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    Wie in jedem Jahr ist das aktuelle Call of Duty im November erschienen. Hierbei handelt es sich um den dritten Teil der „Black Ops“ Trilogie vom Entwickler Treyarch. Ob das Spiel den Ansprüchen der Call of Duty Fans gerecht wird, werden wir uns hier genauer ansehen.
    Hinweis: Ich beziehe mich im folgenden auf die Xbox One, PS4 und PC Version des Spieles, da die Xbox 360 und PS3 Versionen inhaltlich gekürzt sind (fehlende Einzelspieler Kampagne und auf 30 FPS gedrosselt)

    Aller guten Dinge sind … drei?
    Das Spiel findet in der Zukunft statt. Die Menschen haben mittlerweile keine Geräte wie Smartphones oder Computer mehr, sondern bekommen Informationen direkt über eine neurale Schnittstelle ins Gehirn geliefert. Auf dieser Schnittstelle baut die Story des Spieles auf und schickt uns als namenlosen Helden mitten in den Konflikt zwischen dem Common Defense Pact und der Winslow Accord, die beide um die letzten Ressourcen auf dem Planeten kämpfen. Die Story geht hierbei inhaltlich komplett neue Wege und knüpft nicht an den Vorgänger (Call of Duty: Black Ops 2) an.
    Call of Duty: Black Ops 3 bietet wahlweise die Einzelspielerkampagne (mit bis zu drei Freunden im Coop Modus), den klassischen Multiplayer-Modus oder den von Treyarch bekannten Zombie-Modus an, um uns direkt ins Gefecht zu stürzen.

    Ähnlich wie im Vorgänger „Advanced Warfare“ haben wir verbesserte menschliche Fähigkeiten, welche es uns erlauben höher zu springen, oder nun auch an den Wänden entlangzulaufen. Die Story des Spiels schickt uns in die nahe Zukunft und lässt uns durch Zeitsprünge und anfangs etwas wirre Story-Erzählungen Teil des Krieges um den zerrütteten Planeten Erde werden.
    Unseren Protagonisten dürfen wir im aktuellen Teil komplett anpassen, zumindest was die Kampagne anbelangt, im Multiplayer-Modus hingegen greifen wir auf optisch einheitliche Charaktere zurück, welche wir nur durch Skins verändern können. Im Zombiemodus werden uns vom Spiel auch vorgefertigte Charaktere zur Verfügung gestellt, welche durch einen unglücklichen Zufall gemeinsam gegen Horden von Zombies ums Überleben kämpfen müssen.

    Umfang trifft Anspruch
    Was direkt auffällt, ist der enorme Umfang des Spiels. Bisher waren Call of Duty-Kampagnen für ihre kurze Spielzeit verrufen und die Community nannte das Spiel eher einen „Multiplayer-Titel“. Im aktuellen Teil beweisen die Entwickler von Treyarch, dass dies auch anders geht. Die Kampagne hat auf dem zweithöchsten Schwierigkeitsgrad eine Spielzeit von ca. 8 – 10 Stunden. Sobald wir sie abgeschlossen haben, offenbart sich eine neue Story, welche ganz unter dem Motto der Untoten steht. Wir dürfen also alle Missionen erneut durchspielen, dieses Mal aber gegen Zombies als Gegner und nicht gegen Roboter. So werden altbekannte Levels durch eine andere Sound- und Grafikkulisse in eine neue Reihenfolge gewürfelt und schicken uns abermals in die Schlacht, womit die Spielzeit der Kampagne verdoppelt wird. Stark!

    Der Multiplayer-Modus ist gewohnt umfangreich, da es verschiedene Spezialisten mit eigenen Fähigkeiten gibt, aus welchen wir wählen dürfen und auch die Waffenauswahl ausreichend ist. Eine einsteigerfreundliche Community sucht man hingegen vergeblich, was schnell zu Frustration bei Einsteigern führen kann. Call of Duty-Veteranen werden sich jedoch wie zu Hause fühlen. Die Spielzeit ist wie in vorherigen Titeln der Reihe nahezu endlos, da es sehr viel Ausdauer und Zeit kostet, den höchsten Level im Multiplayer zu erreichen. Hier lassen sich alleine, oder gemeinsam mit Freunden Stunden um Stunden verbringen, da durch das hohe Spieltempo und die entstehende Dynamik so schnell keine Langeweile aufkommt. Alle drei Modi des Spieles werden durch ein eigenes Level- und Freischaltsystem begleitet, das für die nötige Übersicht und Motivation sorgt, Anfänger jedoch überfordern kann.
    Die Grafik des Spiels im Allgemeinen ist zeitgemäß, es läuft zu jedem Zeitpunkt flüssig mit 60 FPS und je nach Konsole in der maximalen Auflösung. Auch der Ton weiß mit kristallklaren Explosionen und gut zu ortenden Fußschritten zu überzeugen und den Spieler akustisch im Kampf zu begleiten.
    Durch die stimmige Atmosphäre des Spieles, welche durch die moderne Endzeitstimmung, Geräuschkulisse, sowie gute Synchronsprecher unterstrichen wird, macht es Spaß sich immer und immer wieder in die hitzigen Modi zu stürzen.

