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    Nach einem Release für PC, Wii U, Xbox One und iOS Geräte ist der Jump&Run Platformer Toby: The Secret Mine (TTSM) endlich auch für die Playstation 4 erschienen. Wir bringen Licht ins Dunkel, ob sich der Titel nur wie ein Abziehbild zum offensichtlichen Vorbild Limbo spielt oder mit seinem eigenen Charme zu überzeugen weiß.

    toby-the-secret-mine-cover

    (c) HeadUp Games
    seit 06.04.2017 im Handel
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    Limbo 2.0?
    In TTSM starten wir als Protagonist Toby in ein 2D Jump&Run Szenario. Toby selbst ist eine Art mystisches Wesen mit spitzen Hörnern oder Ohren auf dem Kopf. Unsere Heimatstadt und unsere Freunde werden von größeren Wesen mit roten Augen entführt und gefoltert, weshalb wir uns auf den Weg machen, diese zu befreien und die bösen Wesen zu verfolgen. Wir bewegen uns von links nach rechts und können Toby per Tastendruck zum Springen oder Auslösen von Hebeln und Schaltern bringen. Die Steuerung des Titels geht hierbei sehr genau und gut von der Hand, wodurch Fehler und Bildschirmtode meistens durch unser Eigenverschulden entstehen.

    Die Optik des Titels erinnert ab der ersten Minute an das offensichtliche Vorbild Limbo oder auch an Badland. Im Gegensatz zu Limbo finden wir in TTSM in den knapp 20 Leveln auch farbenfrohe Hintergründe und Szenenwechsel als Kontrast zum ansonsten grau-schwarz gehaltenen Design vor. Revolutionäre Gameplayansätze oder Ähnliches bietet uns TTSM jedoch nicht: In den einzelnen Leveln müssen wir uns über Hindernisse bewegen, Rätsel lösen, versteckte Durchgänge und Eingänge finden und vor unbesiegbaren Feinden fliehen. All diese Herausforderungen benötigten beim Durchspielen teilweise mehrere nervige Trial-and-Error Versuche, waren mit etwas Hirnschmalz und Glück jedoch absolut schaffbar. Zusätzlich dazu können wir in den einzelnen Leveln versteckte Käfige mit unseren Artgenossen finden, die wir durch Dagegenspringen befreien können.

    Was die Story und die Bindung zu Toby als Charakter anbelangt, fühlte ich mich etwas ernüchtert, da uns der Titel leider keine allzu tiefgründige Geschichte bietet, die uns mitfiebern lässt. Die recht brutalen Tode, wie wir sie aus Limbo kennen, bietet TTSM in der Form nicht. Klar stirbt Toby des Öfteren, da dies aber meist durch dieselbe Animation verdeutlicht wird und wir immens viele virtuelle Tode durch das genannte Trial-and-Error Prinzip sterben, war es für mich gegen Ende eher ein notwendiges Übel. Was den Wiederspielwert anbelangt, bleibt lediglich das Sammeln aller eingesperrten Artgenossen, inhaltlich tut sich bei einem 2. Durchlauf ansonsten nichts.

    Grafisch und technisch sieht TTSM auf der PS4 wunderbar aus, die Licht- und Schatteneffekte sind optisch sehr ansehnlich und der Soundtrack bzw. die Soundeffekte sind passend unheimlich aber nicht zu aufdringlich oder gar nervig. Die Spieldauer des Titels beträgt je nach Können 2 – 4 Stunden, dieser Umstand basiert wohl auf der ursprünglichen mobilen Version.

    Fazit

    Toby: The Secret Mine erfindet das Rad nicht neu, weiß jedoch durch abwechslungsreiche und angemessen fordernde Level in aller Kürze zu unterhalten. Lediglich die nervigen Trial-and-Error Passagen sowie die kaum vorhandene Story schmälern das Spielerlebnis etwas. Für aktuell knapp 15 € sollten Konsolenzocker die Fans von Limbo oder Jump&Run Platformern sind, einen Blick riskieren. Wen die düstere Optik oder das simple Gameplay schon damals nicht begeistern konnten, wird sich von TTSM jedoch auch nicht umstimmen lassen.

    Wertung


    Pro

    • optisch sehr schön gestaltet
    • genaue Steuerung
    • abwechslungsreiche Level
    • stimmige Soundkulisse

    Contra

    • Umfang könnte größer sein
    • einige Rätsel teilweise zu leicht
    • Story kaum vorhanden
    • Trial-and-Error Passagen teilweise nervig

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Abenteuer, Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 8.Jul.2017 608 x gelesen