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    Wer an postapokalyptische RPG-Szenarien der Computerspielwelt denkt, hat wahrscheinlich als erstes die Fallout-Reihe im Kopf. Doch schon neun Jahre vor dem Start jener Serie wurden Abenteurer von Wasteland in ähnlich unwirtliche Einöden geschickt. Diesen Klassiker habe ich damals zwar verpasst (zu der Zeit war ich wahrscheinlich eher mit dem Auspacken meiner Schultüte und den ersten Seiten von „Mimi, die Lesemaus“ beschäftigt) und auch viele andere heutige Spieler waren damals noch nicht mit an Bord, die von inXile Entertainment ins Leben gerufene Fortsetzung konnte sich als Kickstarter-Projekt aber beeindruckende Unterstützung sichern. Anhand der fertigen Version dürfen wir uns nun davon überzeugen, ob die Neuauflage den Erwartungen gerecht wird und ob sich die Wiedererweckung gelohnt hat.

    Körperpflege ist nicht gerade die Stärke der meisten Wasteland-Bewohner

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    Körperpflege ist nicht gerade die Stärke der meisten Wasteland-Bewohner


    Gemeinsam sind sie stark

    Nach dem mit nuklearer Gewalt ausgetragenen dritten Weltkrieg hat sich Amerika in eine lebensfeindliche, in vielen Gegenden noch stark verstrahlte Steppenlandschaft verwandelt, wo sich Gesetzlose, mutierte Kreaturen und andere unangenehme Zeitgenossen herumtreiben und den weniger skrupellosen Bewohnern das Überleben noch schwerer machen. Als Rekrut der tapferen Desert Rangers eilt der Spieler mit seinen Kameraden den Zivilisten zur Hilfe.
    Das Einsatzteam „Echo 1“ besteht zu Beginn aus vier Mitgliedern, denen sich schon bald weitere anschließen können (die Gruppengröße wächst dann auf sieben an).
    Neben der Hauptfigur gilt es also vor Spielstart auch noch drei Begleiter zu erschaffen – wer faul ist, kann sich aber alternativ in einer Auswahl vorgefertigter Figuren bedienen oder diese nur teilweise individualisieren. Die Zusammenstellung der Kämpfer will wohl überlegt sein, falsche Team-Zusammensetzungen können in Wasteland 2 recht schnell zu ziemlich frustrierenden Kampfverläufen führen.
    Zahlreiche Spezialisierungen und Fähigkeiten stellen den Spieler angesichts knapp bemessener freier Punkte vor die Qual der Wahl. So kann man z.B. Scharfschützen, Hacker, Sanitäter und die unterschiedlichsten Kombinationen auf die Reise schicken. Unter den Attributen finden sich unter anderem typische Werte wie Stärke und Intelligenz oder auch das nicht ganz alltägliche „Bewusstsein“, das zu viel Initiative im Kampf führt.
    29 verschiedene Fähigkeiten aus drei Kategorien (Waffen-, Wissens- und allgemeine Fertigkeiten) werden angeboten. So kann man etwa allerlei verschiedene Schusswaffen meistern, aber auch mit bloßen Händen oder Klingen zum gefürchteten Kontrahenten werden. Im Bereich Wissen gibt es z.B. das Hantieren mit Sprengstoff, Heilfähigkeiten und Safeknacker-Kniffe, während beim allgemeinen Teil unter anderem das Handwerkszeug für Einschüchterungen, das Einschleimen bei Gesprächspartnern oder das Wahrnehmen versteckter Details wartet.
    Die optische Gestaltung der Charaktere ist leider weniger komplex, irgendwie sehen die meisten Ergebnisse eher hässlich aus. Aber immerhin gibt es einige Regler für Hautfarben, Frisuren, Gesichter und diverse andere äußere Merkmale der Pappenheimer, denen man außerdem einen Namen, eine Herkunftsgegend, Religion und sogar bevorzugte Zigarettenmarke verpassen kann.

    Entscheidungen und ihre Konsequenzen

    Auf der Weltkarte marschiert das Team zu seinen Einsatzorten, die teilweise wegen mangelnder Schutzkleidung anfangs noch nicht zu erreichen sind. Bei den nur symbolisch angedeuteten Märschen stört die recht langsame Fortbewegungsweise – das gemächliche Tempo ist vor allem lästig, wenn man z.B. mehrfach die gleichen Gebiete abklappern will. Gelegentlich gerät man in Hinterhalte und muss so zusätzliche Gefechte überstehen, meistens ist die Party aber in größeren Umgebungen im Einsatz, wo auch zahlreiche NPCs als Gesprächspartner und Auftraggeber anzutreffen sind. Hier kommt man gern mal in den Genuss deftiger Sprüche, interessanter Anspielungen, mysteriöser Hinweise und dezent skurriler Begebenheiten.
    In den Dialogen kann man je nach Text diverse Schlüsselwörter auswählen, um an weitere Informationen zu kommen. Durch die oben genannten Fertigkeiten ist das Beeinflussen der Nebencharaktere möglich, außerdem sollen im Laufe des Spiels allerlei Entscheidungen mit mehr oder weniger deutlichen Konsequenzen getroffen werden. So hat man z.B. schon früh die Wahl zwischen zwei in Bedrängnis geratenen Orten, für die nicht als erstes geretteten Einwohner kommt die Hilfe dann zu spät.

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    Kategorien: Science-Fiction, Spiele
    von Christina Schmitt 6.Okt.2014 3.228 x gelesen

    Wasteland 2
    Publisher Koch Media
    Hersteller inXile Entertainment
    Genre Rollenspiel
    Altersfreigabeab 16 Jahren
    Weitere Infos
    Termine
    PC19.09.2014 Kaufen
     

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