    Jagd auf die Untoten
    Gleich zu Anfang merken wir: Der Schwierigkeitsgrad des Zombie-Modus ist enorm hoch. Gemeinsam mit Freunden und guter Koordination ist es möglich relativ weit zu kommen, alleine oder mit zufälligen Spielern aus dem Internet sieht es hingegen leider eher düster aus. Allgemein hat der Schwierigkeitsgrad des Spieles angezogen und es werden uns recht wenig Fehler verziehen. Das Setting des Modus ist eine Mischung auf Zukunft und Vergangenheit, da wir mit den Waffen aus der Kampagne und dem Multiplayer kämpfen, uns jedoch in eine viktorianisch angehauchte Kulisse begeben. Die Zombiejagd fühlt wirklich düster und gefährlich an und lässt uns das ein oder andere Mal zusammenzucken, wenn wir nicht schnell genug reagieren. Hier hat Treyarch im Vergleich zum Vorgänger noch einmal ordentlich zugelegt.
    Spieler welche die normale Version des Spieles kaufen erhalten vorerst nur eine Map für den Zombie-Modus, weitere werden von Treyarch per kostenpflichtigem DLC nachgereicht. Durch den hohen Wiederspielwert der Karte bezogen auf Größe und Komplexität, sowie den hohen Schwierigkeitsgrad, welcher mehrere Versuche unabdingbar macht, ist dies aber vorerst zu verkraften. Käufer der Hardened Edition erhalten zusätzlich zur Standard Map noch die Karte „The Giant“ (Remake der gleichnamigen Zombie-Map aus Call of Duty 5). Diese wird voraussichtlich noch kostenlos für Käufer der normalen Version im Laufe 2016 zum Download angeboten.

    Zusätzlich zu den Zombie-Maps wurden von Treyarch vier DLCs angekündigt, welche im Laufe 2016 erscheinen sollen und dann auch neue Karten für den Multiplayer-Modus mit sich bringen werden. Der erste DLC ist für den 2. Februar 2016 (PS4) datiert und erscheint einen Monat später für die anderen Plattformen, da Sony sich ein 30-tägiges Exklusivrecht auf alle erscheinenden DLCs gesichert hat.

    Fazit

    Alles in allem kann ich den aktuellen Teil der Call of Duty Reihe mit gutem Gewissen empfehlen. Das Spiel überrascht mit seinem großen Umfang, guter Grafik und sauberem Ton. Die Entwickler schaffen es eine stimmige Atmosphäre zu vermitteln, und den Spieler viele Stunden an die Konsole oder den PC zu binden. Vor allem mit Freunden wird Call of Duty: Black Ops 3 zu einem spaßigen Erlebnis. Über das Preis/Leistungsverhältnis lässt sich streiten: Einerseits wird eine sehr umfangreiche Kampagne geboten, andererseits ist in der Standard-Edition nur eine Zombie-Map vorhanden. Fans der Reihe können ohne Bedenken zugreifen, wer hingegen noch keinerlei Erfahrungen mit Shootern oder der Spielereihe gemacht hat, sollte vielleicht erstmal probespielen.

    Wertung


    Pro

    • großer Spielumfang durch die drei vorhandenen Modi
    • gute Grafik und Ton
    • glaubhafte und stimmige Atmosphäre
    • hoher Wiederspielwert durch 2. Kampagne und umfangreichen Multiplayer-Modus

    Contra

    • verhältnismäßig hoher Schwierigkeitsgrad
    • Umfang kann Einsteiger verwirren
    • nur eine Zombie Map für Käufer der normalen Version, hohe Langzeitkosten durch DLC Modell
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    Kategorien: Horror, Science-Fiction, Spiele
    von Pascal Requardt 12.Jan.2016 1.182 x gelesen