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    Yonder: The Cloud Catcher Chronicles (YTCCC) führt uns in eine wie gemalt wirkende, offene Spielwelt, gefüllt mit Dingen zum Erkunden und Quests zu erledigen. Lediglich auf Kämpfe aller Art wird vollständig verzichtet. Schafft das knuffige Abenteuer trotzdem zu unterhalten oder kommt bereits nach kurzer Zeit Langeweile auf?

    ytccc-cover

    (c) HeadUp Games
    seit 17.08.2017 im Handel
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    Viel zu tun?
    In YTCCC starten wir wahlweise als Junge oder Mädchen auf einem großen Segelschiff, da wir von unseren Eltern auf eine Reise geschickt wurden. Nach einigen Spielminuten erleiden wir Schiffbruch und stranden auf einem mysteriösen Fleckchen Land. Nachdem wir am Strand erwacht sind, begeben wir uns auf die Suche nach einer Zivilisation. Dabei stoßen wir auf eine kleine Fee, die sich kurzerhand entschließt, uns auf unserer Reise zu begleiten. Schnell finden wir ein kleines Dorf mit einigen Menschen die uns erklären, wo wir sind und was sie bedrückt. Die Dunkelheit hat Besitz von einigen Gebietsabschnitten und Gebäuden ergriffen und lässt sich nur mit Hilfe von einer gewissen Anzahl Feen reinigen. Über diese Aufgabe geht die Geschichte von YTCCC inhaltlich in den knapp 10 Stunden Spielzeit auch nicht großartig hinaus.

    Abseits vom Vertreiben der Dunkelheit, erledigen wir Quests für die Menschen des Landes. Das sind simple Sammel- und Lieferaufgaben (hole 10 x Holz, repariere Brücke A, sammle 40 Steine usw.). Mit Hilfe von Werkzeugen (Hammer, Axt, Spitzhacke, Sense usw.) können wir Gegenstände zerlegen und so Materialien für genannte Quests oder für das umfangreiche Crafting-System einsammeln.

    In der Spielwelt von YTCCC fehlen nicht nur die Gefechte, zudem gibt es auch keine virtuellen Bildschirmtode. Dieser Umstand ist für ältere Spieler vielleicht etwas langweilig, macht das Spiel jedoch sehr kindgerecht und baut eine „behütete“ Atmosphäre auf. Das Verfolgen der Quest stellte während meines Spieldurchlaufes aber immer wieder eine fummelige Angelegenheit dar, weil jedesmal, wenn ein neues Quest dazu kommt, diese automatisch als primäre Aufgabe angewählt und optisch auf der Karte dargestellt wird. Dies hätten die Entwickler durchaus übersichtlicher aufbauen können, um stets die gewünschte Quest konsequent und einfach verfolgen zu können.

    Freiheit mit Grenzen
    Obwohl YTCCC ein Open-World Spiel ist, erleben wir wirkliche Freiheit nur selten. Wir können zwar von Anfang an die gesamte Spielwelt erkunden, müssen aber inhaltlich immer nur Listen bzw. Vorgaben abarbeiten und vorbestimmte Mengen beschaffen oder bauen. Dies wird besonders bei den einzelnen Bauernhöfen einer jeden Region deutlich, auf denen wir, nachdem wir sie freigeschaltet haben, vorgegebene Gebäude bauen und Tiere anlocken können, um diese großzuziehen. Die Tiere produzieren als netten Nebeneffekt Produkte (Milch usw.), die wir a la Harvest Moon oder Stardew Valley verkaufen können. Eine Spieltiefe wie die genannten Vorbilder finden wir in YTCCC allerdings nicht.

    Was die Grafik anbelangt ist das Spiel wunderschön. Eine malerische Optik mit Landschaften wie aus dem Bilderbuch und sehr detaillierten Lichteffekten, von denen sich so mancher AAA-Titel eine Scheibe abschneiden kann. Der Sound von YTCCC ist zudem angenehm, ein besonderer Soundtrack, der langfristig in Erinnerung bleibt, ist jedoch nicht mit an Bord. Die Soundeffekte sind von der Audioqualität hochwertig und passen jederzeit gut zum Geschehen auf dem Bildschirm. Sprachausgabe hat YTCCC keine, uns bleiben lediglich die deutschen Bildschirmtexte zum mitlesen.

    Fazit

    Yonder: The Cloud Catcher Chronicles ist ein Open-World Abenteuer, das sich mit seiner malerischen Optik und dem gewaltfreien Gameplay vornehmlich an Kinder richtet. Erfahrene Gamer, die bereit sind, über die dünne Story und auf die Dauer langweilige Quests hinwegzusehen, können (eventuell gemeinsam mit Kindern) aufgrund des sehr schönen Grafikstils und den tollen Lichteffekten durchaus einen Blick riskieren, dann eventuell beim nächsten Sale.

    Wertung


    Pro

    • bildhübsche Grafik
    • knuffiger Look
    • flüssiges Gameplay
    • kindgerecht

    Contra

    • unübersichtliche Questverfolgung
    • wenig aktiver Inhalt
    • Quests werden schnell langweilig
    • keine Sprachausgabe
    • dünne Story

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Fantasy, Spiele
    von Pascal Requardt 30.Aug.2017 878 x gelesen