Contra

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 6.Nov.2016 2.373 x gelesen
    • Konsolenumbau.Expert

      Danke für den Einblick. Ich denke das hat die Kaufentscheidung erheblich erleichtert.