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    Dominion ist die geistige Fortsetzung des Actionfilms Legion mit Paul Bettany aus dem Jahr 2010. Vorkenntnisse werden jedoch nicht benötigt, um der Story vernünftig folgen zu können, zumal auch einige Details verändert wurden.

    dominioncover

    (c) Pandastorm Pictures
    Laufzeit: 419 Minuten
    ab 12.02.2016 im Handel
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    Alles Gute kommt von oben? Eher nicht.
    Vor 25 Jahren ist Gott verschwunden – die Engel gerieten daraufhin außer Kontrolle (es war wohl vor allem viel Eifersucht auf die sterblichen Lieblingskinder des abwesenden Schöpfers im Spiel) und machten sich daran, die Menschheit zu vernichten. Doch nicht alle Flügelträger zeigten sich von ihrer bösen Seite – der Erzengel Michael rettete und versteckte so z.B. ein kleines Kind, das der Prophezeiung nach eines Tages die Menschen retten soll.
    Zur Zeit der Serie bewohnen die Überlebenden wenige gut gesicherte Städte wie die Metropole „Vega“, früher als Las Vegas bekannt, während sich in den verwüsteten Außenregionen noch immer aggressive, körperstehlende niedere Engel herumtreiben. Noch problematischer ist allerdings, dass sich nun auch höhere Himmelswesen unter der Führung von Michaels Bruder Gabriel darauf vorbereiten, den Sterblichen endlich den Rest zu geben.
    Der Auserwählte, ein Soldat namens Alex, muss unter anderem lernen, seine mysteriösen Tätowierungen zu entschlüsseln, um die Bewohner (hm…heißen die dann eigentlich Veganer?) vor der Vernichtung zu bewahren. Dummerweise sind sich die Menschen auch untereinander nicht unbedingt wohlgesonnen, so dass sich der Held und seine Verbündeten zusätzlich mit intriganten Politikern und anderen Störenfrieden herumschlagen müssen.

    Traue niemandem
    Die acht Folgen der ersten Staffel bieten viele Intrigen unter Menschen wie auch Engeln und dadurch einige interessante Wendungen (auch wenn mit den Verwicklungen meiner Meinung nach manchmal schon etwas übertrieben wurde). Unter anderem muss man damit rechnen, dass sich hinter einer menschlichen Fassade gern mal mordlustige Flattermänner verbergen. Und auch die politischen Ränkespiele z.B. mit der Botschafterin einer anderen Stadt sind für einige Überraschungen und Gemeinheiten gut.
    Dazu kommen actionreiche und teils blutige Kampfszenen – neben ihren rasiermesserscharfen Flügeln setzen die Engel ganz traditionell gerne Schwerter ein, was beides zu allerlei Amputationen und anderen unschönen Verletzungen führt. Außer solchen Szenen sind auch andere Momente wie das Fliegen oder die fast menschenleere Welt optisch recht ansprechend gestaltet worden.

    Trotz (oder teils auch gerade aufgrund) der Metzeleien hat die Handlung manchmal einen Hauch Humor und die Serie scheint sich selbst nicht ganz ernst zu nehmen. Das ist sicherlich zum Teil Absicht, etwa wenn sich der Oberbösewicht nach einem mörderischen Ausraster erst mal einen Pudding gönnt, teils aber wohl auch eher unfreiwillig so. Zum Beispiel wirken die Dialoge dann arg pathetisch oder die Schauspieler verziehen ihre Gesichter allzu dramatisch.
    Darüber hinaus ist die Darstellung der Engel irgendwie nicht ganz konsequent im Bezug auf deren Gefährlichkeit und man fragt sich, warum die Menschheit nicht schon längst Geschichte ist.
    Ein wenig schade fand ich auch, dass z.B. das (nach Meinung des Hauptdarstellers so ungerechte und einschränkende) Kastensystem von Vega genau wie manch andere Besonderheit der Gesellschaft in den Folgen nur am Rande behandelt wird. Hier könnte Dominion ruhig noch etwas detaillierter werden.

    Als Extras findet man auf der zweiten der beiden Blu-rays ein paar entfallene Szenen (allerdings nur auf Englisch) und einige lustige Patzer aus den Dreharbeiten.
    Zum Ende von Season 1 überschlagen sich noch einmal die Ereignisse. Zum Glück steht Staffel 2 (nach der die Serie wegen sinkender Zuschauerzahlen in den USA eingestellt wurde) schon in den Startlöchern und soll am 11. März auf DVD und Blu-ray erscheinen.

    Fazit

    Die erste Staffel von Dominion bietet acht abwechslungsreiche Folgen mit fiesen und nicht ganz so fiesen Engeln, einiger Action und diversen interessanten Wendungen. Manche Entwicklungen wirken vielleicht nicht ganz durchdacht und auch die schauspielerische Leistung oder die Dialoge haben ihre Schwächen, aber man wird doch gut unterhalten und durch die Überraschungen zwischendurch immer wieder neugierig gemacht.

    Wertung


    Pro

    • wendungsreiche Story
    • coole Actionszenen
    • gelungener Look
    • interessante Ideen

    Contra

    • manchmal schon etwas weit hergeholte Entwicklungen
    • teils übertriebene Mimik und Dialoge
    • gesellschaftliche Besonderheiten nur ansatzweise dargestellt
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    Kategorien: Fantasy, Filme, Science-Fiction
    von Christina Schmitt 19.Feb.2016 1.711 x gelesen