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    Auf den ersten Blick besteht Verwechslungsgefahr. Ein cooler Typ mit Hut und schickem Outfit, der sich einen Weg durch die düsteren Gassen eines Hack&Slay-Titels bahnt – das kann doch nur Van Helsing aus der gleichnamigen Reihe sein. Doch bei näherem Hinsehen entpuppt sich der schlagkräftige Held als neuer Monsterjäger Victor Vran, der trotz gewisser Parallelen zum genannten Herrn auch noch einige interessante Eigenheiten zu bieten hat.

    Lebende Tote und andere Nervensägen

    Dem Ruf eines Freundes und Dämonenjäger-Kollegen folgend, reist Victor Vran in die Stadt Zagoravia, welche – Überraschung! – derzeit von allerlei fiesen Viechern überrannt wird. Was folgt ist eine genreübliche Story über dunkle Mächte und unliebsame Zwischenfälle, die unter anderem mithilfe schön gezeichneter Bilder erzählt wird.
    Die Art der Präsentation wirkt ziemlich statisch und letztendlich ist die Story auch nicht allzu interessant, zwei Punkte sorgen aber doch für eine recht gelungene Atmosphäre. Zum einen ist die Sprachausgabe sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch klasse, so hat der Protagonist beispielsweise die markante deutsche Stimme von Leinwandhelden wie Vin Diesel. Zum anderen haben die Entwickler immer wieder kleine Anspielungen auf andere Spiele, Filme oder sonstige bekannte Themen eingebaut, von passenden Gegnernamen (wie Elsa für eine frostige Gestalt) bis zu Zitaten und besser versteckten Gags. Gerade auch eine mysteriöse Präsenz, die immer wieder das Abenteuer kommentiert, liefert einige unterhaltsame Sprüche in dieser Richtung ab.

    Schon bald ist das Inventar gut gefüllt

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    Schon bald ist das Inventar gut gefüllt


    Dämonische Kräfte und elegante Sprünge

    Beim Kampfsystem treffen Standards der Action-Rollenspiel-Zunft auf ein paar sonst eher aus anderen Genres bekannte Features. Der Held trägt jeweils zwei Waffen bei sich, zwischen denen auf Knopfdruck gewechselt wird. Apropos Knopfdruck: Das Spiel bietet mehrere Steuerungsvarianten, neben einer eher klassischen Mausklick-Kontrolle kann man Victor auch direkt mit der Tastatur oder, meiner Meinung nach am komfortabelsten, per Gamepad dirigieren.
    Abgesehen von der Standardattacke verfügt jede Waffe über zwei Spezialangriffe mit entsprechender Cooldown-Zeit, außerdem kann man diverse Granaten-Arten schmeißen und nach genug Angriffen coole Dämonenkräfte entfesseln. Auf diese Weise werden z.B. Feinde von herabstürzenden Meteoriten erschlagen, die Lebensenergie des Helden regeneriert sich oder er kann sich neben sein aktuelles Ziel teleportieren. Auch von diesen Kniffen sind zwei gleichzeitig ausrüstbar und die Auswahl kann sich nach einer Weile (da neue Kräfte im Kampf erbeutet werden) sehen lassen. Unmengen von verschiedenen magischen Schicksalskarten mit ihren passiven Effekten erweitern die Individualisierungsgelegenheiten zusätzlich. Mit ihnen steigert man beispielsweise Energie und Durchschlagskraft oder erhält die Chance auf automatische Explosionen und andere Hilfen.
    Im Gefecht gegen hungrige Vampire, die obligatorischen Riesenspinnen, rastlose Geister und andere Horrorgestalten hat der Hauptdarsteller darüber hinaus die Möglichkeit, manchen Attacken durch eine Ausweichrolle oder seine Sprungfähigkeit zu entgehen. Letztere ist auch außerhalb der Kämpfe nützlich, denn aufmerksame Spieler können damit in den Umgebungen oft versteckte Schatztruhen aufspüren. Wie ein Jump&Run-Charakter ist Victor sogar in der Lage, sich hüpfend von Wänden abzustoßen, auch wenn die Steuerung dann nicht ganz so präzise wirkt wie in waschechten Geschicklichkeitsspielen.

    Scharfe Sensen und schockende Schießgewehre

    Die Ausbeute an erkämpften oder gefundenen Mordwerkzeugen ist nicht ganz so riesig wie in manchem Konkurrenztitel, Victor kann aber durchaus einige interessante Stücke unterschiedlichster Stärke und Angriffsgeschwindigkeit ergattern. Neben Nahkampfwaffen wie Schwert und Rapier gibt es auch mehrere Arten von Schießprügeln, darunter z.B. die elektrischen „Blitzgewehre“. Als besonderes Schmankerl winken sehr seltene legendäre Waffen wie ein Lichtschwert oder der witzige Kürbis-Hammer. Doch auch die gewöhnlicheren Exemplare richten ordentlich Schaden an und durch die so genannte Transmutation darf man außerdem umfangreiche Kombinationsmöglichkeiten nutzen, um Gegenstände zu verbessern bzw. neue zu erschaffen. Transmutation ist nicht nur bei Waffen möglich, sondern auch bei Schicksalskarten und Dämonenkräften.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Christina Schmitt 4.Aug.2015 2.131 x gelesen

    Victor Vran
    Publisher Euro Video
    Hersteller Haemimont Games
    Genre Action-Rollenspiel
    Altersfreigabeab 12 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    PC24.07.2015 Kaufen