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    Die erste Staffel von American Horror Story (AHS) lief Anfang des Jahres hierzulande bei Sixx im Free-TV und dürfte daher manchen potentiellen Interessenten entgangen sein. Zu unrecht, denn die Horror-Serie mit in sich abgeschlossenen Staffeln hat einiges zu bieten.

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    (c) Fox Home 2011
    Season 1: 12 Episoden
    Laufzeit ca. 500 Minuten
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    Das Mörderhaus
    Die Familie Harmon kommt aus Boston nach Los Angeles, um neu anzufangen. Mutter Vivien ist nach einer Totgeburt aus der Bahn geraten, noch dazu hat Vater Ben sie mit einer Studentin betrogen. Die Eheleute hoffen, in der neuen Umgebung ihre Beziehung nochmals kitten zu können, Tochter Violet ist von der ganzen Entwicklung freilich wenig begeistert.
    Sie ziehen in eine alte Villa, die wegen des Selbstmordes der Vorbesitzer so günstig angeboten wird, dass die Harmons sie sich so eben leisten können. Doch in dem Haus gehen seltsame Dinge vor sich und auch die Nachbarin sorgt für Unbehagen. Nach und nach kommt ans Licht, dass die Vergangenheit des Hauses noch viele weitere dunkle Geheimnisse birgt.

    Die Story mag auf den ersten Blick abgedroschen klingen und ich war auch skeptisch, wie man Geisterhaus-Grusel über zwölf Episoden aufrechterhalten will. Doch wenngleich AHS durchaus zuweilen auf Schockmomente setzt, ist es doch vor allem eine Drama-Serie, die auf das Zusammenspiel vieler Figuren setzt. Hier sind es die Geister, die das Haus bevölkern und jeweils ihre eigene Geschichte haben, die nach und nach enthüllt werden. Sie alle haben auch unterschiedliche Motive, sich den Bewohnern zu zeigen und in ihr Leben einzugreifen.
    Das Endergebnis ist dann weniger Schock-Horror a la Evil Dead, sondern eher eine gruselige Geisterstory wie The Others.

    Mich persönlich hat der Beginn nicht sofort gepackt, doch nach und nach werden so viele offene Fragen, Geheimnisse und rätselhafte Figuren angeboten, dass man einfach wissen will, wie es weitergeht. Und man wird nicht enttäuscht. Das liegt nicht nur an der durchdachten, vielschichtigen Story, die zu einem gelungenen Abschluss geführt wird, sondern auch an der namhaften Besetzung.

    Neben Dylan McDermott, Connie Britton, Evan Peters und Taissa Farmiga glänzt vor allem Alt-Star Jessica Lange (King Kong, Wenn der Postmann zweimal klingelt), die für ihre Darstellung der duchtriebenen Nachbarin völlig zurecht den Golden Globe erhielt. Für Gastrollen wurden u.a. Kate Mara (Shooter), Zacharay Quinto (Star Trek), Mena Suvari (American Beauty) und weitere bekannte Mimen verpflichtet. Sie liefern allesamt überzeugende Darstellungen und verbunden mit einer gelungenen Inszenierung und der Musik wird fesselnder Psycho-Horror geboten.

    Fazit

    Es ist sehr bedauerlich, dass America Horror Story nur auf einem so unbedeutenden Sender lief. Die Serie hätte dank durchdachter Geschichte, tollen Darstellern und gelungener Inszenierung einen Top-Sendeplatz zumindest eher verdient, als die diversen zweitklassigen Comedy-Aufgüsse, mit denen uns die Privatsender derzeit zumüllen. Ich persönlich freue mich jedenfalls sehr auf die zweite Staffel, in der zwar einige Darsteller zurückkehren werden, uns aber eine gänzlich neue Geschichte erwarten wird.

    Wertung


    Pro

    • spannende Mischung aus Horror und Drama
    • vielschichtige, durchdachte Geschichte
    • gute Darsteller
    • packende Inszenierung
    • in sich abgeschlossene Geschichte

    Contra

    • der eine oder andere Twist ist vorhersehbar

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Horror
    von Jörg Benne 4.Aug.2013 1.795 x gelesen