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    Dystopien feiern im Kino Erfolge, da war ja klar, dass sie auch im TV Einzug halten würden. Doch anders als viele Kino-Vorbilder setzt die in sich geschlossene Mini-Serie „Wayward Pines“ nicht auf jugendliche Hauptdarsteller und wendet sich auch eher an ein erwachsenes Publikum.

    waywardpines_cover

    (c) 20th Century Fox
    Laufzeit: 10x 40 Minuten
    seit 05.11.2015 im Handel
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    Eine seltsame Kleinstadt
    Secret Service Agent Ethan Burke ist in Idaho unterwegs, um zwei verschwundene Kollegen zu finden. Nach einem Autounfall kommt er allein im Wald zu sich. Er schleppt sich in ein Kaff namens Wayward Pines und bricht zusammen. Als er im Krankenhaus zu sich kommt, sind seine persönlichen Sachen weg und die Krankenschwester verhält sich seltsam. Ethan entlässt sich kurzerhand selbst und stößt nicht nur auf die Leiche eines Kollegen, sondern auch auf viele Ungereimtheiten. ER kann niemanden außerhalb der Stadt erreichen und als er versucht, Wayward Pines auf eigene Faust zu verlassen, findet er einen riesigen Zaun, der die Bewohner einschließt. Oder beschützt er sie vor etwas?

    Wayward Pines beginnt als Mystery-Serie, die den Zuschauer die ersten Folgen zusammen mit Ethan im Dunkeln tappen lässt. Es werden geschickt Hinweise angeboten aber auch falsche Fährten gelegt. Man verfolgt gebannt Ethans Versuche, Wayward Pines zu verstehen oder daraus zu entkommen. Aber auch nachdem Ethan und dem Zuschauer die Wahrheit enthüllt wurde, bleibt das Spannungslevel hoch, denn an das Ende des Mystery-Parts schließt sich nahtlos eine Thriller-Handlung an, die in ein actionreiches Finale mündet und die Geschichte zu einem runden Ende bringt. Lediglich den Epilog am Schluss hätte man sich lieber geschenkt.

    Die Handlung bietet dabei nicht nur gute Unterhaltung, sie hat auch durchaus philosophische Ansätze und stellt Fragen, die gerade angesichts der aktuellen Sicherheits-Debatte aktueller kaum sein könnten. Wie weit darf man die Freiheit zugunsten der Sicherheit einschränken? Was geschieht, wenn man es dabei zu weit treibt? Haben Menschen das Recht, im Namen der Sicherheit andere zu bevormunden? Macht die Wahrheit wirklich frei oder ist es manchmal besser, sie nicht zu kennen?

    Das ganze basiert auf der Roman-Trilogie von Blake Crouch (bei Amazon Crossing erschienen). Die Geschichte und die Dystopie sind weitgehend durchdacht (auch wenn man das nach den ersten Folgen kaum glauben mag), hier und da gibt es allerdings Logiklöcher und auch Glaubwürdigkeitsprobleme (z.B. Stichwort Versorgung insbesondere mit Energie/Treibstoff). Diese halten sich jedoch so weit in Grenzen, dass sie der Unterhaltung keinen Abbruch tun.

    Die Serie ist mit Matt Dillon (Wild Things, Die Outsider), Carla Gugino (Watchmen), Toby Jones (Captain America), Melissa Leo (The Fighter), Terence Howard (Prisoners) und Juliette Lewis (Kap der Angst) prominent besetzt, generell auf sehr hohem Niveau produziert und unterhält über die 10×40 Minuten durchgehend gut. Die ab 16-Freigabe ist aufgrund einiger Gewaltspitzen durchaus gerechtfertigt.

    Fazit

    Wayward Pines ist eine in sich geschlossene, gelungene Mini-Serie, die Mystery, Thriller und Dystopie verbindet und für den Zuschauer einiges zum Miträtseln und Mitfiebern bietet. Es gibt ein paar kleine Ungereimtheiten, diese werden allerdings nur Logik-Fetischisten richtig sauer aufstoßen und trüben ansonsten die Unterhaltung nicht.

    Wertung


    Pro

    • spannende Mischung aus Mystery und Dystopie
    • in sich geschlossene Handlung
    • hochwertig produziert

    Contra

    • kleine Logik-/Glaubwürdigkeitsprobleme
    • Epilog etwas unbefriedigend

    Hinweis: Für diese Rezension wurde uns vom Hersteller/Verleih/Verlag ein kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

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    Kategorien: Filme, Science-Fiction
    von Jörg Benne 21.Nov.2015 4.521 x gelesen